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Michael Schumacher

Profitiert Mercedes vom Sechszylinder?

Michael Schumacher GP Europa 2011 Foto: xpb 63 Bilder

Michael Schumacher glaubt, dass Mercedes von der Umstellung auf den Sechszylinder 2014 profitieren könnte. Ob er dann noch im Cockpit sitzt, ließ der siebenfache Weltmeister offen. Kein Verständnis hat Schumi für die aktuelle Regeländerung zur Nutzung der Auspuffgase.

23.06.2011 Tobias Grüner

Michael Schumacher ist ein Freund klarer Worte. In Valencia bezog der 42-jährige Mercedes-Pilot Stellung zu den wichtigen politischen Entscheidungen der letzten Tage. Das Verbot der Zwischengas-Motoreinstellungen sieht der Routinier eher kritisch. Nachvollziehen kann er die Entscheidung der FIA nicht.

Auspuff-Verbot "großer Schlag" für Red Bull

"Generell bin ich kein Freund von Regeländerungen während der Saison", erklärte Schumacher. "Ich kenne den Hintergrund auch nicht komplett, warum man das jetzt durchzieht. So richtig Verständnis habe ich nicht dafür." Der Silberpfeil-Pilot glaubt, dass Red Bull am meisten darunter leiden könnte. "Für die österreichische Variante ist es wahrscheinlich ein großer Schlag. Aber es wird die meisten Teams irgendwo betreffen."

Schumacher verglich die plötzliche Änderung der Spielregeln mit neuen Geschwindigkeits-begrenzungen im Straßenverkehr: "Da fragt man sich auch manchmal: Warum wird denn jetzt hier noch langsamer gefahren. Das ist einfach so. Man hält sich einfach dran."

Mercedes könnte vom Sechszylinder profitieren

Auch zum Thema Motor hat der Deutsche eine klare Meinung. Aus Fahrersicht ändere sich nicht viel. "Ich glaube nicht, dass es einen großen Unterschied macht, ob wir Sechs-, Vier-, Acht- oder Zehnzylinder-Motoren fahren. Die Regeln sind für alle gleich", so Schumi.


Auf die Hersteller komme allerdings eine große Herausforderung zu. Dass sich das Kräfteverhältnis dabei verschiebt, glaubt der Routinier aber nicht. Er glaubt, dass Mercedes davon eher profitieren kann als die Konkurrenz: "Diejenigen, die die besten Motoren bauen können, werden auch in Zukunft die besten Motoren bauen, weil sie das beste Know-How und die besten Leute haben. Da sehe ich Mercedes mal ganz vorne. Im Gegenteil, das kann sogar noch einen Schritt nach vorne bedeuten."

Schumacher schließt Mercedes-Zukunft bis 2014 nicht aus

Mercedes gilt von der Leistung her in der Szene als Messlatte. Für die schlechter aufgestellten Motorenbauer prophezeit Schumacher Schwierigkeiten. "Die anderen hatten Zeit, ihre Probleme auszusortieren und stehen deshalb da, wo sie jetzt sind. Das ist reine Kurzsichtigkeit, wenn jemand meint, wir führen neue Motorenregeln ein und dann kommen wir näher ran an die Konkurrenz. Das wage ich zu bezweifeln."

Die Anfrage von auto motor und sport, ob Schumacher denn 2014 auch in den Genuss des neuen Mercedes-Sechszylinders kommt, wollte der Altmeister weder mit ja noch mit nein beantworten. "Interessante Frage", grinste der Deutsche. "Schau’n wir mal."

Neuer Mercedes-Auspuff in Valencia

In etwas näherer Zukunft hat Mercedes noch ganz andere Probleme zu lösen als die Motorenfrage. Wie am Donnerstag bekannt wurde, haben die Silberpfeil-Ingenieure das unkonventionelle Auspuff-Konzept komplett über den Haufen geworfen. Die Endrohre sollen künftig nicht mehr seitlich aus dem Seitenkasten austreten, sondern wie bei Red Bull hinten. Im Valencia-Training will man die Variante erstmals an einem Auto testen. In Silverstone sollen dann beide Silberpfeile auch im Rennen damit antreten.

An den schnellen Fortschritt glaubt Schumacher mit dem Großumbau im Heck allerdings nicht. "Das ist eine Herausforderung. Wir werden jetzt schon ein Auto damit ausrüsten, um Erfahrung zu sammeln. Wir wollen so früh wie möglich damit beginnen, um den Vorteil, den wir uns versprechen, so schnell wie möglich nutzen zu können. Das ist aber sicher keine unkomplizierte Variante. Das kann eine Weile dauern."

Die Vorbereitungen für die kommende Saison sind bereits in vollem Gange. Sowohl in Sachen Technik als auch in Sachen Personal will sich Mercedes 2012 besser aufstellen. "Wir müssen technisch in das investieren, was für uns auch nächstes Jahr Sinn macht", so Schumacher. "Genauso wird auch das Team weiter aufgebaut und organisiert und die Struktur verbessert, um noch konkurrenzfähiger zu sein."

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