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Mercedes will Renault helfen

Austausch von Knowhow und Teilen

Formel 1 - F1- Renault - Motor - V6-Turbo - MGU-H - MGU-K Foto: Renault F1 (Screenshots) 19 Bilder

Mercedes hat großes Interesse daran, dass Renault in der Formel 1 bleibt. Ein Ausstieg der Franzosen wäre politisch ein schwerer Schlag gegen die Hybrid-Formel. Die beiden Autokonzerne arbeiten schon auf der Straße zusammen. Das soll jetzt auch auf der Rennstrecke passieren.

19.09.2015 Tobias Grüner

Renault steht auf der Kippe. Prinzipiell will der französische Autokonzern Lotus kaufen. Aber nur unter der Bedingung, dass Bernie Ecclestone den auferstandenen Nationalrennstall dann auch als privilegiertes Team einstuft. Konzernchef Carlos Ghosn will von Ecclestone schriftliche Garantien. In dem Poker, bei dem sich jeden Tag das Blatt wendet, gibt es jetzt wieder positive Signale. Lotus soll auf Kosten von Renault nach Singapur gereist sein.

Das größte Problem von Renault ist der Motor. Die 2015er Version war gegenüber dem Vorjahr ein Rückschritt. Gleiche Power, schlechtere Fahrbarkeit, dazu noch eine deutlich höhere Defektrate. Die 12 Token, die Renault in die Saison 2015 gerettet hat, blieben bis jetzt ungenutzt. Vier davon sollen beim GP USA eingelöst werden.

Renault-Mercedes-Zusammenarbeit auch bei Serienentwicklung

Renault braucht dringend Nachhilfeunterricht, wenn man die Lücke zu den besten Motoren schnell schließen will. Mercedes wäre bereit, seinem Partner in der Serien-Entwicklung Hilfestellung bei Knowhow und Komponenten zu geben. Denkbar wäre eine Zusammenarbeit im Bereich des Turboladers, der Batterien und der Elektromaschinen. Mercedes, Renault und der Japan-Ableger Nissan betreiben bei Straßenautos bereits gemeinsam Motorenentwicklung. Der Smart und der Renault Twingo werden auf der gleichen Plattform gebaut.

Für Mercedes ist es wichtig, dass Renault bei der Stange bleibt. Steigen die Franzosen aus, müsste man die Hybrid-Formel als gescheitert betrachten. Sie wurde von der FIA ins Leben gerufen, um neue Hersteller anzulocken. Nicht um sie zu vertreiben. Die Teamleitung von Mercedes bestätigte auf Nachfrage, dass man einer Kooperation mit Renault in der Formel 1 positiv gegenüber steht.

Motorenumbau erfordert neues Getriebe und Chassis

Lotus läuft die Zeit davon. Das 2016er Auto ist für den Mercedes-Motor konzipiert. Carlos Ghosn hatte allerdings in französischen Medien gefordert, dass ein Renault-Werksteam mit Renault-Motoren fahren müsse. Der Motorenabteilung von Renault würde ein Jahr Pause nicht viel helfen. Die wahren Probleme zeigen sich nicht auf dem Prüfstand, sondern auf der Rennstrecke.

Für Lotus wäre der Umbau auf den Renault V6-Turbo ein Klimmzug. Auch wenn man die Architektur des Motors kennt. "Wir brauchen ein neues Getriebe. Die Installation und die Anordnung der Kühlung ist völlig anders. Das würde auch Änderungen beim Chassis nach sich ziehen", erklärt Einsatzleiter Alan Permane. Andererseits käme bei einer Übernahme durch Renault richtig Geld in die Kasse. Renault plant sein Formel 1-Comeback mit einem Mercedes-Budget. Wenn es jemals abgesegnet wird.

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