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Enttäuschung bei Mercedes

Schumi fehlen vier Hundertstel

Michael Schumacher - Mercedes - Formel 1 - GP Kanada - 10. Juni 2012 Foto: xpb 75 Bilder

Mercedes hatte sich für das Qualifying von Montreal viel ausgerechnet. Mit den Plätzen fünf und neun für Nico Rosberg und Michael Schumacher konnte man die Erwartungen nicht ganz halten. Für beide lief der Samstag nicht reibungslos.

10.06.2012 Tobias Grüner

Lange Gerade, enge Schikanen, moderate Temperaturen - die Strecke in Kanada scheint dem Mercedes wie auf den Leib geschneidert. Doch am Ende konnten die Silberpfeil-Piloten die Hoffnungen der Fans nicht ganz erfüllen. Von den Startplätzen fünf und neun wartet auf Nico Rosberg und Michael Schumacher im Rennen noch jede Menge Arbeit.

Rosberg ohne Training ins Qualifying

Für Rosberg begann die Misere schon im dritten Training. Ein Defekt an einer Benzinleitung zwang den Shanghai-Sieger schon nach wenigen Metern zur Aufgabe. Den Rest der Sitzung musste sich Rosberg aus der Garage anschauen. Keine ideale Vorbereitung auf das Qualifying. Da sich die Bedingungen gegenüber Freitag deutlich verändert hatten, wären ein paar Trainingsrunden sicher hilfreich gewesen.

"Ich weiß nicht, wie viel das ausgemacht hat", analysierte Rosberg später. "Ich habe zu Beginn des Qualifyings etwas gebraucht, bis ich auf Tempo war. Am Ende habe ich mich aber wohl gefühlt." Mit Platz fünf konnte der Wahlmonegasse erfolgreich Schadensbegrenzung betreiben. "Wir hatten uns etwas mehr ausgerechnet. Ich denke aber, dass wir für das Rennen gut aufgestellt sind. Mit dem Sieg wird es sicher schwer. Aber das Podium muss unser Ziel sein."

Schumacher zu spät auf schneller Runde

Für Teamkollege Michael Schumacher dürfte die Champagner-Dusche außer Reichweite liegen. Ein Chaosrennen wie noch im Vorjahr ist nicht in Sicht. Auch am Rennsonntag soll es trocken bleiben. Von Platz neun aus geht es darum, endlich das Punktekonto aufzufüllen. Nach viel Technik-Pech in diesem Jahr stehen in der Statistik immer noch zwei magere Pünktchen für den Rekordchampion.

Und auch in Montreal war das Glück wieder nicht auf Schumis Seite. Als er seinen letzten Versuch starten wollte, geriet der Deutsche plötzlich in Zeitnot. "Im zweiten Sektor habe ich den Funkspruch bekommen, dass es wohl knapp werden würde. Ich habe dann alles gegeben, aber es hat nicht ganz gereicht." Vier Hundertstel zu spät überquerte der Silberpfeil die Ziellinie.

"Ich habe die roten Lichter noch nicht gesehen. Plötzlich habe ich über Funk die Ansage bekommen, dass es nicht gereicht hat und ich an die Box zurückkommen soll." Nach Einschätzung Schumachers wäre ohne das Malheur Platz vier möglich gewesen. Doch wie konnte es zu dem Fehler kommen?

Brawn entschuldigt sich für Teamfehler

Teamchef Ross Brawn suchte nach Erklärungen. "Wir sind zu Beginn des Trainings immer nur eine schnelle Runde gefahren. Am Ende haben wir dann die Taktik gewechselt und haben immer noch eine zusätzliche Aufwärmrunde eingefügt. Mit dem Verkehr, und dem Auftanken wurde im Q3 dann plötzlich die Zeit knapp. Auch die Kommunikation mit Michael war nicht ideal. Das tut mir leid für ihn."

Aber auch ohne den Fehler hätte es nicht für die Pole Position gereicht. Wo genau der Silberpfeil die Zeit verloren hat, konnte Ross Brawn selbst nicht sagen. "Da müssen wir erst die Daten analysieren. Das wahre Kräfteverhältnis wird sich aber wohl erst im Rennen zeigen. Mit mehr Sprit an Bord hoffen wir etwas näher dran zu sein."

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