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Mercedes zufrieden mit Hamilton

Wollen keinen Schumi-Klon

Hamilton Rosberg GP Australien 2013 Foto: xpb 73 Bilder

Laut Teamchef Ross Brawn verfügt Mercedes über die besten Fahrerpaarung der Formel 1. Lewis Hamilton muss eine Lücke füllen, die Michael Schumacher hinterlassen hat. Brawn betont: "Wir wollen keinen Klon von Michael."

14.03.2013 Tobias Grüner

Die Chemie stimmt bei Mercedes. Seitdem sie im Alter von 13 Jahren erstmals gegeneinander im Kart angetreten sind, haben Nico Rosberg und Lewis Hamilton ein freundschaftliches Verhältnis geprägt. In Australien treten sie nun auch zum ersten Mal in der Formel 1 mit gleichem Material gegeneinander an. Beide freuen sich schon auf das Duell.

Hamilton bei Mercedes glücklich

"Es ist der Start in eine neue Ära. Das ist ein tolles Gefühl, das man gar nicht so genau beschreiben kann", erklärte Neuzugang Hamilton in Melbourne. "Es ist schön, nach so langer Zeit noch solche Gefühle haben zu können. Ich könnte glücklicher nicht sein." Auch Rosberg ist zufrieden: "Bei den Testfahrten hat sich gezeigt, dass wir gut harmonieren. Zum Beispiel war unser Feedback an die Ingenieure sehr ähnlich."

Teamchef Ross Brawn traut dem Frieden aber nicht. "Noch läuft es gut. Aber wir haben noch nicht erlebt, wie es in der Hitze des Gefechts aussieht. Es werden in der Saison sicher auch schwierige Momente kommen, in denen Frust herrscht. Beide fahren auf einem ähnlich hohen Level. Aber sie sind so erfahren, dass sie solche Situationen aus eigener Kraft bewältigen können."

Hamilton bringt frischen Wind

Brawn wollte noch keine Prognose abgeben, welcher seiner Piloten sich in der ersten Saison durchsetzen wird. "Wir haben die beste Fahrerpaarung der Formel 1. Lewis ist für Nico ein neuer Gradmesser. Schon gegen Michael (Schumacher) hat er bewiesen, was er drauf hat. Lewis ist sicher eine große Herausforderung. Ich erwarte aber keine großen Unterschiede zwischen den beiden."

Von Schumacher war knapp vier Monate nach seinem letzten Rennen kaum mehr eine Rede. Nur Brawn erinnerte noch einmal kurz an den Rekordchampion: "Wenn jemand wie Michael das Team verlässt, dann hinterlässt das natürlich eine große Lücke. Die ersten Wochen mit Lewis hätten aber besser nicht laufen können. Er bringt einen eigenen Stil und frischen Wind mit. Wir wollen auch gar keinen Klon von Michael."

Hamilton lernt Einradfahren

Das gute Verhältnis der beiden Piloten sei aus Teamsicht zu begrüßen. "Wenn sich zwei Teamkollegen bekriegen, dann raubt das dem Team immer Energie. Wir müssen uns nicht mit solchen Nebenschauplätzen befassen. Das macht das Team stärker", so Brawn. Mercedes-Sportchef Toto Wolff weiß aber auch: "Auf der Strecke werden beide mit dem Messer zwischen den Zähnen fahren. Beide sind extrem ehrgeizig. Aber neben der Strecke erwarte ich keine Spielchen."

Das war früher ganz anders. Zu Kartzeiten haben sich die beiden noch einige Späße miteinander erlaubt. "Das können wir in der Formel 1 natürlich nicht mehr machen. Das ist etwas ernster. Wir sind voll auf unseren Job fokussiert", erklärt Rosberg.

Hamilton wird es sicher nicht akzeptieren, wenn ihm der eigene Teamkollege vor der Nase rumfährt. Das machte er mit einer Anekdote aus der gemeinsamen Vergangenheit deutlich: "Zu Kartzeiten ist Nico immer mit dem Einrad herumgefahren. Das wollte ich auch können", so Hamilton. "Und nach zwei Stunden hat er es gekonnt", lobt Rosberg seinen neuen alten Teamkollegen.

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