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Mercedes warnt vor Red Bull

"Müssen Entwicklungskurve hochhalten"

Nico Rosberg - Mercedes - Formel 1 - GP Malaysia - Sepang - 29. März 2014 Foto: xpb 19 Bilder

Im dritten Training packten die Mercedes-Piloten den Hammer aus. Sie distanzierten die Konkurrenz um 1,1 Sekunden und mehr. Im Regen schrumpfte der Abstand auf 55 Hundertstelsekunden. Deshalb ist man bei Mercedes trotz der zweiten Pole Position von Lewis Hamilton gewarnt.

29.03.2014 Michael Schmidt

Beim GP Australien egalisierte Lewis Hamilton die 32 Trainingsbestzeiten von Nigel Mansell. Zwei Wochen später zog der Mercedes-Pilot mit der britischen Rennlegende Jim Clark gleich. Dass Hamilton von "James Clark" sprach und er daraufhin von Sebastian Vettel korrigiert wurde, sorgte für einen Lacher in der Pressekonferenz. Hamilton meinte demütig: "Es ist unglaublich, wie ich Woche für Woche mit Leuten verglichen werde, die ich tief verehre."

Zu weit vor Vettel um ihn aufzuhalten

Hamilton schlug Sebastian Vettel um die Winzigkeit von 0,055 Sekunden. Ein bisschen mehr wäre bei zwei optimalen Versuchen noch drin gewesen, meinte der Trainingsschnellste. "Ein Mal hing ich hinter Hülkenberg fest." Nico Rosberg startet wie in Australien vom dritten Platz. Die Affäre mit Vettel wischte er mit einer Handbewegung weg. "Sebastian lag zweieinhalb Sekunden hinter mir. Ich konnte ihn bei all der Gischt nicht sehen. Außerdem lag ich viel zu weit vor ihm, um ihn aufzuhalten."
 
Im dritten Training hatten Rosberg und Hamilton gezeigt, was die Silberpfeile wirklich können, wenn sie von der Kette gelassen werden. Da war es noch trocken. Der schnellste Ferrari lag 1,1 Sekunden zurück, der beste Red Bull 1,3 Sekunden und Nico Hülkenberg im Force India 1,5 Sekunden.

Damit erklären sich die knappen Zeitabstände am Freitag nur so. Mercedes war mit deutlich mehr Sprit unterwegs. Wer seine Kinderkrankheiten schon aussortiert hat wie Mercedes, der fährt am Freitag ein normales Programm. Red Bull und Ferrari müssen noch üben, um das Maximum aus ihren Antriebseinheiten zu holen. Das macht man nicht mit vollen Tanks.

Rosberg braucht keinen Weckruf

Hamilton, Rosberg und Teamchef Toto Wolff warnen dennoch vor zu viel Selbstgefälligkeit. Die Regenzeiten von Red Bull und Ferrari zeigen, dass da zwei schnelle Autos unterwegs sind, die noch an ihren Motordefiziten arbeiten müssen. "Im Regen kann das auch ein Vorteil sein. Wir haben im Moment sicher mehr Power, und da tun wir uns im Regen schwerer, die auf den Boden zu bringen", resümierte Wolff.

Trotzdem ist Mercedes gewarnt. "Ich brauche keinen Weckruf", antwortet Rosberg, "weil ich davon ausgehe, dass Red Bull die Lücke schließen wird." Wolff ergänzt: "Red Bull war vier Jahre lang die Messlatte. Wir machen uns da keine Illusion. Die werden zurückkommen, und dafür müssen wir unsere Entwicklungskurve hochhalten." Und punkten, wenn man noch überlegen ist. "Die frühen Punkte sind extrem wichtig. Wir müssen sie aufklauben", fordert Wolff.

Regen macht die Piste immer schlechter

Rosberg räumt Vettel im Regen sogar eine Siegchance ein. Es wird schon auf trockener Piste schwer genug. "Weil es wieder geregnet hat. Die Piste war schon am Samstag nach dem Regen am Freitagabend ganz anders. Es gab viel weniger Grip. Das wird sich nach dem Regen heute noch verschlimmern. Die Longruns am Freitag können wir vergessen. Das wird eine Reise ins Ungewisse", fürchtet Rosberg.

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