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Mercedes-Motorendeal läuft 2012 aus: McLaren-Honda vor dem Comeback?

Honda Formel 1 Historie

Mercedes wird die Gratis-Motorenlieferungen an McLaren nach der Saison 2012 einstellen. Der Fahrerlagerfunk meldet: Auf der Suche nach einem neuen Partner ist der britische Rennstall offenbar fündig geworden: Die Chancen stehen gut, dass Honda mit Einführung des V6-Turbos 2014 bei McLaren ein Comeback feiert.

Als Mercedes Ende 2009 den ehemaligen Honda-Rennstall kaufte und damit sein eigenes Formel 1-Werksteam gründete, begann der Trennungsprozess vom langjährigen Partner McLaren. Damals vereinbarte Daimler-Chef Dieter Zetsche mit McLaren-Boss Ron Dennis, dass die Stuttgarter ihre 40-prozentige Beteiligung an McLaren bis Ende 2012 abstoßen und den Rennstall im Gegenzug drei Jahre lang gratis mit Motoren beliefern.

Honda steht bereits in den Startlöchern

In der Saison 2013 müsste McLaren somit erstmals für die Mercedes-Triebwerke bezahlen. Für die Zeit danach hält der Rennstall aus dem englischen Woking aber bereits Ausschau nach Ersatz. Im Visier ist logischerweise eine Allianz mit einem Automobilkonzern. Der japanische Autobauer Honda steht dabei Gerüchten zur Folge an erster Stelle.

Ein hochrangiger Honda-Manager hatte in Suzuka erzählt, dass technisch für ein Formel 1-Comeback mit einem V6-Turbo ab 2014 alles bereit sei. Es fehle nur noch grünes Licht vom Vorstand. Die Japaner waren erst Ende 2008 sowohl mit dem Formel 1-Werksteam als auch mit ihrem F1-Motorenprogramm aus der Königsklasse ausgestiegen.

Honda erfolgreich mit Turbo-Technik

Die Einführung der neuen Motorenformel in der Saison 2014 lockt das Unternehmen aus Tokio offenbar zu einem Comeback. Die neuen Sechszylinder-Aggregate mit nur noch 1,6 Liter Hubraum - aber dafür mit Turbo- und Hybrid-Unterstützung - lassen sich für den Großserienhersteller besser vermarkten, als die alten V8. Die Formel 1 will sich mit dem sparsameren Motor ein grünes Image verpassen und hat damit bei Honda offensichtlich einen Nerv getroffen.

Mit der Turbo-Technik hat Honda in der Formel 1 zudem bereits gute Erfahrungen gesammelt. In den drei Jahren vor dem Verbot 1989 dominierten die aufgeladenen Aggregate aus Japan die Szene. Zuerst mit Williams, dann mit McLaren. Mit dem Rennstall von Ron Dennis würde man im Falle eines Comebacks eine erfolgreiche Partnerschaft erneuern: Honda und McLaren holten zwischen 1988 und 1992 mit Ayrton Senna, Alain Prost und Gerhard Berger am Steuer vier WM-Titel und 44 Grand Prix-Siege.

In unserer Fotogalerie blicken wir noch einmal zurück auf die erfolgreiche Ehe zwischen McLaren und Honda.

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Michael Schmidt

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