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Mercedes Magny-Cours-Test

Rookie-Test als Technikcheck

Mercedes GP, Testfahrten Magny Cours 2012 Foto: xpb 30 Bilder

Mercedes testet in Magny-Cours nicht nur seine beiden Reservefahrer Sam Bird und Brendon Hartley. Der Rennstall aus Brackley nutzte den Rookie-Test auch dazu, viele neue Entwicklungen auszuprobieren. Dazu gehört neben Dreifach-DRS und Coanda-Auspuff auch eine neue Airbox mit Segel.

13.09.2012 Michael Schmidt

Für Ferrari und Force India ist Magny-Cours ein echter Rookie-Test. Die jungen Fahrer sollen Reifen, Setups und unterschiedliche Aerodynamikkonfigurationen miteinander vergleichen. Mercedes funktionierte die Talentshow zu einem Härtestest für neue technische Entwicklungen um. Die Silberpfeile waren an alle drei Tagen mit neuen technischen Lösungen bestückt.

Mercedes testet Auspuff und DRS

Zunächst kam der sogenannte Coanda-Auspuff zum Einsatz, der nach dem Vorbild von McLaren in einem Schacht in den Seitenkästen mündet und auf die Spalte zwischen Diffusor und Hinterreifen zielt. Da die neue Auspuff-Cariante mit Ausnahme einer kurzen Vergleichsfahrt am zweiten Tag praktisch immer am Auto blieb, darf man davon ausgehen, dass der Test erfolgreich verlief. Sam Bild spulte an den ersten beiden Tagen 220 Runden ab. Offenbar ohne Probleme für die empfindlichen Hinterreifen. Die neue Anordnung soll die Traktion verbessern und damit auch die Hinterreifen schonen.

Im Laufe des zweiten Tages kam das Dreifach DRS zum Einsatz, das am Heckflügel auch außerhalb der DRS-Zonen die Strömung abreißen lässt, wenn eine bestimmte Geschwindigkeit erreicht ist. Das Erkennungssystem, eine Kassette mit Lamellen, sitzt offenbar in den zusätzlichen Kanälen rechts und links der Airbox. Im Flügelhauptblatt ist es seit 2011 verboten. Nach unseren Informationen wurde Mercedes zwar von Lotus dazu inspiriert, doch die beiden Systeme arbeiten komplett unterschiedlich. Bei Lotus ist der kontrollierte Strömungsabriss an die DRS-Aktivierung gekoppelt. Der Steg zum Heckflügel ist durchgängig, der bei Mercedes nach oben hin offen.

Am letzten Testtag saß erstmals Brendon Hartley im Mercedes-Cockpit. Der Neuseeländer fuhr in einem Mercedes mit einer modifizierten Form der Airbox. Nach dem Vorbild des Jahres 2010 trägt die Motorabdeckung ein Segel. Der Größe dieser vertikalen Finne setzt das Reglement jedoch Grenzen. Sie soll die Anströmung des Heckflügels verbessern. Das Auto war am letzten Tag auch wieder mit einem Frontflügel älteren Datums bestückt. So wie ihn Michael Schumacher und Nico Rosberg bis Spa gefahren sind. Der Monza-Flügel mit der doppelten Etage außen war ganz offenbar eine Einzelanfertigung.

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