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Mercedes bleibt dabei

Rosberg musste Sprit sparen

Rosberg Hamilton GP Malaysia 2013 Foto: Wolfgang Wilhelm 48 Bilder

Der Stallorder-Streit bei Mercedes geht in die zweite Runde. Nach Sportchef Toto Wolff hat nun auch Teamchef Ross Brawn Spritmangel bei Nico Rosberg als einen Grund für die Teamorder angegeben. Der Pilot hatte nach dem Rennen dementiert, dass er Benzin sparen musste.

26.03.2013 Tobias Grüner

Droht nach Red Bull nun auch bei Mercedes ein hausgemachter Streit? Teamchef Ross Brawn hatte Nico Rosberg nach dem Rennen zwar im Detail erklärt, warum er sich hinter Teamkollege Lewis Hamilton anstellen musste. Doch dem Piloten fehlte auch nach dem Gespräch das Verständnis für die Stallregie. "Ich akzeptiere die Entscheidung, wenn ich sie auch nicht einsehe", so Rosberg.

Vor allem die Begründung für die frühzeitige Festsetzung der Reihenfolge ist nach wie vor nicht ganz nachvollziehbar. Sportchef Toto Wolff hatte nach dem Rennen erklärt, dass beide Piloten mit der Spritmenge am Limit waren. Diese Version bestätigte ein Mercedes-Sprecher am Dienstag (26.3.2013) auch noch einmal gegenüber auto motor und sport.

Wie groß war Rosbergs Spritmangel?

Doch offenbar wusste Rosberg nichts davon. Nachdem er sich für die Antwort viel Zeit ließ, bestätigte er nach dem Rennen. "Ich musste nicht übermäßig Sprit sparen." Aus dem Team hörte man, dass Hamilton bei der Jagd nach den Red Bull deutlich mehr Gas gegeben und Sprit verbraucht hat. Die Frage ist nur wie viel?

Wie Ross Brawn gegenüber "Autosport" bestätigte, gingen beide Mercedes mit der gleichen Menge Benzin ins Rennen: "Wir haben in Sachen Sprit für beide Fahrer eine aggressive Strategie gewählt. Es ist immer ein Balance-Akt, zwischen der Zeit, die man mit mehr Sprit in der frühen Phase des Rennens verliert und den Kompromissen am Ende um überhaupt ans Ziel zu kommen."

Die Ingenieure können über die Telemetrie jederzeit berechnen, wie groß die Verbleibende Spritmenge ist und wie viel der Pilot genau sparen muss, um über die Distanz zu kommen. Ohne Regen und Safety-Cars war das Renntempo in Malaysia deutlich höher, als von den Ingenieuren vorher kalkuliert. Deshalb gab es über Funk genaue Anweisungen, wie man wieder auf den vorher kalkulierten Marschplan zurückkehren kann.

Hamilton musste früher vom Gas

Lewis Hamilton wurde zum Beispiel wiederholt aufgefordert, vor den Bremspunkten früher vom Gas zu gehen. Ein Formel 1-Auto verzögert alleine durch den Abtrieb der Flügel so stark wie ein Straßenauto bei einer Vollbremsung. Deshalb hält sich der Zeitverlust bei dieser Spritspar-Maßnahme in Grenzen. Außerdem kann das Benzingemisch umgestellt werden, so dass der Verbrauch (aber auch die Leistung) sinkt.

Laut Brawn war auch Rosberg auf einem Spritspar-Programm unterwegs, das gegen ein Überholen von Hamilton gesprochen hat. "Es gab keine Möglichkeit, weiter nach vorne zu kommen oder die beiden führenden Autos unter Druck zu setzen. Es war somit die risikoloseste Variante, beiden Fahrern zu sagen, dass sie ihre Position halten sollen."

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