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Wie sieht Schumis Zukunft aus?

Schumacher: "Ich werde nicht sehr leiden"

GP Indien 2012 Michael Schumacher Sebastian Vettel Foto: xpb.cc 153 Bilder

Michael Schumachers Tage in der Formel 1 sind gezählt. Aber er fürchtet sich nicht, sondern freut sich auf das, was danach kommt.  "Ich bin zu 100 Prozent mit mir im Reinen", sagt er.

01.11.2012 Bianca Leppert

Michael Schumacher muss in diesen Tagen ein Dejà-vu nach dem anderen erleben. Mit jedem Tag rückt sein zweites Karriereende näher. In alltäglicheren Berufen läuft es genauso – die einen freuen sich auf die Rente, die anderen grübeln, wie es weitergeht. Schumacher gehört dieses Mal zur zweiten Sorte. Er wird nicht das Gefühl haben müssen, eine Chance nicht genutzt zu haben.


Schweizer Gelassenheit?

"Natürlich hat mir der Motorsport viel gegeben und dieses Kapitel endet nun. Aber ich glaube nicht, dass ich sehr leiden werde. Es gibt zu viele Sachen, die ich machen kann", meint Schumacher. Andere Rentner denken vielleicht über Kaffeefahrten oder Backgammon-Nachmittage nach, doch dafür ist der siebenmalige Weltmeister mit 43 Jahren noch zu jung. So tiefenentspannt, als hätte er in Indien einen Yoga-Kurs belegt, sagt er: "Es gibt jede Menge Ideen, ich werde meinen Weg schon finden."

Der Wahl-Schweizer scheint die Gelassenheit der Eidgenossen übernommen zu haben und will sich nicht hetzen lassen. Fragen zu seiner Zukunft wehrt er ab. Warum auch ausgerechnet jetzt hetzen, wo er alle Zeit der Welt zu haben scheint? Schumacher bereut nichts. "Ich bin zu 100 Prozent mit mir im Reinen", sagt er. "Ich finde, dass es einen guten Nachfolger gibt und freue mich auf die Zukunft. Wenn ich hätte fahren wollen, dann hätte es Möglichkeiten gegeben. Ich hätte mich frühzeitig für Mercedes entscheiden können, aber das war zu diesem Zeitpunkt keine Option für mich."

Vielleicht wird er in Zukunft auf anderer Ebene mit Mercedes weiterarbeiten. Eine Botschafterrolle wäre eine Option. Aber selbst darauf will sich Schumi nicht festlegen. Im Vordergrund steht, diese Saison erst einmal abzuschließen. Setzt sich der Trend aus den vergangenen Rennen fort, wird er dabei aber nicht viel Spaß haben.

Schumi nicht genervt

"Der Trend geht nicht in die richtige Richtung", sagt Schumacher. "Wir konnten am Anfang um Podestplätze kämpfen und haben uns dann sukzessive nach hinten entwickelt. Das ist ein Trend, der natürlich bedenklich ist." Da kann einem schon mal die Motivation flöten gehen. Warum noch anstrengen, wenn doch sowieso keine Lorbeeren mehr zu holen sind? Schumi sieht das aber ganz anders.

"Ich bin nicht genervt", meint er. "Wenn ich die letzten drei Rennen meiner Ferrari-Zeit mit diesen Rennen vergleiche, ist das sicher nicht das gleiche, keine Frage. Da war noch bis zum vorletzten Rennen die Meisterschaft im Fokus. Und hier fahren wir Punkte ein, wenn wir können. Trotzdem sehe ich das wie in Indien. Ich war früh aus dem Rennen raus und man überlegt, ob man das Auto abstellen soll, um das Auto zu schonen. Aber dann fällt einem ein, dass man nicht mehr so viele Rennen hat. Man denkt sich: Lass doch noch ein bisschen herumfahren und schauen, was dabei herauskommt. Es hat dann auch noch Spaß gemacht.“ Und deswegen ist Schumacher schließlich überhaupt erst in die Formel 1 zurückgekehrt.

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