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Mercedes überzeugt

Neue Pirelli-Mischungen für Bahrain

Nico Rosberg Pirelli GP Malaysia 2013 Foto: xpb 22 Bilder

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff erklärte in Malaysia überraschend, dass Pirelli demnächst neue Mischungen bringen will. Der Reifenausrüster weiß von nichts: "Wir analysieren die Situation. Aber noch gibt es keine Entscheidung", erklärte Pirelli-Sportchef Paul Hembery.

23.03.2013 Tobias Grüner

Hinter den Kulissen der Formel 1 tobt aktuell ein heftiger Reifenkrieg. Der Einfluss der sensiblen Pirelli-Gummis ist einigen Teams zu hoch. Paul Hembery, der Chef des Ausrüsters, sitzt zwischen den Stühlen. Er wird von allen Seiten belagert. Die einen wollen die aktuellen Reifen behalten, andere wollen neue Gummis.

Red Bull schneller als die Reifen?

Vor allem Red Bull und Mercedes kämpfen an vorderster Front, um die aktuelle Pirelli-Generation schnell wieder in Rente zu schicken. Beim Vettel-Team ist man der Meinung, dass die vier schwarzen Walzen von der Qualität nicht mit dem Auto schritthalten können. Man fühlt sich künstlich eingebremst.

Als Alternative zu neuen Reifen kam der Vorschlag auf, einfach wieder auf die Mischungen aus dem Vorjahr zu wechseln. Doch nun scheint sich Pirelli für eine andere Lösung entschieden zu haben. "Pirelli will den Reifen etwas verstärken. Er soll im unteren Temperatur-Bereich nicht ganz so sensibel sein", erklärte Mercedes-Sportchef Toto Wolff überraschend in Malaysia.

Mercedes rechnet mit Nachbesserung

Mercedes geht offenbar fest davon aus, dass es schon bald neue Gummis gibt. "Die Signale gibt es auf jeden Fall, dass sich die Mischung der Reifen verändern wird. Entweder in Bahrain oder danach. Die Struktur bleibt aber gleich", so Wolff. Nach Auskunft des Österreichers rennen Teams, die einen vermeintlichen Nachteil haben, Pirelli gerade die Türen ein. Dabei zeigt Wolff mit den Finger auf die anderen: "Wir machen das nicht. Wir versuchen uns so gut, wie möglich darauf einzustellen."

Nach Informationen von auto motor und sport gehört aber auch Mercedes zu den Kämpfern an vorderster Front, um eine Veränderung herbeizuführen. Zum anderen Lager gehört vor allem Lotus. Die schwarz-goldenen Autos gehen besonders sanft mit den Slicks um, wie man schon in Melbourne bei Kimi Räikkönen sehen konnte. Teamchef Eric Boullier bittet Pirelli, nichts zu ändern. "Wir sind bereit zu kämpfen."

Pirelli muss Reaktionen abwägen

Bei Pirelli will man offiziell noch nichts von einer Entscheidung wissen. "Wir analysieren immer noch die Situation aus Melbourne, wo wir niedrigere Temperaturen hatten. Aber Kimi hat dort auch 25 Runden am Stück mit einem guten Ergebnis abgespult. Wir untersuchen ständig die aktuelle Lage. Aber noch gibt es keine Entscheidung." In Bahrain ist ein Reifen für niedrigere Temperaturen auch sicher nicht besonders sinnvoll. Beim Rennen davor in China könnte das aber einigen Teams helfen.

Auf die Aussagen von Wolff angesprochen, erwiderte Hembery: "Viele wollen die Situation zu ihrem Vorteil verändern. Wenn wir das Gefühl haben, dass wir etwas ändern müssen, dann ändern wir etwas. Wenn es eine einstimmige Bitte der Teams gibt, dann werden wir auch handeln. Aber im Moment sind die Bitten definitiv nicht einstimmig. Wenn wir etwas tun, und plötzlich zwei, drei Autos nicht mehr konkurrenzfähig sind und andere plötzlich schneller werden, dann gibt es wieder ein neues Problem."

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