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Formel 1-Test, Barcelona, 21.2.2012, Michael Schumacher, Mercedes GP 31 Bilder Zoom

Mercedes W03-Premiere: Hydraulik verhagelt das Debüt

Michael Schumacher verbrachte die letzten zwei Stunden des ersten Testtages mit dem neuen Auto im Motorhome. Ein Hydraulikschaden hatte seinen Mercedes W03 lahmgelegt. Trotzdem präsentierten sich der Weltmeister, Ross Brawn und Technikchef Bob Bell guter Dinge.

Vier Tage lang war nichts passiert, und dann hat es doch Zoom gemacht. Am Nachmittag des ersten Testtages von Barcelona blieb der neue Mercedes W03 in der Garage. Michael Schumachers Arbeitstag war nach 51 Runden beendet. Damit blieb seine Zeit von 1.24,150 Minuten vom Vormittag stehen. Sie bedeutete Platz sechs.

Neuer Silberpfeil ist ein Fortschritt

Der siebenfache Weltmeister machte trotzdem einen aufgeräumten Eindruck. Man konnte ihm den vorsichtigen Optimismus abnehmen, denn ein guter Schauspieler war Schumacher noch nie. Ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen, fiel das Fazit zuversichtlich aus.

"Der erste Eindruck ist einigermaßen positiv. Ein Vergleich mit dem Vorjahr fällt schwer, weil sich die Regeln geändert haben. Es war unser vierter Tag im neuen Auto, und zum ersten Mal hatten wir ein technisches Problem. Wir können auf jeden Fall sagen: Potenzial ist da."

Den neuen Mercedes mit seinem Vorgänger zu vergleichen fällt schon deshalb schwer, weil sich nicht nur die Reifen, sondern auch die aerodynamischen Rahmenbedingungen geändert haben. Ohne angeblasenen Diffusor fehlt im Heck jede Menge Abtrieb. Doch der Rekordsieger hat seine eigenen Parameter, wie er zwei grundverschiedene Autos miteinander vergleicht.

"Die Balance von Kurveneingang bis Kurvenausgang, das Fahrverhalten im Vergleich zwischen schnellen und langsamen Kurven und eben der berühmte erste Eindruck." Und der stimmt. Schumacher destilliert daraus, dass der neue Silberpfeil ein Fortschritt ist, "nur wie groß, das kann ich jetzt noch nicht sagen."

Mehr Zeit für Mercedes-Aerodynamiker

Da fehlt ihm auch noch der Vergleich mit der Konkurrenz. Für Schumachers Abendprogramm ist bereits gesorgt: "Ich werde mir die Rundenzeiten der einzelnen Fahrer übereinanderlegen und einige Parameter miteinander vergleichen."

Schumacher gibt dem alternativen Timing von Mercedes Recht. Lieber spät und richtig als früh und mit Pannen. "Die Mechanik ist ja bereits seit einiger Zeit fertig, aber so konnten wir unseren Aerodynamikern mehr Entwicklungszeit geben. Außerdem sind wir die einzigen, die echte Referenzdaten für die Reifen haben. Die neuen Reifen sind wieder mehr ein Formel 1-Reifen, so wie in der Vergangenheit", stellt der 43-jährige Ewigjunggebliebene zufrieden fest.

Ross Brawn hakte den ersten Testtag ebenfalls als gelungene Premiere ab, auch wenn ihn der Hydraulikdefekt am Ende ärgerte. "Ich bin einigermaßen happy, So happy wie man nach einem ersten Testtag sein kann. Das Auto macht, was es machen soll und es bestätigt die Daten, die wir vorher ermittelt haben. Jetzt beginnt der Prozess des Kennenlernens. Die Fahrer müssen herausfinden, wie sie das Potenzial maximal nutzen können."

Mercedes-Pannen von 2011 sollen sich nicht wiederholen

Technikdirektor Bob Bell führte noch einmal aus, warum Mercedes mit einer anderen Entwicklungsstrategie in die neue Saison gehen musste. "Für uns war der verspätete Beginn richtig, für andere wäre er das vielleicht nicht gewesen. Das ist immer abhängig davon, in welcher Situation man steckt. Wir mussten einen Rückstand aufholen. Deshalb war es wichtig, den Aerodynamikern so viel Zeit wie möglich zu geben, ohne bei der Produktion der Teile Kompromisse einzugehen."

Bob Bell, der Renault und Fernando Alonso 2005 und 2006 zum WM-Titel geführt hatte, ging schonungslos mit der Vergangenheit um. "Wir sind im letzten Jahr mit einer Reihe von Pannen und Problemen in die Saison gestartet und diesen ständig hinterhergelaufen. Gleichzeitig mussten wir einen Rückstand auf die Konkurrenz aufholen. Das wollten wir dieses Jahr unter allen Umständen vermeiden."

Das ist offenbar geglückt. Bereits am Prüfstand zeigte sich, dass die Probleme mit der Kühlung der Vergangenheit angehören. "Den Reifenabbau können wir erst auf der Rennstrecke überprüfen. Es sieht aber so aus, als hätten wir auch da alles richtig gemacht." Ross Brawn ist noch vorsichtig: "Das Reifenbild wird für alle im Moment von den tiefen Temperaturen bestimmt. Warten wir ab, bis wir nach Malaysia kommen."

Bob Bell ist einer, der nicht lange um den heißen Brei herumredet. Er weiß, dass er am Erfolg des neuen Mercedes gemessen werden wird. "Wenn er nicht funktioniert, muss ich meinen Kopf hinhalten." Offenbar hat er keine Angst, dass sein Kopf rollen wird. "Bis jetzt kann ich nichts erkennen, von dem ich sagen könnte, dass es falsch ist."

Michael Schmidt

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xpb

Datum

21. Februar 2012
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