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Mercedes stolpert über Fehler

Warum blieb Hamilton so lange auf der Strecke

Nico Rosberg - GP Korea 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Die Mercedes-Piloten landeten beim GP Korea nur auf den Plätzen 5 und 7. Das Podium war fest eingeplant. Nico Rosberg stoppte ein gebrochener Befestigungsbolzen der Nase. Lewis Hamilton fiel zurück, weil er zu lange auf zu schlechten Reifen fahren musste. Haben die Mercedes-Strategen da geschlafen?

08.10.2013 Michael Schmidt

Von den Startplätzen 2 und 4 fährt man normalerweise auf das Podium. Doch Lewis Hamilton und Nico Rosberg blieben nur die Ränge 5 und 7. Es war ein Rennen der verpassten Chancen. Fast so wie in Singapur oder Spa. Nico Roberg hatte den Speed für einen Platz auf dem Podium. Dann brach an seinem Auto rechts oben der Befestigungsbolzen der Nase. Da der Flügel nur auf einer Seite auf die Straße fiel, durfte Rosberg nach der ersten Schrecksekunde wieder Gas geben.

"Sie haben mich beruhigt, dass die Nase nicht abfallen und unter das Auto rutschen kann. Das hätte sonst einen Mega-Crash gegeben." Tatsächlich war die Frontpartie des Mercedes mit der Startnummer 9 so gut verankert, dass es 22 Sekunden dauerte, bis die Mechaniker das Teil endlich lösen konnten. Damit konnte sich Rosberg ein Podium abschminken. Platz 7 war Schadensbegrenzung. "Schade, weil ich mich echt sauwohl im Auto fühlte."

Hamilton hätte einen dritten Stopp gebraucht

Bei Lewis Hamilton war eher das Gegenteil der Fall. Der Engländer strapazierte im Gegensatz zu Rosberg den rechten Vorderreifen zu stark. Schon nach 20 Runden bettelte er am Funk um neue Reifen. Obwohl da die Phase des Körnens längst abgeschlossen war. Im Gegensatz zu den anderen kehrte der Grip bei Hamilton nicht mehr zurück.

Er verlor erst zwei, dann vier Sekunden auf die Konkurrenz und fluchte so stark am Funk, dass die Regie die Funksprüche für die Live-Übertragung ausblenden musste. Rosberg und Hülkenberg holten in Siebenmeilenstiefeln auf. Doch Hamilton musste bis Runde 28 aushalten, bis er an die Box durfte. Und ausgerechnet da passierte Rosbergs Flügelmisere, was den Teamkollegen zu einer weiteren Runde im Schneckentempo zwang, weil Rosberg Vorrang hatte. Das allein kostete Hamilton sechs Sekunden.

Wäre es nicht besser gewesen, den Engländer früher reinzuholen? "Ging nicht", erklärte Teammanager Ron Meadows. "Bei dem Reifenverschleiß hätte er die Restdistanz nicht geschafft und wäre ein drittes Mal an die Box gekommen." Immerhin klappten bei Mercedes die Boxenstopps. Mit 2.14 und 2.16 Sekunden legte die Crew von Hamilton einen neuen internen Rekord hin. "Ich glaube, das ist sogar absoluter Rekord für diese Saison", meinte Meadows.

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