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Stallregie bei Mercedes?

Rosberg wundert sich über Strategie

Schumacher vs. Rosberg Foto: Mercedes 56 Bilder

Mit den Plätzen fünf und sechs feierte Mercedes ein Traumergebnis in Indien. Doch nach dem Rennen gab es Diskussionen. Wurde Michael Schumacher durch die Boxenstrategie an Teamkollege Nico Rosberg vorbeigelotst?

30.10.2011 Michael Schmidt

Für Mercedes war es ein guter Tag. Michael Schumacher und Nico Rosberg belegten die Plätze fünf und sechs. Das gibt 18 Punkte auf das Konto der Silberpfeile. Damit egalisierte Mercedes das bislang beste Saisonergebnis beim GP Belgien. Doch diesmal fiel das böse Wort Stallregie.

Rosberg fühlt sich benachteiligt

Seit Runde 20 fuhren die Mercedes-Piloten im Konvoi. Da betrug Schumachers Rückstand auf Rosberg noch 6,5 Sekunden. Bis zur 42. Runde war der Abstand auf 2,6 Sekunden geschrumpft. Drei Runden später griff der Mercedes-Kommandostand in das teaminterne Duell ein und holte Rosberg zum Wechsel von weichen auf harte Reifen an die Box. Schumacher blieb fünf Runden länger auf der Strecke und zog kampflos vorbei. Bei dieser Reihenfolge blieb es bis ins Ziel.

Rosberg war beim Gang zu den TV-Interviews die Enttäuschung anzusehen. "Es war die Entscheidung der Boxenmauer, mich reinzuholen. Ich habe mich noch gewundert und gedacht, dass wir da einen Fehler machen. Wir wussten, dass die harten Reifen bei uns zwei Runden brauchen, bis sie Grip liefern."

Schumacher mit KERS-Trick am Start

Denen, die in Rosbergs frühem Stopp Einflussnahme der Regie vermuteten, erteilte Schumacher eine klare Absage. "Nicos Reifen waren am Ende. Er musste reinkommen. Ich hatte meine Reifen zu Beginn des Turns so gut wie möglich geschont." Die letzten beiden Runden vor Rosbergs Stopp geben Schumacher Recht. In Runde 43 holte der Rekordmeister drei Zehntel, in Runde 44 sechs Zehntel auf.

Der alte Mann der Formel 1 behielt auch zu Beginn des Rennens den Überblick. Schumacher machte eine verkorkste Qualifikation wie so oft bereits auf den ersten zwei Kilometern wieder wett. Der Sprung von Platz elf auf acht zeigt seine ganze Routine. "Ich habe beim Start auf KERS verzichtet, bin trotzdem ganz gut weggekommen und habe auf der Bremse meinen Startplatz verteidigt. Auch den Berg rauf durch Kurve zwei habe ich die Finger vom KERS-Knopf gelassen, bin in Kurve drei ganz außen geblieben und lag gegen die Toro Rosso-Piloten schon in einer guten Position. Die hatten ihren gesamten KERS-Vorrat bereits verschossen. So kam ich auf der langen Geraden locker vorbei."

Neue Strecke liegt Mercedes besonders gut

In der Phase, in der die Mercedes-Piloten um Platz fünf kämpften, fuhren sie auf abgefahrenen Reifen Rundenzeiten wie die Spitze. Schumacher will nicht zu viel in den Zwischenspurt hineininterpretieren. "Zu der Zeit sind Vettel und Button nur so schnell gefahren, wie sie mussten. Zum Schluss haben sie mit 1.27er Zeiten gezeigt, was sie können. Ich konnte, wenn alles passte, eine Zeit von 1.28,5 Minuten fahren. Dass die Reifen im zweiten Turn auch in einer so späten Phase guten Grip geliefert haben, lag auch daran, dass mein Auto perfekt ausbalanciert war."

Nico Rosberg schob das beste Rennen von Mercedes auch auf die Streckencharakteristik. "Wir hatten nichts Neues am Auto. Deshalb muss es die Strecke gewesen sein, die uns entgegenkam. Ich hätte schon im Training besser abgeschnitten, hätte ich meinen Versuch nicht abbrechen müssen."

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