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Mercedes mit Technik-Problemen

Was war da mit der Bremse los?

Nico Rosberg - GP Bahrain 2015 Foto: Wilhelm 59 Bilder

Der Sieg von Lewis Hamilton in Bahrain war eigentlich nie in Gefahr. Oder etwa doch? Nach Aussage von Mercedes-Teamchef Toto Wolff hätte das Rennen keine Runde länger dauern dürfen. Weil beide Mercedes ein Bremsproblem bremste.

20.04.2015 Michael Schmidt

Lewis Hamilton musste in den 57 Runden von Bahrain nur zwei Mal zittern. Das erste Mal in Runde 15, als er nach einem schlechten Reifenwechsel knapp vor Nico Rosberg und Sebastian Vettel aus der Box kam. Rechts vorne musste ein Mechaniker nachfassen.

Hamilton sah am Boxenausgang im linken Rückspiegel, wie Rosberg im Funkenregen an Vettel vorbeiflog und sich gefährlich nahe hinter ihm einbremste. Doch der WM-Spitzenreiter schüttelte seine Verfolger lässig wieder ab.

Beim zweiten Mal hätte Hamilton nicht so einfach einen Angriff kontern können. Nicht gegen einen Kimi Räikkönen, der im Schlussabschnitt der schnellste Mann auf der Strecke war. Hamilton passierte in der letzten Runde das gleiche, was Rosberg einen Umlauf zuvor im Zweikampf mit Räikkönen erlebt hatte. Das Bremspedal fiel durch. Danach hieß es für beide Mercedes-Piloten: Auto nach Hause tragen.

Mercedes Brake-by-wire stieg aus

Technikchef Paddy Lowe erklärte, dass beide Probleme im hinteren Bremskreislauf aufgetreten sind, unterschiedliche Ursachen, aber die gleiche Wirkung hatten. "Nico hatte das Problem seit der dritten Runde. Wir konnten es fast bis zum Schluss managen. Dann hat sich die elektronische Bremskraftverteilung von aktiv auf passiv gestellt. Nico hatte aus heiterem Himmel am Ende der Zielgeraden nur noch vorne Bremswirkung. Deshalb ist er geradeaus gefahren."

Wenn sich das Brake-by-wire verabschiedet, dann wird die Bremskraft beim Laden der Batterie nicht mehr richtig verteilt. Obwohl der Elektromotor hinten mitbremst greift dort die Bremse so ein, als würde er das nicht tun. Das überlastet die Hinterradbremse, die dafür nicht ausgelegt ist. Sie wird zu heiß und verzögert irgendwann nicht mehr richtig. Teamchef Toto Wolff atmete auf: "Das Rennen hätte keine Runde länger dauern dürfen."

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