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Michael Schumacher

Schumacher dreht erste Runden mit dem GP2

GP2 Test Michael Schumacher Foto: GP2 Serie 13 Bilder

Michael Schumacher gibt der Formel 1 schon wieder das Tempo vor. Als erster Fahrer drehte der Rekord-Weltmeister am Dienstag (12.1.) auf dem Circuito de Jerez Proberunden für die neue Saison und testete im GP2-Rennwagen seine Fitness fürs Comeback.

12.01.2010

Die WM- Rivalen des Mercedes-Piloten sind noch nicht so weit. Sebastian Vettel muss auf seine erste Dienstfahrt länger warten, weil sein neuer Red Bull nicht bis zum ersten offiziellen Test Anfang Februar fertig wird. Fernando Alonso nahm seinen Job bei Ferrari am Dienstag statt auf der Rennstrecke bei der Ski-Gaudi in Madonna di Campiglio auf. Und Titelverteidiger Jenson Button muss beim neuen Arbeitgeber McLaren zunächst die Hausmacht von Lewis Hamilton brechen.

Betreuung durch Mercedes-Ingenieure und Physiotherapeut

Schumacher dagegen fackelt nicht lange und setzte sich 21 Tage nach der Bestätigung seiner Rückkehr wieder in den Rennwagen. Am Dienstagmorgen um 9.07 Uhr rollte er zu einer ersten Proberunde auf die Strecke im spanischen Jerez. Aus dem Cockpit blitzte auf dem feuerroten Helm schon der Mercedes-Stern. Kurz darauf absolvierte der Superstar fünf schnelle Runden, ehe er wieder zurück an die Box fuhr. Weil es ständig nieselte, konnte der Kerpener nur auf Regenreifen trainieren. 39 Umläufe schaffte er am Vormittag, dann gönnte sich Schumacher eine längere Mittagspause und wartete auf das Ende des Regens. Bis Donnerstag will er unter Ausschluss der Öffentlichkeit seine Rennhärte prüfen.

"Ein gewisses 'Warm-up'" sei der Test, meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. Die entscheidende Frage ist, ob Schumachers Körper den Belastungen standhält. Im vergangenen Jahr war sein Comeback bei Ferrari an einer nicht komplett ausgeheilten Nackenverletzung gescheitert. "Der Nacken ist absolut beschwerdefrei", hatte der siebenmalige Champion im Dezember versichert. Offiziell probiert Schumacher den neuen Boliden des GP2-Teams Super Nova. "Die GP2-Organisation will technische Weiterentwicklungen für die Zukunft testen - und wird bei diesem Test sicher ein breites weltweites Echo finden, eben weil Michael das Auto fährt. Die GP2-Verantwortlichen nutzen clever eine gute Chance", sagte Haug.

Übungsfahrten im Formel-1-Auto sind erst im Februar gestattet. Der Internationale Automobilverband FIA hat Schumachers Einzeltraining genehmigt. Neben der GP2-Testmannschaft wird der Deutsche auch von zwei Mercedes-Ingenieuren sowie von einem Physiotherapeuten betreut. 

Button startet Charme-Offensive bei McLaren

Mit seinem Feuereifer setzte Platzhirsch Schumacher auch ein deutliches Zeichen in Richtung seines neuen Teamkollegen Nico Rosberg, der noch seine Rolle bei Mercedes finden muss. Auch Weltmeister Button kämpft nach seinem Wechsel zu McLaren, mit dem er bei BrawnGP-Nachfolger Mercedes Grand Prix erst den Platz für Schumacher freimachte, um seinen Nummer-1-Status. Noch hat Landsmann Hamilton das Team hinter sich, doch Button startete zum Dienstbeginn eine Charme-Offensive. "Ich liebe jede Minute hier und fühle mich schon wie zuhause", schmeichelte Button seiner neuen Crew.

Ebenfalls ganz brav zeigte sich der zweimalige Weltmeister Alonso beim Kennenlern-Termin mit dem Ferrari-Team, Sponsoren und Medien im tief verschneiten Madonna. Der Spanier soll die Scuderia zurück in die Titelspur führen, muss sich dabei aber zunächst gegen den sehr beliebten Felipe Massa durchsetzen. Erstmals im roten Renner wird Alonso bei den Testtagen in Valencia vom 1. bis 3. Februar sitzen.

Erster Test von Vettel im neuen Red Bull verschoben

Vize-Weltmeister Vettel darf dagegen erst mehr als eine Woche später im neuen RB6 Vollgas geben. "Wie schon 2009 haben wir uns entschieden, nicht beim ersten Test zu starten, sondern erst am zweiten Test teilzunehmen", wurde Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Dienstag von der Online-Ausgabe des Fachmagazins "Autosport" zitiert. Chefingenieur Adrian Newey solle noch mehr Zeit zur Entwicklung des Autos erhalten. Dem Heppenheimer Vettel und seinem australischen Teamgefährten Mark Webber bleiben damit nur insgesamt zwölf Testtage vor dem Saisonstart Mitte März in Bahrain. 

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