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Mercedes rüstet auf

In zwei Jahren zehn neue Posten

12/2013, Top 75-Bilder der F1-Saison Foto: Wolfgang Wilhelm

Mercedes will mit Macht an die Spitze. In den letzten fünf Jahren wurde die Technikabteilung systematisch verstärkt. Alle Chefposten wurden durch Einkäufe von außen besetzt. Dafür muss Red Bull bluten. Fünf leitende Ingenieure werden das Meisterteam verlassen.

20.12.2013 Michael Schmidt

Das Mercedes-Ensemble ist jetzt komplett. Ross Brawn hat das Team verlassen. Sein Amt wird auf zwei Schultern verteilt. Die von Toto Wolff und Paddy Lowe. Der eine kam von Williams, der andere von McLaren. Das ist aber noch lange nicht alles. In den letzten zwei Jahren sind Niki Lauda und Ross Brawn groß auf Einkaufstour gegangen und haben bei der Konkurrenz geplündert. Nicht nur die Teamchefs. Der spektakulärste Transfer war der von Lewis Hamilton von McLaren zu Mercedes.

Neue Trainer für Hamilton

Hamiltons Verpflichtung hat sich schon ausgezahlt. "Lewis hat aus Nico noch mehr herausgeholt als das Michael Schumacher gelungen ist. Wir haben heuer den besten Rosberg gesehen, den es je gab. Unser Ziel, dass sich die Fahrer zu Höchstleistungen pushen, ist voll aufgegangen", lobt Lauda. Trotzdem macht Hamilton dem Management noch Sorgen. Der Engländer leidet zu sehr unter Stimmungsschwankungen. Sein Privatleben nimmt ihn zu sehr in Beschlag und lenkt von der Arbeit ab. Egal ob es die Hin-und-Wieder-Freundin Nicole Scherzinger ist, die Hunde, sein Musik-Tick oder die Hollywood-Allüren.

Deshalb bekommt Hamilton im nächsten Jahr neue Betreuung. Mercedes heuert nach dem Vorbild von Red Bull und McLaren Personal aus der Kader von Aki Hintsa an. Der finnische Arzt hat seine Physiotherapeuten und Mentaltrainer über die ganze Formel 1 verstreut. Auch Sebastian Vettel ist Kunde bei ihm.

Lotus und Red Bull müssen bluten

Das Technikbüro wurde in den letzten zwei Jahren komplett auf den Kopf gestellt. Zuerst heuerte Mercedes Bob Bell von Renault und Aldo Costa von Ferrari an. Bell übernahm 2011 die Rolle des technischen Direktors. Costa ist der Projektleiter der Fahrzeug-Entwicklung. Schritt für Schritt bekam er neue Abteilungsleiter an die Seite gestellt.

Mercedes wilderte dafür bei der Konkurrenz. Aerodynamikchef Mike Elliot kam im Sommer 2011 von Lotus. Auch Gerald Murphy arbeitete vorher bei Lotus. Ihm ist bei Mercedes die CFD-Abteilung unterstellt.  Der jüngste Coup ist die Verpflichtung von Mark Ellis im Bereich Fahrzeug-Dynamik und Giles Wood als Chefingenieur für Simulation und Entwicklung. Beide werden im Juni kommenden Jahres von Red Bull zu Mercedes stoßen.

Was ist bei Red Bull los?

Die Mercedes-Neuzugänge sind nach den Aerodynamikern Peter Prodromou und Dan Fallows zu McLaren und Shaun Whitehead zu Williams nun schon Nummer vier und fünf, die den Erfolgsrennstall verlassen. Angeblich haben sich Ellis und Wood selbst bei Mercedes beworben. Da stellt sich die Frage, was in Milton Keynes vor sich gegangen ist, so dass die Ingenieure scharenweise davonlaufen. Immer wieder ist von einem Streit zwischen der Aerodynamik und der Simulation zu hören. Entstanden ist er offenbar im Aerodynamikbüro.

Mercedes-Ingenieure zu Honda?

Gleichzeitig gibt es Gerüchte, dass Mercedes Motoreningenieure an Honda verloren hat. Das wird von Niki Lauda bestritten: "Stand heute ist, dass keiner von unseren Leuten zu Honda gegangen ist." Im Augenblick läuft in Brixworth alles nach Plan. Die Turbomotoren werden gerade auf den dynamischen Prüfständen samt Getriebe für den einzelnen Rennstrecken eingefahren. Die Kundenteams McLaren, Force India und Williams sollen in der ersten Januarwoche ihre erste Antriebseinheit bekommen.
 

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