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Mercedes zwiegespalten

Rosberg will Regen, Hamilton Sonne

Lewis Hamilton - GP Brasilien 2013 Foto: xpb 99 Bilder

Ist der Mercedes ein gutes Regen-Auto oder nicht? Lewis Hamilton und Nico Rosberg sind da unterschiedlicher Meinung. Der eine wünscht sich feuchte Bedingungen für den Rest des Wochenendes, der andere hofft auf trockenen Asphalt.

22.11.2013 Tobias Grüner

Normalerweise sind sich Piloten aus einem Team einig, wenn es um den Wetterwunsch geht. Bei Mercedes ist das anders. Während Nico Rosberg nach dem Freitagstraining einen Regentanz aufführt, würde Teamkollege Lewis Hamilton die Wolken am liebsten wegblasen.

"Ich war früher im Regen immer gut. Aber in diesem Jahr komme ich einfach nicht zurecht. Das war die schlechteste Saison meiner gesamten Karriere, was die Pace im Regen angeht", schimpfte Hamilton nach dem komplett nassen Auftakt in das Brasilien-Wochenende.

Hamilton mit Selbstkritik

Dass sich Hamilton auf feuchtem Geläuf nicht wohlfühlt, war von außen einfach zu sehen. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Session legte der Brite Dreher auf den Asphalt. Vor allem der Highspeed-360° am Nachmittag, den Hamilton gekonnt abfing, war sehenswert – allerdings nicht die schnellste Variante, den 4,309 Kilometer lange Kurs zu umrunden.

Auch die Zeitentabelle zeigte, dass Hamilton nicht den besten Tag erwischte. Rang 5 klingt erst einmal nicht schlecht. Mehr als 8 Zehntel Rückstand auf Teamkollege Rosberg sind allerdings ein deutliches Zeichen. Die gute Leistung des zweiten Silberpfeils ist ein Teil der Frustration Hamiltons. "Nico zeigt, was möglich ist. Es liegt sicher nicht am Auto. Also muss es an mir liegen."

Rosberg fährt auch im Schnee

Bei Rosberg war die Stimmung dagegen prächtig. "Heute ging es ab wie Schmidts Katze. Das Auto fühlt sich gut an im Regen. Das war schon das ganze Jahr so", strahlte der Blondschopf nach seinen beiden Bestzeiten. Im Gegensatz zum Teamkollegen hielt Rosberg sein Auto stets in der richtigen Fahrtrichtung.

Trotz der guten Leistung blieb Rosberg allerdings vorsichtig: "Man darf das Resultat von heute nicht überschätzen. Man weiß nicht, wie die Spritmengen bei den anderen ausgesehen haben. Am Ende waren außerdem alle mit gebrauchten Reifen unterwegs. Ich erwarte, dass Red Bull auch im Regen vor uns sind."
 
Gerne würde Rosberg seinem Landsmann Vettel den 9. Sieg in Serie vermasseln. Ein bisschen Hoffnung ist da – solange es feucht bleibt. "Vielleicht kann ich die bei Nässe etwas mehr ärgern als sonst. Da werden die Karten neu gemischt." So leicht, wie es von außen aussah, war es im Cockpit aber nicht. "Mit den Intermediates ist es schwer ans Limit zu gehen, vor allem in den schnellen Kurven. Mit den richtigen Regenreifen hat man mehr Vertrauen." Wünscht sich Rosberg also viel statt wenig Regen? "Egal. Kann auch schneien", grinst der Pilot.

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