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Mercedes mit Pole-Position-Abo

"Wollen nicht an die WM denken"

Lewis Hamilton - Mercedes - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 24. August 2013 Foto: xpb 66 Bilder

So eng können Glück und Pech nebeneinanderliegen. Lewis Hamilton kam 3,55 Sekunden vor der Zielflagge über die Linie und konnte noch eine Runde und damit Bestzeit fahren. Nico Rosberg ging neun Sekunden zu spät über den Zielstrich und wurde nur Vierter.

24.08.2013 Michael Schmidt

Die Zahlen sind beeindruckend. 31. Pole Position für Lewis Hamilton, die fünfte in dieser Saison, die vierte in Folge. Der Weltmeister von 2008 hat einen Lauf. Seit er den GP Ungarn von der Pole Position gewonnen hat, traut man dem Engländer und seinem Silberpfeil auch für das Rennen alles zu. Hamilton hat in Bezug auf das launische Wetter in Spa noch nicht einmal einen Wunsch: "Wir sind für alle Bedingungen gut gerüstet."

Wie gut, darüber wollte sich der Pole-König dieser Saison nicht auslassen. "Das ist reine Spekulation. Es gibt wegen der wechselnden Bedingungen im Training zu wenig Anhaltspunkte. Ich halte die Red Bull im Renntrim immer noch für etwas schneller als uns. Sie fahren mit einem winzigen Heckflügel und sind im Sektor 2 trotzdem schnell. Das zeigt, wie gut ihr Auto ist."

Im Rennen wird das Timing entscheiden

Auch im Rennen wird das richtige Timing die entscheidende Rolle spielen. "Es wird am Sonntag nicht anders als am Samstag sein", prophezeit Teamchef Ross Brawn: "Du musst zur richtigen Zeit die richtigen Reifen im richtigen Zustand draufhaben." Auch Brawn hält einen Sieg für möglich: "Wir waren bei jedem Wetter schnell."

Die Rennsimulationen von Nico Rosberg geben den Mercedes-Ingenieuren die Hoffnung, dass man im Rennen mit den Red Bull mithalten kann. Da war die Pole Position eine größere Überraschung. "Wir hatten Probleme, die Vorder- und Hinterreifen zur gleichen Zeit auf Temperatur zu bringen", gab Brawn zu.

Niki Lauda rätselt noch: "Kein Mensch weiß, was morgen passiert. Das Bild ist nicht klar. Wegen des Regens fahren alle mit einer Kompromissabstimmung. Irgendwo zwischen viel und wenig Abtrieb. Die große Frage ist, wer mit diesem Setup die Reifen am besten in ihr Fenster bringt."

Rosberg neun Sekunden zu spät dran

Während sich Hamilton auf der Pole Position eingenistet hat, war Nico Rosberg vom Pech verfolgt. Er konnte nicht wie sein Teamkollege eine zusätzliche Runde fahren, weil er um neun Sekunden zu spät dran war. Hamilton kam 3,55 Sekunden vor der Schachbrettflagge über die Linie. So etwas kann man nicht planen.

"Es war einfach Pech", resümierte Rosberg. Ihm blieb die Genugtuung, dass er die schnellste Runde auf nasser Piste drehte. Lewis Hamilton, Sebastian Vettel und Mark Webber fanden in dieser letzten Runde aber viel bessere Bedingungen vor. "Das war ja fast trocken", staunte Rosberg. "Wenn ich die Chance auf eine weitere Runde gehabt hätte, wäre alles drin gewesen. Ich war auch auf trockener Piste schnell."

Vettel hilft Hamilton zur Pole

Trotz der schnell abtrocknenden Bahn musste Hamilton am Lenkrad zaubern. "In der ersten Kurve und den beiden letzten war es noch richtig nass. Ein echter Eiertanz. Als ich in La Source weit nach außen gerutscht bin, dachte ich bereits, dass ich die Runde vergessen kann."
 
"Die Informationen auf dem Armaturenbrett waren verwirrend. Ich hatte keine Ahnung, wie schnell ich unterwegs war und habe einfach Gas gegeben. Im zweiten Sektor habe ich Vettel vor mir gesehen und habe mich an seiner Fahrt und seinen Spuren orientiert." Vettel räumte ein: "Das war ein Vorteil für Lewis. Er konnte mich studieren. Ich sah im Rückspiegel, wie er immer näher kam."

Hamilton ist Vettels großer Herausforderer

Hamiltons Pole Position stempelt den Mercedes-Piloten jetzt endgültig zu Vettels großem Herausforderer für den WM-Titel. Auch wenn Kimi Räikkönen und Fernando Alonso in der Gesamtwertung noch vor dem WM-Vierten liegen. "Ich denke nicht an die WM", wiegelte Hamilton ab.
 
"Mein Ziel ist es, einfach nur Rennen zu gewinnen. Noch ist mein Rückstand auf Sebastian zu groß, als dass ich von der WM träumen darf. Ich konzentriere mich darauf, den vor mir in der WM platzierten Fahrer einzuholen." Auch Brawn hält den Ball flach. "Der Titel ist noch weit weg. Wir wollen ihn, aber wir werden deswegen keine Kompromisse für die 2014er Saison eingehen."

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