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Mercedes-Krise

"Wir sind alle keine Zauberer"

Michael Schumacher GP Monaco 2011 Foto: Mercedes 51 Bilder

In den letzten Rennen musste Mercedes einige Rückschläge hinnehmen. Die Piloten haben aber immer noch vollstes Vertrauen in die Teamleitung. Michael Schumacher bittet allerdings noch um etwas Geduld. Für Montreal erwartet der Rekordchampion erneut ein schwieriges Wochenende.

10.06.2011 Tobias Grüner

Mercedes ist mitten in der Krise. In Barcelona wurden beide Piloten einmal überrundet. In Monaco lag Nico Rosberg schon zwei Runden hinter dem Sieger. Doch von Panik ist im Lager der Silberpfeile keine Spur. Das fahrende Personal sieht die aktuellen Probleme nur als Stolpersteine auf dem Weg zum Erfolg.
 
Das größte Problem liegt im Auto, das die Hinterreifen zu sehr verschleißt. "Wir haben das in Monaco etwas unterschätzt", gibt Rosberg zu. "Im Training ist es nicht aufgefallen und im Rennen war es plötzlich da." Schon in Montreal erhofft sich der Youngster Fortschritte auf diesem Gebiet. "So schlimm wie in Monaco wird es nicht sein. Leider kann man nur vom Setup da nicht so viel machen."

Teamkollege Michael Schumacher gibt sich weniger optimistisch. "Uns steht ein schwieriges Rennwochenende bevor. Wenn man sieht, wo wir in Barcelona und Monaco waren. Und der Reifenverschleiß ist hier sogar noch wichtiger als in Monaco. Das wird eine große Herausforderung für alle, aber speziell auch für uns."

Mercedes 2011 nicht mehr Spitze

Rosberg gibt zu, dass das Problem in der Grundkonzeption des Autos liegt. Auf die Schnelle erwartet er keine großen Sprünge. "Es wird schwierig, dieses Jahr noch Spitze zu werden. Unser Ziel muss es deshalb sein, näher ran zu kommen." Es sei allerdings noch zu früh, die Entwicklung auf die nächste Saison zu konzentrieren.

Auch Schumacher will unbedingt noch in diesem Jahr zurück in die Erfolgsspur finden. "Wenn man sich mal eine Baustelle eingehandelt hat, dann ist es manchmal schwierig das auf die Schnelle zu lösen. Wir arbeiten dran. Alles was wir jetzt investieren, könnte nächstes Jahr imminent wichtig sein."

Schumacher bittet um Geduld

Noch glaubt der Rekordchampion an den Dreijahresplan, an dessen Ende 2012 der WM-Titel stehen sollte. "Das Auto hat definitiv Potenzial. Wir können das aber nicht ständig nutzen. Warum verstehen wir, wie wir es lösen verstehen wir aber nicht schnell und nicht gut genug. Wir verlieren durch die Probleme Zeit, während die anderen weiter Fortschritte machen. Deshalb müssen wir das auch noch dieses Jahr lösen, sonst schleppen wir das in die nächste Saison mit."

Schumacher bittet die Kritiker noch um etwas Geduld. "Wir sind im Prozess, hier etwas Neues aufzubauen. Dabei gibt es immer Schikanen. Manchmal sind die etwas länger und manchmal etwas kürzer. Da müssen wir durch. Wir sind alle keine Zauberer. Ich bin mir sicher, von dem was ich von Ross (Brawn) weiß, wie die internen Strukturen aufgebaut werden und wie die Marschrichtung ist, dass es in die richtige Richtung geht. Es braucht einfach Zeit. Red Bull hat vier oder fünf Jahre gebraucht. Ich habe es damals mit Ferrari durchlebt, da hat es auch fünf Jahre gedauert. Warum sollen wir jetzt Magier spielen und das in anderthalb Jahren schaffen."

Mercedes gut aufgestellt

Auch Rosberg besitzt volles Vertrauen in sein Team. Für ihn ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich der Erfolg einstellt: "Für mich ist ganz klar: Dieses Team wird Erfolg haben. Man hat Ross Brawn, man hat Mercedes, man hat Bob Bell - die Kompetenz ist da. Die Firma steht da wie eine Eins. Die Infrastruktur ist hammermäßig. Besser geht es nicht in der Formel 1. Früher oder später wird das Team Erfolg haben. Davon bin ich überzeugt. Die Frage ist nur wann. Das ist schwierig zu sehen momentan."

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