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Ferrari scheitert im Fahrwerk-Streit

Droht nun Protest in Melbourne?

Mercedes - Formel 1 - GP USA - Austin - 20. Oktober 2016 Foto: ams 31 Bilder

Ferrari wollte das Wunder-Fahrwerk von Mercedes und Red Bull beim Meeting der technischen Arbeitsgruppe abwürgen. Doch das Vorhaben scheiterte mangels Mitstreitern.

13.02.2017 Michael Schmidt 12 Kommentare

Am 7. Februar trafen sich die Technikchefs der Formel 1 zu einer turnusmäßigen Sitzung der Arbeitsgruppe in Genf. Es ging hauptsächlich um die „aktiven“ Fahrwerke von Mercedes und Red Bull. Sie befinden sich nach Meinung einiger Konkurrenzteams in einer Grauzone des Reglements. Vor allem bei Ferrari geht die Angst um, der Trick der beiden WM-Favoriten könnte die Meisterschaft automatisch zu deren Gunsten entscheiden.

Ferrari kämpft gegen Fahrwerkstricks

Deshalb hat sich Ferrari und eine kleine Gefolgschaft auf die geheimnisvollen Fahrwerke des Weltmeisters und seines Herausforderers eingeschossen. Es kontrolliert je nach Fahrzustand die Rollsteifigkeit und die Bodenfreiheit. Damit haben die beiden Top-Teams nicht nur fahrdynamische Vorteile. Auch die Aerodynamik profitiert, weil das Auto immer perfekt angeströmt wird.

Man weiß nur, dass sich das Auto auf der Geraden absenkt, um am Diffusor einen Strömungsabriss zu provozieren. Das steigert bei gleicher Flügeleinstellung den Top-Speed. Man weiß aber nicht, warum in schnellen Kurven nicht das Gleiche passiert.

Man hat auch gehört, dass das Fahrwerk beim Einlenken progressiv weicher wird. Je stärker der Lenkeinschlag, umso mehr. In langsamen Kurven mehr als in schnellen. Der Lenkeinschlag darf aber nicht als Information verwendet werden. Trotzdem reagiert das System in Abhängigkeit darauf.

FIA hält Fahrwerke für legal

Ferrari hat alles versucht hinter das Geheimnis zu kommen, ist aber gescheitert. Die Italiener haben die FIA mit Anfragen bombardiert in der Hoffnung, aus den Antworten Rückschlüsse zu ziehen. Doch alles, was Ferrari und andere Teams im Verdacht haben, wäre illegal.

Die FIA steht jedoch auf dem Standpunkt, dass sich Mercedes und Red Bull auf regelkonformen Boden bewegen. Auch das Abwerben von Ingenieuren brachte die anderen Teams nicht hinter das Geheimnis der Wunder-Fahrwerke. Offenbar ist der Kreis der Mitwisser extrem klein.

Ferrari nicht erfolgreich im Techniker-Meeting

Einige Technikchefs wollten die FIA auffordern, dass Mercedes und Red Bull die Hosen runterlassen müssen. Oder dass die FIA erklärt, warum das Fahrwerk ihrer Meinung nach legal ist. Doch die Kampagne verlief ergebnislos. Wie auch der Versuch von Ferrari, die Regeln rund um das Fahrwerk noch strenger zu schreiben, um Auswüchse zu verhindern.

Ferrari fand beim Technik-Meeting nur drei Mitstreiter. Zu wenig, um auf eine Regeländerung zu drängen. Es könnte jetzt darauf hinauslaufen, dass ein Team in Melbourne Protest einlegt, sollten Mercedes oder Red Bull dort überlegen sein. Dann müssten die Karten auf den Tisch.

Neuester Kommentar

Mich würde brennend das Ergebnis dieser Besprechung interessieren.

PeterSchlosser 9. Februar 2017, 10:34 Uhr
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