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Michael Schumacher

"Pole Position war möglich"

Top 3 Qualifying GP England 2012 Foto: xpb 74 Bilder

Bei Michael Schumacher läuft es gerade gut. Dritter Platz in Valencia, dritter Startplatz in Silverstone. Beide Platzierungen kamen überraschend. Doch es lag sogar noch mehr drin. Hätte Mercedes das Top Ten-Finale nicht mit Regenreifen begonnen, um dann auf Intermediates zu wechseln, wäre sogar die Pole Position möglich gewesen.

07.07.2012 Michael Schmidt

Im Qualifying von Silverstone lief am Anfang gar nichts für Michael Schumacher. Da fiel der Rekordchampion in sieben Rennen fünf Mal aus. Und als er in Monte Carlo die schnellste Trainingsrunde fuhr, musste er fünf Startplätze zurück. Jetzt wendet sich gerade das Blatt für den Altmeister. Fortuna steht wieder auf seiner Seite. In Valencia schaffte Schumacher seinen ersten Podiumsplatz seit dem GP China. In einem Rennen, in dem er das nicht unbedingt erwartet hatte.

Schumacher lobt Timing der Rennleitung

Zwei Wochen später steht Michael Schumacher in Silverstone auf dem dritten Startplatz. Auch das kam überraschend. Wie Fernando Alonso war der Mercedes-Pilot eigentlich schon aus dem Rennen. Beim Abbruch in der zweiten K.O.-Runde der Qualifikation lag Schumacher außerhalb der Top Ten. Wie Alonso drehte sich der Rekordsieger in Becketts von der Strecke. "Aber zwei Kurven früher als Fernando. Bei mir war mehr Platz als bei ihm. Ich musste nur den Rückwärtsgang einlegen, um mit den Hinterreifen nicht ins Kiesbett zu geraten."

Es blieben noch genau 6.19 Minuten sich zu qualifizieren. Die FIA pfiff das Training nach einer Stunde und 32 Minuten wieder an. "Exakt zum richtigen Zeitpunkt", lobte Schumacher. "Wir haben den Rest des Trainings in den besten Teil des Nachmittags reingekriegt." Der Regen stoppte für 22 Minuten. Pünktlich mit der Zielflagge setzte er wieder ein.

Mercedes muss kurzfristig umrüsten

Schumacher qualifizierte sich locker für das Top Ten-Finale. Auf Regenreifen. Und dann fuhr er genauso sicher auf den dritten Startplatz. Auf Intermediates. Auf dem Weg dorthin war Zittern angesagt. Mercedes begann den Showdown mit Regenreifen. Nur noch Williams wählte für Pastor Maldonado die konservative Variante. Alle anderen traten auf Intermediates zu einem Dauerlauf an.

Schumacher merkte schon nach der ersten fliegenden Runde, dass er auf das falsche Pferd gesetzt hatte. Also Boxenstopp und Umrüsten auf Intermediates. Damit blieb Schumacher nur eine fliegende Runde. "Ich hatte nicht wie die anderen den Luxus auf Fehler zu reagieren", erklärte der dreifache Silverstone-Sieger.

Teamchef Ross Brawn lobte: "Michaels Runde war grandios. Er hatte nur diesen einen Schuss. Der musste passen. Alle anderen konnten sich an die Intermediates langsam gewöhnen. Michael nicht. Da zeigt sich seinen ganze Erfahrung, dass er im entscheidenden Moment voll da ist."

Beste Voraussetzungen für das Rennen

Im Rückblick hätte es noch mehr sein können als der dritte Startplatz. "Die Pole wäre drin gewesen", glaubt auch Michael Schumacher. Man muss nur seine entscheidende Runde genau sezieren, dann zeigt sich das volle Bild. Schumacher verlor im ersten Sektor sieben Zehntel auf den Trainingsschnellsten Fernando Alonso. "Da waren die Vorderreifen noch nicht voll auf Temperatur", entschuldigte ihn Ross Brawn. Dann schlug der siebenfache Weltmeister zu. Im Ziel betrug der Rückstand auf Alonso nur noch 0,274 Sekunden. Man kann sich leicht ausrechnen, was da bei einer besseren ersten Sektorzeit möglich gewesen wäre.

Michael Schumacher ist der König der Regenrennen. Insgesamt 16 hat er in seiner langen Karriere gewonnen. Mehr als jeder andere Fahrer. Auf Platz zwei liegt Ayrton Senna mit 13 Siegen im Regen. Der Wetterbericht sagt für Sonntag Regen an. "Ich stehe als Dritter beim Start auf der richtigen Spur", freut sich der Mercedes-Pilot. "Die Außenbahn sollte etwas trockener sein."

Schumacher hat im Vergleich zu seinen Vorderleuten Alonso und Webber einen Vorteil. Er fährt nicht unbedingt mit Blickrichtung WM-Titel. Die beiden anderen brauchen jeden Punkt und werden im Zweifel zurückstecken. Als Schumacher bei der Pressekonferenz gefragt wurde, ob er nach dem Grand Prix sich noch das Wimbledon-Finale zwischen Roger Federer und Andy Murray anschaue, meinte er verschmitzt: "Ich hoffe, da habe ich etwas anderes vor." Der Kerpener meinte die Siegerehrung.

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