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Fünfjahres-Plan bei Mercedes

Verlängert Schumacher bis 2014?

Michael Schumacher GP Monaco 2011 Foto: xpb 153 Bilder

Der Transfermarkt spielt verrückt. Michael Schumacher lässt sich durch die Krise bei Mercedes nicht aus der Ruhe bringen. Der Rekordchampion spricht von einem Fünfjahresplan. Demnach müsste Schumacher nach Ablauf seines Vertrages 2012 um zwei weitere Jahre bei Mercedes verlängern.

10.06.2011 Michael Schmidt

An Michael Schumachers Halsband hängt ein schweres Kreuz. Sucht der erfolgreichste Formel 1-Fahrer aller Zeiten göttlichen Beistand in schweren Zeiten wie diesen? Nach sechs Grand Prix liegt er mit 14 Punkten auf Platz elf der Fahrerwertung. Teamkollege Nico Rosberg steht nicht viel besser da. Der Anspruch vor der Saison war ein anderer. Da hatte man vorsichtig von GP-Siegen geträumt.

Ferrari- und Red Bull-Erfolg nach fünf Jahren

Schumacher lässt sich von dem mühsamen WM-Start nicht aus der Ruhe bringen. Dazu ist er viel zu lange im Geschäft. Er weiß, dass manche Missionen in der Formel 1 etwas länger dauern. "Red Bull hat auch fünf Jahre gebraucht, bis sie Weltmeister geworden sind. Und ich musste bei Ferrari ebenfalls fünf Jahre warten. Warum sollten wir es in eineinhalb Jahren schaffen? Wir sind doch alle keine Zauberer."

Er mag sich an seine erste Ferrari-Saison 1996 erinnert haben, als ihm die Bild-Zeitung nach drei Ausfällen in Folge zurief: "Schumi, steig aus der roten Gurke aus." Was zunächst nach einer Pleite aussah, mündete fünf Jahre später in einer beispiellosen Erfolgsserie. Was Schumacher vergisst: Er hat in seiner ersten Ferrari-Saison drei Rennen gewonnen. Davon ist er im Moment weit entfernt. Die Konkurrenz war damals allerdings auch nicht so stark wie heute. Red Bull, McLaren und Ferrari schlägt man nicht einfach so, nur weil der Stern auf der Nase klebt.

Mercedes braucht Zeit um das Auto zu verstehen

Als der Altmeister im Dezember 2009 bei Mercedes für drei Jahre unterschrieb, da stand der achte WM-Titel auf der Agenda. "Ich sehe mich durchaus noch im Plan, auch wenn es im Moment schwer verständlich erscheint. Das Auto hat Potenzial, aber wir können es nur hin und wieder nutzen. Wir haben eine Baustelle vor uns, die nicht auf die Schnelle aufzuräumen ist. Manchmal stehen beim Prozess Probleme zu lösen Schikanen im Weg, und es dauert etwas länger die zu umschiffen. Von dem, was ich von Ross Brawn weiß, sind wir auf dem richtigen Weg."

Was Schumacher mit seinen Andeutungen meint, sind einige gewagte technische Konzepte in seinem Auto, die noch nicht so funktionieren wie sie sollten. Die Hinterachse, die Kühlung und der Auspuff zählen dazu. Alles prinzipiell richtig gedacht, aber mit Nebenwirkungen behaftet. Das sind die Baustellen, von denen Schumacher spricht. Die Mercedes-Ingenieure glauben, dass sie eines Tages davon profitieren, wenn sie die Technik einmal beherrschen. Der Mercedes GP W02 sieht zwar nicht unbedingt so aus, aber er ist ein deutlich komplizierteres Rennauto als der Seriensieger Red Bull. Manchmal aber liegt das Erfolgsgeheimnis in den simplen Lösungen.

Schumacher will nicht vor dem Erfolg abtreten

Schumacher redet bereits wieder von der nächsten Saison. "Wir werden 2012 von dem profitieren, was wir in diesem Jahr lernen." Seine Kritiker von der britischen Insel, die ihn schon in die Rente schreiben wollten, werden sich noch etwas gedulden müssen. Den Gefallen, früher auszusteigen, wird er ihnen auf keinen Fall tun. Eher das Gegenteil ist der Fall.

Schumacher denkt trotz seines Alters langfristig. Mindestens bis zu seinem Vertragsende 2012, aber wahrscheinlich auch darüber hinaus. Sollte der Knoten bei Mercedes 2012 tatsächlich aufgehen, dann ist der siebenfache Weltmeister nicht der Typ, der einem Nachfolger Geschenke macht. Dann will er den Erfolg auch ernten. Wenn Schumacher von fünf Jahren Anlaufzeit spricht, dann gibt es nur eine Logik: Er muss nach Ablauf seines Vertrages für zwei weitere Jahre bei Mercedes unterschreiben.

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