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Michael Schumacher

Nicht mit meinem Bruder

Foto: dpa

Kein Bruderduell im selben Team, keine Motivationsprobleme, keine Angst vor der Konkurrenz und keine Rücktrittsgedanken: Michael Schumacher hat sich bei seinem ersten Medienauftritt im neuen Jahr selbstsicher, ehrgeizig, zuversichtlich und vor Tatendrang sprühend präsentiert.

15.01.2004

"Ich will wieder den Titel", kündigte der sechsmalige Formel-1-Weltmeister am Donnerstag (15.1.) beim traditionellen Ferrari-Treffen im Skiparadies Madonna di Campiglio seinen siebten Streich an. Allerdings rechnet Schumacher damit, dass das Titelrennen wie schon im Vorjahr erst auf der Zielgeraden entschieden werden könnte. "Es war knapp und es wird wieder knapp", sagte er. "Aber ich habe keine Angst."

Völlige Klarheit im Gegensatz zum offenen WM-Ausgang herrscht für Schumacher dagegen in der Frage des ständig in den Fokus gerückten Bruderduells. Der 35 Jahre alte Kerpener schloss definitiv aus, mit seinem sechseinhalb Jahre jüngeren Bruder Ralf jemals für den selben Rennstall anzutreten: "So wie die Klitschko-Brüder nie gegeneinander boxen, so fahren wir nie im gleichen Auto gegeneinander - wobei wir auch nicht gegeneinander boxen wollen." Ein Hauptgrund dafür sei, dass es im direkten Vergleich immer einen Sieger und einen Verlierer gebe. "Das will keiner von uns", erklärte Schumacher.

WM-Titel: Lieber Barrichello als Bruder Ralf

Als Verlierer will der "rote Schumi" seinen weiß-blauen Bruder aber auf jeden Fall im WM-Rennen sehen. "Ich hoffe, dass dies nicht das Jahr von Ralf wird", widersprach er der Weissagung des gemeinsamen Managers Willi Weber, 2004 werde das Jahr des jüngeren Schumachers. "Wenn es passiert, bleibt es wenigstens in der Familie", meinte der Seriensieger. Wenn schon ein anderer als er selbst in der am 7. März in Melbourne beginnenden Saison triumphieren sollte, wäre ihm allerdings sein Teamkollege Rubens Barrichello "lieber".

Die am Vortag von Ferrari bekannt gegebene Vertragsverlängerung mit dem Brasilianer bis 2006 bezeichnete Schumacher als die beste Entscheidung. "Es gab nur diese Wahl." Es herrschten eine tolle Atmosphäre im Team sowie stabile und optimale Verhältnisse auf der Fahrer- und Managementseite.

Die Kontinuität, das gute Betriebsklima und die verheißungsvollen sportlichen Aussichten haben Schumachers glänzende Motivation weiter gesteigert. Der Nimmersatt ist trotz seiner sechs WM-Triumphe und 70 Grand-Prix-Siege so erfolgshungrig wie bei seinem Karrierestart. "Ich hatte nie den leisesten Zweifel weiter zu machen. Ich brauche ein Lenkrad und vier Räder", sagte der sich selbst als Sportenthusiast bezeichnende Ausnahmekönner. "Ich habe keinerlei Problem, mich zu motivieren, weil ich liebe, was ich tue."

Ein Rücktritt käme für Schumacher erst dann in Frage, wenn er nicht mehr stark genug ist, seinem Teamkollegen Paroli bieten zu können. «"ch muss konkurrenzfähig sein", sagte er. So denkt der mit Abstand dienstälteste Fahrer auch eher an eine Fortsetzung seiner Bilderbuchkarriere. "Wenn ich mich 2006 so gut fühle wie jetzt, ist das möglich."

Nach Karriere-Ende: Schumi startet in Le Mans

Nach seiner F1-Karriere kann sich Schumacher einen Start bei den legendären 24 Stunden von Le Mans durchaus vorstellen. "Für die Zukunft will ich das nicht ausschließen. Ich fuhr da schon einmal 1990", sagte der Ferrari-Pilot. So lange er aber in der Formel 1 fahre, trete er bei dem Langstreckenklassiker für Sportwagen und Prototypen nicht an. "Dafür braucht man eine spezielle Vorbereitung."

In Italien gab es Spekulationen, der Kerpener und sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello könnten bereits in diesem Juni in einem Maserati in Le Mans starten. Der sechsmalige Champion hatte vor 14 Jahren vor seiner Grand-Prix-Karriere als damaliger Mercedes-Junior im Silberpfeil erste Erfahrungen auf der nordfranzösischen Hochgeschwindigkeitsstrecke gesammelt.

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