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Haug-Nachfolger

Toto Wolff neuer Mercedes-Rennleiter

Toto Wolff Foto: xpb 51 Bilder

Das Rätselraten um die Nachfolge von Norbert Haug hat ein Ende. Der Österreicher Toto Wolff wird neuer Mercedes-Rennleiter und Haugs Rolle in der DTM übernehmen. In der Formel 1 steht Wolff an der Spitze einer Investorengruppe, die die Anteile des Rennstalls von Aabar übernimmt.

21.01.2013 Michael Schmidt

Das neue Gesicht von Mercedes im Motorsport kommt aus Österreich. Toto Wolff übernimmt den Posten von Norbert Haug. Der 41-jährige Wiener ist kein Unbekannter in der Szene und er hatte bereits Verbindungen zu der Marke mit dem Stern. Wolff ist Aktionär bei der HWA AG und sitzt dort im Aufsichtsrat.

Im November 2009 kaufte er 20 Prozent des Williams-Rennstalls. Nach der Entlassung von Adam Parr wurde Wolff von Frank Williams als Interims-Teamchef eingesetzt. Außerdem betreibt der umtriebige Geschäftsmann eine Managementagentur, die unter anderem den neuen Williams-Piloten Valtteri Bottas vertritt.

Wolff und Lauda übernehmen Team-Anteile

Jetzt disponiert Wolff um. Er wird neuer Motorsport-Chef von Mercedes und damit auch das DTM-Programm leiten. Der Posten war seit der Trennung von Norbert Haug vakant. Durch die Verbindung mit HWA lag die Ernennung von Wolff auf der Hand. Mercedes hat mit seinem neuen Rennleiter sogar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Wolffs Investorengruppe übernimmt gleichzeitig 30 Prozent der Anteile des Formel 1-Rennstalls.

Wie der Stuttgarter Autobauer am Montag (21.1.2013) zudem offiziell mitteilte, wird auch Niki Lauda künftig mit zehn Prozent am Team beteiligt sein. Die Anteile gehörten ursprünglich dem Finanzinvestor Aabar aus Abu Dhabi. Die Araber hatten sich im November letzten Jahres vom Mercedes Formel 1-Team getrennt, nachdem man zuvor bereits seine 9,1 prozentige Beteiligung an der Daimler AG abgestoßen hatte.

Mit seinem neuen Posten bei Mercedes wird Wolff seinen Platz bei Williams räumen. Frank Williams dankte ihm zum Abschied und zeigte Verständnis für die Entscheidung. Nach Auskunft des Teamgründers soll Wolff seine Anteile an Williams zunächst behalten. Es ist allerdings gut möglich, dass er auf lange Sicht nicht bei zwei Teams gleichzeitig im Boot sitzen wird.

Zwei Österreicher kontrollieren F1-Team

Trotz der Verpflichtung von Wolff soll Ross Brawn Chef des Formel 1-Teams bleiben. Er wird zusammen mit Niki Lauda versuchen, den müden Tanker Mercedes wieder flottzumachen. Wolff wird zwar direkt beim Team im englischen Brackley sitzen, sich aber offenbar nicht direkt in sportliche und technische Belange einmischen.

Das könnte sich ändern, falls Ross Brawn die Wende nicht schafft. Der Druck auf die englische Fraktion von Mercedes nimmt zu. Und er kommt von zwei Österreichern.

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