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Mercedes vor Konstrukteurs-Titel

Es fehlen noch 25 Punkte

Rosberg & Hamilton - GP Russland 2014 Foto: xpb 71 Bilder

Mercedes steht vor seinem ersten Titel. Wenn Lewis Hamilton und Nico Rosberg beim GP Russland 25 Punkte sammeln, dann ist die Konstrukteurs-WM im Kasten. Nico Rosberg hat andere Sorgen. Er muss jetzt anfangen, Zähler auf Hamilton gutzumachen. Die beste Möglichkeit ergibt sich beim Start.

11.10.2014 Michael Schmidt

Bis jetzt gehört das Sochi-Wochenende Lewis Hamilton. Der Engländer war im Schnitt drei Zehntel schneller als Nico Rosberg. Im Abschlusstraining schrumpfte der Abstand auf exakt 0,200 Sekunden. "Meine Runde war nicht ganz optimal", gab Hamilton zu. Rosberg erkannte die Leistung seines Teamkollegen an. "Lewis war das ganze Wochenende über schneller. Ich konnte die Lücke einfach nicht schließen. Am meisten Zeit lasse ich in Kurve 2 liegen." Das ist der erste große Bremspunkt der Strecke.

Rosberg setzt jetzt seine ganze Hoffnung auf das Rennen. "Meine größte Chance ist der Start. Dann wird es schwierig mit dem Überholen. Die Reifen bauen kaum ab. Vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit, wenn man mit dem ersten Reifensatz länger draußen bleibt." Hamilton würde nicht auf ein Einstopprennen wetten. "Heute sieht es so aus. Aber da die Strecke immer schneller wird, werden auch die Reifen immer härter rangenommen."

Ein historischer Moment

Für Mercedes könnte der 12. Oktober ein historischer Tag werden. Noch 25 Punkte fehlen bis zum ersten Konstrukteurs-Titel in der GP-Geschichte der Silberpfeile. Für die Seriensiege 1954 und 1955 gab es keine Pokale. Die Marken-Weltmeisterschaft wurde erst 1958 eingeführt, acht Jahre nach der Geburt der Formel 1-Weltmeisterschaft. Erster Gewinner war die britische Marke Vanwall.

Nico Rosberg freut sich auf den Moment, der hauptsächlich die Teammitglieder belohnt. "Ich bin seit der ersten Stunde 2010 dabei. Es war ein langer, schwerer Weg. Für die Leute im Team ist es ein wichtiger Meilenstein. Sie bekommen auch einen Bonus dafür." Ob auch er dazuzählt, ließ der WM-Zweite offen.

Teamchef Toto Wolff fühlte sich zum ersten Mal auf dem Heimflug vom GP Japan befreit. "Ich bin eigentlich ein Zweckpessimist. Aber nach dem Doppelsieg in Japan muss selbst ich sagen, dass es kaum noch möglich ist, diesen Titel aus der Hand zu geben." Ein bisschen Vorfreude darf sein: "Es ist schön, dass ausgerechnet wir an die Erfolge der 50er Jahre anknüpfen können. Der Titel war unser Anspruch. Aber in diesem Geschäft zählt immer nur das nächste Ziel. Sollte die Konstrukteurs-WM im Kasten sein, steht die Fahrer-WM auf dem Plan."

Keine lange Leine für die Fahrer

Die Fahrer dürfen trotzdem noch nicht ohne Rücksicht auf Verluste gegeneinander kämpfen. Die Kollision von Spa geistert immer noch in den Köpfen herum. "Seitdem gilt die Prämisse, dass man sich nicht ins Auto fährt. Und das bleibt auch so", erklärt Wolff den Verhaltenskodex. "Spa war wichtig für die Entwicklung unseres Teams. Es könnte nicht blöder laufen, als dass wir Punkte liegen lassen, und dann gibt es mit der Lotterie in Abu Dhabi ein Szenario, dass Ricciardo noch Weltmeister werden kann."

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