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Michael Schumacher beim GP Japan

Schumi mit starker Leistung in Suzuka

Rosberg vs. Schumacher in Japan Foto: xpb 32 Bilder

Mercedes GP-Pilot Michael Schumacher hatte allen Grund, nach dem Großen Preis von Japan mit sich selbst und seinem Auto zufrieden zu sein: Der Ex-Weltmeister sah das Ziel auf Platz sechs - und vielleicht wäre sogar noch mehr möglich gewesen.

10.10.2010

Nach harter Kritik in den letzten Rennen erinnerte Michael Schumacher in Japan wieder an die guten, alten Zeiten, in denen er sechs Mal in Suzuka gewinnen konnte. In Runde 28 machte Schumi auf ungewöhnliche Weise deutlich, wie gut er 2010 in Japan unterwegs war.

Schumacher im Duell gegen Rosberg

Nach seinem Boxenstopp in Runde 23 kehrte Schumacher auf Platz neun wieder auf die Piste zurück. Sein Vordermann war plötzlich Teamkollege Nico Rosberg. Der Wiesbadener war auf einer anderen Strategie unterwegs als Schumacher, denn er hatte seinen einzigen Stopp bereits in der ersten Rennrunde vorgenommen, als das Safety-Car auf die Bahn kam. Rosberg plante somit, die verbleibende Renndistanz von 52 Runden auf einem Reifensatz zu bestreiten.

Schumacher befand sich nach seinem Boxenstopp direkt hinter Rosberg und begann sofort sichtbar zu drängeln. In Runde 28 fragte der Kerpener bei der Teamführung an, ob Rosberg ihn nicht vorbeilassen könne, was in Anbetracht der frischen Reifen und des offensichtlich besseren Speeds als berechtigtes Anliegen erscheinen musste.

Keine Stallregie bei Mercedes GP

Teamchef Ross Brawn beschied die Anfrage knapp und deutlich: "No team orders, but you have to be sensible about your move." Zu deutsch: Rosberg würde nicht freiwillig Platz machen, aber Schumacher hätte überholen dürfen, wenn es gefahrlos möglich gewesen wäre. Aber das war es natürlich nicht.

Ob das die richtige Entscheidung gewesen war, kann bezweifelt werden. Schumacher war wegen der unterschiedlichen Strategien zu diesem Zeitpunkt klar schneller unterwegs als Rosberg. Zum Vergleich: Schumacher fuhr die siebtschnellste Rennrunde, Rosberg liegt nur auf Platz 14 dieser Wertung. Zwischen den schnellsten Rennrunden der Teamkollegen liegen 1,3 Sekunden.

Schumacher nimmt Rücksicht auf den Teamkollegen

Und eingedenk der Tatsache, dass der im Rennen vor Schumacher auf Platz fünf klassierte McLaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton mit massiven Getriebeproblemen zu kämpfen hatte und immer langsamer wurde, wäre für Schumacher womöglich sogar noch eine Platzverbesserung möglich gewesen.

Schumacher zum Duell mit seinem Teamkollegen: "Ich habe gemerkt, dass ich mit den frischeren Reifen schneller fahren konnte. Aber Nico hat sich sehr gut verteidigt und sich clever breit gemacht. Ich hatte nicht viele Chancen. Nur einmal gab es eine Möglichkeit in der Schikane. Wenn es nicht mein Teamkollege gewesen wäre, wäre ich wohl vorbei gewesen."

Qualifying-Probleme im Rennen behoben

Im Zeittraining hatte Schumacher noch ein Problem mit dem F-Schacht zu beklagen und konnte sich daher nur für Startplatz zehn qualifizieren. Im Rennen funktionierte der Mercedes MGP W01 dann jedoch tadellos, so dass Schumacher an seine guten Trainingsleistungen vom Freitag nahtlos anknüpfen konnte, wo er immer vor seinem Teamkollegen lag.

"Das Auto hat gut funktioniert. Das konnte ich in diesem Jahr leider nicht in jedem Rennen sagen, was nach außen leider nicht immer sichtbar war. Heute war es endlich einmal so, wie ich es mir vorstelle. Warum der F-Schacht im Rennen plötzlich funktioniert hat, nachdem er im Qualifying noch etwas verrückt gespielt hat, weiß ich aber auch nicht."

Schumacher gelang am Ende dennoch eine Platzverbesserung, weil bei Rosberg in Runde 48 ein Defekt an der Hinterradaufhängung auftrat und der Wiesbadener seinen Wagen im Kiesbett abstellen musste.

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