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Mercedes zu inkonstant

Silberpfeile auf Achterbahnfahrt

Michael Schumacher GP Bahrain 2012 Foto: Reinhard 51 Bilder

In China jubelte Mercedes noch über den Sieg von Nico Rosberg. In Bahrain verschwanden die Silberpfeile im Getümmel und blieben blass. Die Temperaturen spielten einfach nicht mit. Nico Rosberg wurde Fünfter, Michael Schumacher Zehnter.

24.04.2012 Bianca Leppert

Alle Mercedes-Fans, die sich erhofft hatten, nach dem Sieg von Nico Rosberg in China würde es nun so weitergehen, wurden in Bahrain enttäuscht. Die Silberpfeile waren beim Gastspiel im arabischen Wüstenstaat zu keiner Zeit in der Lage um den Sieg mitzureden.

Haug verteidigt Rosberg-Manöver

Der fünfte Startplatz von Nico Rosberg war schon nicht die beste Ausgangslage. Der Angriff auf die Spitze musste schnell abgeblasen werden. Nach der ersten Runde überquerte der Shanghai-Sieger die Ziellinie nur noch als Neunter. Danach war er ständig in Zweikämpfe verwickelt. Am Ende gab es mit Rang fünf ein Ergebnis, dass Rosberg gerade noch als "okay" einstufte.

Für das Manöver gegen Fernando Alonso und Lewis Hamilton musste er allerdings noch kurz zu den Rennkommissaren, die sprachen ihn aber in beiden Fällen frei. "Nico hat sicherlich mit allem was möglich war, seinen Platz verteidigt, aber ich habe keine Gefährdung gesehen", verteidigte Mercedes-Sportchef Norbert Haug seinen Schützling anschließend.

Michael Schumacher blieb ebenfalls blass. Der Altmeister konnte seinen Reifenjoker nicht ausspielen und blieb lange im Verkehr hängen. Platz zehn war die Ausbeute eines schwierigen Rennens für den siebenmaligen Champion, der nach dem Rennen über die zu große Bedeutung der Pirelli-Reifen schimpfte.

Mercedes hätte gerne mehr Hitze

"Der Umgang mit den Reifen war generell in Ordnung - aber nicht ganz auf den Punkt. Die Temperatur hat sich im Rennen geändert", analysiert Haug. In China kam Mercedes vor allem deshalb so gut mit den Reifen zurecht, weil die Temperatur während des Rennens konstant blieb.

Haug sieht das Ergebnis in Bahrain pragmatisch. "Wir waren schon ganz ordentlich dabei. Eigentlich hatten wir mit mehr Hitze gerechnet und uns das auch gewünscht", sagt er. "Aber McLaren war heute auch nicht schneller als wir. Letztes Mal waren wir das beste Team, heute waren wir das drittbeste Team. Es ist alles dicht beieinander in der Fahrerwertung. Wir haben eine vernünftige Basis."

Die ist in diesem Jahr besonders wichtig, denn die Statistik des vierten Siegers im vierten Rennen zeigt, dass es in der Formel 1 enger als je zuvor zugeht. Die Formel 1 ist eine Wundertüte. Je nach Strecke und Temperaturbedingungen, profitiert mal der eine, mal der andere. "Es gibt nicht mehr die klassischen drei Top-Teams. In dieser Saison haben wir eine Handvoll Siegerautos", so Haug.

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