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Michael Schumacher

Rosberg nicht wie Britney Spears

Michael Schumacher Foto: xpb 153 Bilder

Michael Schumacher freut sich schon auf das Ende der Saison. Trotz einiger Schwierigkeiten zieht der Rekordchampion in Abu Dhabi ein positives Fazit. Auch die Zusammenarbeit mit Teamkollege Nico Rosberg sei besser gelaufen als erwartet.

11.11.2010 Tobias Grüner

Michael Schumacher gab sich vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi völlig relaxt. Nichts zu sehen von Alterserscheinungen. Locker parierte der Rekordweltmeister auch schwierige Fragen der ungeliebten englischen Journalie.

Schumi offen wie selten

Beispiel gefällig? Als Schumi nach seiner Einschätzung gebeten wurde, ob sich Sebastian Vettel seiner Meinung nach fair verhalten und Mark Webber im WM-Kampf vorbeilassen würde, konterte Schumi mit der Gegenfrage: "Wäre es denn unfair, wenn Sebastian der schnellere Mann wäre und einfach das Rennen gewinnen würde?"

Schumacher gab sich offen wie selten. Nach einer Saison mit Höhen und Tiefen ist er mit sich im Reinen. "Das Barometer hatte unterschiedliche Ausschläge. Ich habe aber sehr viel Positives mitnehmen können und den Umständen entsprechend viel Spaß gehabt." Zur guten Laune des Rekordchampions trug sicher auch die deutliche Formsteigerung in der zweiten Saisonhälfte bei. "Seit ein paar Rennen haben ich ein Auto in den Händen, dass sich so verhält, wie ich es erwarte", erklärte der Deutsche zufrieden.

Updates funktionieren endlich

Die Gründe für den positiven Trend sind vielfältig. "Wir verstehen die Basis des Autos besser. Und endlich funktionieren auch alle Updates, die wir während der Saison gebracht haben." Aber auch im Rennstall Mercedes GP passen endlich alle Rädchen ineinander. "Das Team ist definitiv zusammengewachsen, was dabei geholfen hat, bessere Resultate einzufahren. Mercedes ist relativ kurzfristig in das Team eingestiegen. Die Umstellungen haben eine gewisse Zeit gekostet."

An der positiven Entwicklung des Autos hat auch Teamkollege Nico Rosberg seinen Anteil. Am Ende der Saison gab es für den jungen Deutschen ein Lob vom Altmeister: "Ich habe im Voraus gewisse Infos bekommen, dass er vielleicht ein bisschen zickig wie Britney Spears sein soll", grinste der Deutsche. Denn Britney war der Spitzname von Rosberg bei seinem ehemaligen Team Williams. "Das habe ich aber nicht wirklich so empfunden. Wir haben immer sehr gut zusammengearbeitet. Fast sogar besser als mit den Kollegen in der Vergangenheit, weil wir gleiche Vorstellungen haben, wo das Auto zu verbessern ist."

Akkus wieder aufgeladen

Zur guten Laune des siebenfachen Weltmeisters trägt auch eine veränderte Einstellung bei sich selbst bei. Früher reagierte Schumi immer wieder gereizt auf kritische Fragen. "Die letzten beiden Jahre waren etwas verkrampft", gibt der 41-Jährige zu. "Die Energie war einfach nicht mehr da. Nach 2006 war ich komplett leer. Jetzt fühle ich mich gut. Ich kenne jetzt auch mehr Journalisten persönlich und verstehe auch die andere Seite. Da sieht man nicht mehr nur Feinde sondern auch Freunde. Dadurch kann ich das ganze hier auch mehr genießen."

Obwohl er viel Spaß gehabt habe, ist Schumacher nicht unglücklich darüber, dass die Saison nun endlich vorbei ist. "Ich freue mich vor allem schon darauf, endlich das Auto für die nächste Saison zu fahren." Nachdem Mercedes die Entwicklung des aktuellen Autos nun schon seit Saisonmitte gestoppt hat, hofft Schumacher, dass der MGP002 das erwartete Erfolgsmodell wird. "Ich hatte beim Testen letzten Jahr schon einige Warnzeichen bekommen. Ich hoffe, dass die 2010 nicht auftauchen und wir eine gute Basis und ein gutes Gefühl haben."

Schumi will auf niemanden Geld setzen

Über den spannenden Kampf an der WM-Spitze ließ sich Schumacher keine Prognosen entlocken. Er habe wie alle einfach viel Spaß an dem engen Duell um den Titel. "Ich würde kein Geld auf niemanden wetten. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen."
 
Konfrontiert mit der Aussage von Jackie Stewart, dass Schumis guter Freund Sebastian Vettel vielleicht zu jung für den Titel sei, konterte der Mercedes-Fahrer cool: "Das Schlimmste sind Ex-Rennfahrer, die irgendwelche Beurteilungen abgeben. Sebastian hat schon vorher gezeigt, dass er reif genug für gewisse Taten ist. Wenn ich mir anschaue, wer mit wie vielen Titel noch Fehler macht, dann weiß ich nicht, ob man Sebastian als nicht reif genug bezeichnen kann."

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