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Mercedes-Updates für Monza

Spa-Revanche mit neuen Flügeln

Mercedes GP Italien 2013 Foto: ams 24 Bilder

Mercedes blieb beim GP Belgien unter seinen Möglichkeiten. Heute weiß man in Brackley, dass die Fehler in der Abstimmung der Autos lagen. Die Mercedes-Piloten und Ingenieure sind deshalb für Monza zuversichtlich. Die Vorstellung in Spa lässt für Monza keine Rückschlüsse zu.

06.09.2013 Michael Schmidt

Mercedes wurde in Spa böse überrascht. Nach der Pole Position von Lewis Hamilton und der schnellsten Regenzeit von Nico Rosberg träumte man im silbernen Pavillon bereits vom vierten Saisonsieg. Am Ende gab es einen dritten und vierten Platz. 27 Sekunden hinter Sieger Sebastian Vettel.

Das Team sprach von einer Enttäuschung. So sind die Ansprüche gestiegen. "Vor einem Jahr wären wir mit diesen Platzierungen noch zufrieden gewesen", räumte Teamchef Ross Brawn ein. Die WM-Zweiten wollen sich in Monza mit einem neuen Heckflügel und einem für die Hochgeschwindigkeitsstrecke adpatierten Frontflügel für die Niederlage in Spa revanchieren. Die Bestzeit von Lewis Hamilton deutet an, dass die Richtung stimmt.

Zu viel Zeit in Eau Rouge verloren

Der neue Technik-Koordinator Paddy Lowe verrät, dass die falsche Fahrzeugabstimmung der Grund für die Probleme in Spa gewesen sei. Das Zusammenspiel zwischen Aerodynamik, Fahrwerk und Getriebeabstufung funktionierte nicht wie gewünscht. "Wir haben in Eau Rouge zu viel Zeit liegen lassen und sind zu spät auf unseren Top-Speed gekommen", blickt Nico Rosberg zurück. Offenbar auch, weil man die falsche KERS-Strategie benutzt hat. GPS-Messungen ergaben, dass die Red Bull-Piloten schon in der Eau Rouge-Kurve geboostet haben, Mercedes erst dahinter.

Die beiden Mercedes sind in der schnellsten Passage des Kurses zu stark aufgesetzt. Mit anderen Worten: Das Fahrwerk war zu weich, die Bodenfreiheit zu niedrig, das Getriebe zu kurz übersetzt. Ross Brawn führt auch noch den Reifendruck als Speedbremse an. "Der Luftdruck hat sich bei uns von seinem Startwert von 18 PSI anders entwickelt als offenbar bei einigen unserer Mitbewerber."

Hamiltons Sorge beim Bremsen

In Spa war Mercedes nur dritte Kraft. Das muss in Monza nicht zwingend auch so sein. "Spa und Monza stehen in Bezug auf das Aerodynamikpaket völlig allein da", erklärt Paddy Lowe. "Du baust ein Kit für Spa und eines für Monza. Wer in Spa Probleme hatte, kann in Monza trotzdem gut sein. Umgekehrt kann man nicht davon ausgehen, dass ein starkes Auto in Spa auch ein gutes in Monza ist."

Das sieht auch Rosberg so: "Monza verlangt ein ganz spezielles Paket. Wir gehen davon aus, dass wir hier besser aussehen." Lewis Hamilton spielt wie üblich den Optimisten: "Ich komme auf jede Strecke mit dem Gefühl, dass wir ein konkurrenzfähiges Paket haben."

Sorgen macht ihm nur das Layout von Monza. Bremsstabilität ist die halbe Miete. Und mit den Bremsen im Silberpfeil steht der Mercedes-Neuzugang immer noch auf Kriegsfuß. "In Monza brauchst du beim Bremsen Vertrauen ins Auto. Das Verhalten des Mercedes beim Bremsen ist anders als beim McLaren, weil sich das Auto beim Eintauchen nach vorne anders verhält.

Vettel verrät seinen Spa-Trick gegen Hamilton

Hamilton gab in Spa seine Führung schon nach 35 Sekunden an Sebastian Vettel ab. Was so spielerisch aussah, war in Wirklichkeit eiskalte Planung. Vettel verriet seinen Starttrick von Spa. "Ich habe beim Start nur ein bisschen KERS benutzt, um den Angriff von Rosberg abzuwehren. Aus La Source raus habe ich mich gezwungen, den KERS-Knopf nicht zu drücken. Lewis hat es gemacht und ist mir erstmal kurz weggezogen. Aber der Windschatten ist da so stark, dass ich mich bis Eau Rouge wieder ransaugen konnte."

"Das Sparen am Anfang hat sich gelohnt. Ich hatte für meinen Angriff hinter Eau Rouge noch 80 Prozent KERS-Vorrat zur Verfügung. Als ich oben über die Kuppe gekommen bin, habe ich auf den KERS-Knopf gedrückt. Wenn du da den Berg rauf 80 PS extra hast, fliegst du an deinem Gegner vorbei." Hamilton erwidert kleinlaut: "Ich hatte auch noch ein bisschen KERS-Power übrig, aber Sebastian kam so schnell angeflogen, dass Widerstand zwecklos."

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