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Michael Schumacher

Berger rät Schumi zum Aufhören

Gerhard Berger & Niki Lauda Foto: xpb 45 Bilder

Gerhard Berger zählte zu den größten Befürwortern des Comebacks von Michael Schumacher. Drei Jahre später steht der siebenfache Weltmeister wieder vor einer Entscheidung. Berger rät seinem Ex-Konkurrenten: "Es ist Zeit aufzuhören."

02.10.2012 Michael Schmidt

Diese Frage wird die Szene noch eine Weile beschäftigen: Macht Michael Schumacher weiter oder hört er auf? Die Formel 1 braucht den Rekordsieger. Schumacher ist immer noch der Mann, der für die längsten Schlangen bei den Autogrammjägern sorgt, der die TV-Quoten nach oben treibt, und der die kontroversen Geschichten im Fahrerlager schreibt.

Doch tut sich der 43-jährige Altmeister einen Gefallen damit? Kratzt er damit nicht an seinem eigenen Denkmal? Oder hätte es nicht einen ganz besonderen Reiz, wenn Schumacher in einem Sauber Lewis Hamilton im Mercedes schlägt?

Schumacher gehört zu Ferrari, Red Bull, McLaren oder Mercedes

Gerhard Berger zählte 2010 zu denen, die Michael Schumachers Comeback begrüßten. Und jetzt rät er dem erfolgreichsten Formel 1-Fahrer aller Zeiten aufzuhören. "Ich würde es Michael vergönnen, wenn er noch einen Platz fände, weiterzufahren. Doch jetzt ist eigentlich Zeit, etwas anderes zu machen. Irgendwann muss man sich eingestehen, dass man im Alter in einem professionellen Sport auf höchstem Niveau nicht ewig weitermachen kann."

Bei der Comeback-Bilanz lässt der ehemalige Ferrari-Pilot keine Ausreden gelten: "Ob es nun Pech, oder Unfälle oder technische Versagen war, das ihn gebremst hat, spielt keine Rolle. Nach Punkten liegt er deutlich hinter Rosberg. Es ist ohnehin schon unglaublich, dass er mit einem Jungen wie Rosberg mithalten konnte."

Auf Schumachers Chancen anderswo unterzukommen angesprochen meint Berger: "Erst muss er mögen, aber der Markt muss auch ihn mögen. Soll er zu Sauber oder Williams? Nein, ein Schumacher gehört zu Ferrari, Red Bull, McLaren oder Mercedes. Alles andere kann für ihn keine Alternative sein."

Berger: "Hamilton-Wechsel nachvollziehbar"

Den Wechsel von Lewis Hamilton zu Mercedes kann Berger nachvollziehen. Aus beiden Blickwinkeln, auch wenn zunächst eher Mercedes als Hamilton profitiert: "Da kann man Mercedes nur gratulieren. Mit Hamilton und Rosberg haben sie jetzt eine Bomben-Fahrerpaarung. Wahrscheinlich die beste, die man haben kann. Wenn du Hamilton haben kannst, musst du ihn holen."

Auch für Hamilton hat Berger Verständnis. "Die meisten Fahrer brauchen nach drei, vier Jahren bei einem Team einen Tapetenwechsel. Das bringt neue Motivation. Natürlich ist der McLaren das bessere Auto, aber der Reiz besteht jetzt darin, aus dem Mercedes das bessere Auto zu machen."

Die Entscheidung von McLaren, auf Sergio Perez zu setzen, kann Gerhard Berger nur halb verstehen: "Die Leistung von Perez ist okay, aber da stand sicher auch der finanzielle Background und der mittelamerikanische Markt im Visier. Für mich wäre eher Paul di Resta auf der Hand gelegen. Das ist von den jungen Fahrern der Mann, den man haben muss."

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