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Mercedes von Pirelli-Limits gebremst

Eau-Rouge war der Schwachpunkt

Mercedes Lewis Hamilton GP Belgien 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Mercedes konnte in Spa nicht so glänzen wie zuletzt in Budapest. Dabei hatte man sich für den Ardennen-Klassiker große Hoffnungen gemacht. Nach dem Rennen hatte Ross Brawn bereits die Analyse parat. Die Silberpfeile wurden vor allem von den verschärften Setup- und Reifen-Limits eingebremst.

25.08.2013 Tobias Grüner

Lewis Hamilton und Nico Rosberg liefen in Spa auf den Plätzen 3 und 4 ins Ziel. "Wenn wir so ein Resultat vor 12 Monaten eingefahren hätten, wäre das wie Weihnachten gewesen", grinste Teamchef Ross Brawn etwas gequält. Doch an diesem Tag wollte keine rechte Freude im Silberpfeil-Lager aufkommen. "Es war respektabel, aber nicht so gut wie gehofft. Unsere Jungs waren etwas niedergeschlagen. Das ist aber ein gutes Zeichen. Die Erwartungen sind gestiegen."

Lewis Hamilton konnte seine Führung von der Pole Position nicht lange genießen. Direkt nach der Eau Rouge wurde er schon in Runde 1 von Sebastian Vettel geschnappt. "Lewis ist leicht weggerutscht. Dann ist Sebastian vorbeigefahren. Und das war es. Danach waren sie einfach schneller als wir. Vor allem in den ersten Runden. Red Bull war wohl auch etwas mutiger mit den Reifen. Wir hatten da ein paar Sorgen."

Pirelli-Vorgaben machen Mercedes zu schaffen

Die Sorgen und die Vorsicht erwiesen sich als unbegründet. Wie schon in Budapest hielten die Pirelli-Gummis bei Mercedes genauso lange durch wie bei der Konkurrenz. Nur die Pace stimmte nicht so ganz. "Wir waren in Sektor 1 nicht so gut dabei. Vor allem in Eau Rouge. Dafür hatten wir guten Grip in der letzten Kurve. Das war etwas seltsam. Weil wir da vorher ein paar Probleme hatten", rätselte Brawn.

Einen Grund für den mangelnden Speed sah der Teamchef in den für Spa noch einmal verschärften Limits in Sachen Reifendruck und Radsturz, die von der FIA und Pirelli vorgegeben wurden. "Das müssen wir noch besser verstehen", gab Brawn zu. "Wir mussten mit mehr Luftdruck fahren als wir wollten. Und der vorgegebene Radsturz war geringer als wir wollten. Das war zwar für alle gleich, aber das hat für uns wohl etwas größere Folgen."

Monza entscheidet über Entwicklungsplan

In Monza will Mercedes aber schon den nächsten Angriff wagen. Spa sei nicht unbedingt aussagekräftig für das zweite Highspeed-Rennen im Kalender. Die Tiefstapelei von Red Bull-Teamchef Christian Horner quittierte Brawn mit einem Grinsen. Red Bull werde wohl nicht so stark auftreten wie in Spa, hatte der Kollege zu Protokoll gegeben.

"In der Vergangenheit gab es schwächere Rennen von Red Bull. Rennen, bei denen man schon vorher wusste, dass sie Probleme bekommen. Aber sie haben hart an den Schwächen gearbeitet. Das gilt alos nicht mehr. Wir haben selbst allerdings auch noch etwas für Monza und Singapur geplant." Danach will man je nach WM-Stand entscheiden, wie der Entwicklungsplan bis zum Saisonende aussehen soll.

Über den Titel denkt man bei Mercedes allerdings noch nicht nach. "Wir kämpfen momentan mehr mit uns selbst als mit den anderen", so Brawn. Wenn sich doch noch eine Chance ergeben sollte, will man auf jeden Fall zur Stelle sein. "In 8 Rennen gibt es noch 200 Punkte. Wer weiß? Kimis Lauf ging heute zu Ende. Wir werden nicht aufhören, es zu probieren."

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