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Michael Schumacher: Aufholjagd wie in alten Zeiten

Rosberg  Schumacher Rennen GP Belgien 2011

Michael Schumacher hatte seinen Fans nach dem Crash im Qualifying eine gute Show im Rennen versprochen. Er sollte sein Wort halten. Von Rang 24 ging es bis auf Platz fünf nach vorne.

Nach viel Kritik in dieser Saison sah man mal wieder gut gelaunte Gesichter im Silberpfeil-Lager. Wo anders als in Spa sollte Michael Schumacher ein Lebenszeichen abgeben. Alle, die den Rekordchampion schon abgeschrieben hatten, wurden eines Besseren belehrt. Wie so oft zeigte Schumi seine beste Leistung als die Situation am aussichtslosesten war.

Schumacher macht in einer Runde zehn Plätze gut

Die Ausgangslage hätte nicht schlechter sein können. Nachdem der Silberpfeil im Qualifying ein Rad verloren hatte, musste der Kerpener das Feld von ganz hinten aufrollen. Doch wie so oft legte Schumacher los wie die Feuerwehr. Alleine in der ersten Runde schoss der Silberpfeil-Pilot von Rang 24 bis auf Platz 14 nach vorne. In der turbulenten Startphase vermied der 42-Jährige mit all seiner Routine Feindkontakt und preschte nach vorne.

Der Vorwärtsdrang war damit noch längst nicht gestoppt. Bei der Aufholjagd halfen aber auch die gute Strategie und ein bisschen Glück mit, das seit seinem Comeback nicht immer an Bord war. Schon in Runde vier wurde Schumi den ungeliebten Medium-Reifen los, auf dem er genau wie Jenson Button das Rennen begann. In Runde 13 kam dann die Safety-Car-Phase zur Hilfe, die die Rückstände zum vorderen Mittelfeld wieder neutralisierte.

Rosberg auf harten Reifen chancenlos

Da lag Schumacher schon auf Rang neun. Die Jagd nach weiteren Punkten konnte beginnen. Vitaly Petrov und Adrian Sutil hatten gegen den heranstürmenden Mercedes nichts entgegenzusetzen. Das letzte Opfer war ausgerechnet sein Teamkollege Nico Rosberg. Der zweite Silberpfeil musste am Ende die härtere Mischung aufziehen und war ebenfalls chancenlos gegen den soft-bereiften Altmeister. Erst auf Rang fünf war der Husarenritt beendet.

"Ein wundervolles Ende eines wundervollen Wochenendes hier in Spa", erklärte Schumacher, der am Abend zuvor noch sein 20. Jahr in der Formel 1 feierte. "Mehr als der fünfte Platz war heute nicht drin. Aber 19 Plätze gutzumachen gibt einem ein gutes Gefühl. Mit allen Fans, Freunden und der Familie hier war das eine Extra-Motivation. Insgesamt gab es heute viele Emotionen und viele Überholmanöver."

Mit den Plätzen fünf und sechs konnte das Mercedes-Team das beste Mannschaftsergebnis der Saison feiern. 18 Punkte gab es für das Teamkonto - nur Red Bull sammelte an diesem Spa-Wochenende mehr.

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