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Mercedes verbucht Teilerfolg

Rosberg rätselt über Aero-Problem

Mercedes GP Singapur 2012 Foto: Grüner 30 Bilder

Das erste Rennen mit dem neuen Auspuffsystem brachte Mercedes einen fünften Platz. Der positive Aspekt dabei ist, dass man Lotus geschlagen hat. Der negative, dass Force India schneller war. Doch Nico Rosberg kämpfte das halbe Rennen lang mit einem mysteriösen Aerodynamikproblem.

25.09.2012 Michael Schmidt

Manche Rituale halten sich, auch wenn man das Team wechselt. Immer kurz vor seiner Abreise trommelt Ross Brawn seine Mannschaft zusammen und hält einen kurzen Rapport. Das war bei Ferrari so und ist es immer noch bei Mercedes. Der Teamchef verbuchte den ersten Renneinsatz des neuen Aerodynamikpakets mit Coanda-Auspuff, modifizierten Seitenkästen und einem geänderten Frontflügel als Teilerfolg. Nico Rosberg wurde Fünfter. Nichts, was einen zu Jubelstürmen hinreißen ließe, aber besser als die zuletzt gezeigten Leistungen.

"Wir haben zum ersten Mal seit geraumer Zeit wieder die Lotus auf der Strecke geschlagen. Der Abstand zu den Top-Teams ist allerdings gleich geblieben, weil die im Titelkampf mit einem unheimlich hohen Tempo weiterentwickeln", bilanzierte Brawn. Die bittere Pille wurde in Person von Paul di Resta verabreicht. Der Schotte kam 15,7 Sekunden vor Rosberg ins Ziel. Force India und nicht Mercedes war in Singapur die vierte Kraft hinter McLaren, Red Bull und Ferrari.

Mercedes sammelt Daten mit neuem Auspuff

Mercedes hat in Singapur nur einen Teil der theoretischen Vorteile der Aerodynamikentwicklung genutzt. "Das ist eine komplexe Technik, die viel Feintuning braucht", erklärt Brawn. Das beginnt bei der Fahrzeugabstimmung, den Einstellungen der Motorsoftware, der exakten Ausrichtung der Auspuffendrohre und Gegenmaßnahmen am anderen Ende des Autos. Wer hinten Abtrieb dazugewinnt, muss vorne mit mehr Anpressdruck gegensteuern. Sonst gerät das Auto schnell aus der Balance und frisst Reifen.
 
Das kann in Suzuka ein Problem werden, denn dort leiden vor allem die Vorderreifen. "Wir haben viel dazugelernt", fasst der Teamchef zusammen. "Das erste Rennwochenende brachte uns ein paar Erkenntnisse, die wir bei den Testfahrten so nicht gesehen haben."

Rosberg verliert vier Zehntel

Nico Rosberg fuhr das halbe Rennen mit einem mysteriösen Problem. "Plötzlich ging Grip verloren." Anhand der Daten wurde ein signifikanter Antriebsverlust festgestellt. Was genau passiert ist, konnte Mercedes in den Stunden nach dem Rennen nicht eruieren. "Die Autos kamen zu spät aus dem Parc fermé", berichtete Brawn. "Wir wissen nur, dass Nico in der zweiten Rennhälfte pro Runde etwa vier Zehntel verloren hat."

Es könnte von einer Feindberührung herrühren. Rosberg war im Zweikampf mit Kamui Kobayashi dem Sauber einmal zu nahe gekommen. Norbert Haug lobte Rosberg: "Bevor das Problem auftrat, hat Nico die Reifen sehr gut in Schuss gehalten. Am Ende seiner Stints war er so schnell wie die Spitze."

Safety-Car hilft bei Mercedes-Taktik

Die beiden Mercedes-Piloten sind doch mit den extraweichen Reifen losgefahren, obwohl sie die Option hatten, wie Nico Hülkenberg und Sergio Perez mit der härteren Mischung zu starten. "Wir hatten die Sorge, in den ersten sechs bis acht Runden mit den härteren Reifen zu viel Zeit zu verlieren", verteidigt Haug die Taktik.

"Der Supersoft-Reifen war in frischem Zustand eine Sekunde schneller. Man kann nicht sagen, dass Hülkenberg und Perez mit ihrer Taktik Erfolg hatten." Den beiden zerstörte das Safety-Car das Rennen. "Bei normalem Rennverlauf wären wir vor Rosberg gelandet", ist Sauber-Teammanager Beat Zehnder überzeugt

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