Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Michael Schumacher

Falschparker und Temposünder

Michael Schumacher GP Ungarn 2012 Foto: dpa 60 Bilder

Bei Michael Schumacher Grand Prix von Ungarn lief alles schief, was schieflaufen konnte. Es begann mit dem 17. Startplatz und endete mit einer freiwilligen Aufgabe in der 59. Runde. Wir erzählen ihnen Schumachers Leidensweg dazwischen.

29.07.2012

Michael Schumacher hätte gewarnt sein müssen. Schon in seiner entscheidenden Qualifikationsrunde war er vom Pech verfolgt. Pastor Maldonado war 200 Meter vor ihm von der Strecke abgekommen und hatte eine Sandspur auf die Ideallinie gelegt. Die Runde konnte Schumacher abschreiben. Deshalb auch der 17. Startplatz. Wer auf dem Hungaroring von so weit hinten startet, geht mit wenig Hoffnungen in ein Rennen, bei dem Überholen schwieriger ist als in Monte Carlo.

Schumacher parkt in der falschen Reihe

Die Pannenserie setzte sich am Sonntag fort. Als Schumacher in die Startaufstellung rollt, bleibt er auf dem 19. statt auf dem 17. Platz stehen. Starter Charlie Whiting hat von seinem Turm aus den Eindruck, dass vor ihm Kamui Kobayashi nur zögerlich seine Startbox bezieht und Schumacher deshalb vielleicht abgelenkt ist.

Schumacher selbst bemerkt den Irrtum nicht: "Ich war der Meinung, dass ich richtig stand." Heikki Kovalainen auf dem Startplatz hinter dem Mercedes-Piloten hat dagegen sofort gesehen, dass hier etwas nicht stimmt: "Ich habe an meine Box gefunkt, dass er auf meinem Platz stand. Ich habe gehofft, dass Charlie mithört und den Fehler bemerkt." Auch Pedro de la Rosa in der letzten Startreihe wusste direkt, dass irgendwas falsch läuft. "Ich weiß nicht, wer Schuld daran war. Ich wusste nur, dass ich auf der falschen Position stand. Zum Glück ist hier in Ungarn auch der 25.Startplatz aufgezeichnet."

Schumacher nicht regelkundig

Whiting muss den Start abbrechen und schaltet die Ampel auf gelbes Blinklicht. Schumacher stellt daraufhin freiwillig den Motor ab. "Das war früher immer so", entschuldigte sich der Routinier. Das stimmt und stimmt nicht. Bis 2005 wurde das Rennen tatsächlich für fünf Minuten unterbrochen. Doch im Jahr darauf wurde die Regel geändert.

Seit 2006 wird sofort in die zweite Formationsrunde gestartet. Der Trainingsschnellste Lewis Hamilton ist offenbar auch nicht ganz sattelfelst in Bezug auf das Reglement und starrt erst einmal Starter Charlie Whiting an. Der bedeutet ihm durch Winken, dass er weiterfahren soll. Alle gehen in die zweite Formationsrunde, nur Schumacher nicht.

Rennen beginnt mit Plattfuß und Durchfahrtsstrafe

Die Streckenposten schieben den immobilen Mercedes in die Boxengasse. Dort wird der Motor angelassen, und der Rekordsieger fährt an die Boxenausfahrt. Leider um 11,4 km/h zu schnell. Dafür hätte es eigentlich eine Geldstrafe geben müssen, denn der Vorfall passiert eindeutig vor Beginn des Rennens. Jetzt machen die Sportkommissare einen Fehler. Sie verpassen Schumacher eine Durchfahrtsstrafe. Damit kann der Mercedes-Pilot das Rennen endgültig vergessen.

Zu allem Überfluss kommt in der ersten Runde auch noch ein Plattfuß dazwischen. Wieder Boxenstopp. Nach 59 Runden nimmt Mercedes seinen Altmeister aus dem Rennen. Vom 18. Platz, eine Runde hinter Spitzenreiter Lewis Hamilton war kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Da schonte Mercedes lieber den Motor und verschaffte sich die Möglichkeit, mit einem neuen Getriebe in fünf Wochen in den GP Belgien zu starten.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden