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Michael Schumacher zum Formel 1-Test in Barcelona

"Noch nicht dort, wo wir hinwollen"

Michael Schumacher Foto: xpb 34 Bilder

Michael Schumacher hält den Ball weiter flach. Während Teamkollege Nico Rosberg vorsichtigen Optimismus versprühte, bleibt der siebenfache Weltmeister mit beiden Beinen auf dem Boden. Seine Sensoren sagen ihm: "Unser Auto ist noch nicht dort, wo wir es haben wollen."

26.02.2010 Michael Schmidt

Michael Schumacher wirkte gelöst. Auch ein Testtag, der nicht so läuft wie geplant, kann einem Fahrer wie ihm mit 249 GP-Starts auf dem Buckel nichts anhaben. "Eigentlich war heute ein Dauerlauf geplant, doch wegen der vielen roten Flaggen und einem technischen Problem konnten wir ihn nicht beenden. Wir haben uns deshalb später auf Abstimmungsarbeiten konzentriert." Ein Problem mit dem Ölkühler hielt den Mercedes GP W01 eine Stunde lang in der Garage fest.

Bei Mercedes läuft es noch nicht nach Wunsch

Bis jetzt war der Rekordsieger meistens mit einem schweren Auto unterwegs. Das erklärt seine Rundenzeiten. "Mit viel Sprit an Bord lässt sich das Auto gut fahren", bestätigt der 41-jährige Heimkehrer. Trotzdem spürt Schumacher: Da ist noch mehr drin. Auf die Frage, ob er zufrieden sei, antwortet er: "Das muss sich noch zeigen. Wir sind heftig am Arbeiten. Im Moment läuft es noch nicht so wie wir uns das gewünscht haben."

Dann wiederholte er seine Einschätzung vom ersten Test in Valencia: "Ich glaube nicht, dass wir gleich die ersten Rennen gewinnen. Unser Ziel ist, in Bahrain nicht zu weit weg von den Besten zu sein. Doch die Saison ist lang. Es gibt keinen Grund, warum wir nicht um die Meisterschaft mitkämpfen sollten."

Schnelle Runden erst am Sonntag

Irgendwie hängt auch ein Mann seiner Erfahrung in der Luft: "Ich könnte jetzt sagen, dass Ferrari schnell ist, aber ich weiß nicht, ob es tatsächlich so ist. Es ist sehr schwierig, die Unterschiede in den Rundenzeiten zu deuten, speziell hier in Barcelona. Es kann durchaus sein, dass einer, der langsam scheint, in Wahrheit sehr schnell ist."

Überrascht zeigte sich der Mercedes-Pilot dann aber doch von der Bestzeit seines jungen deutschen Kollegen Nico Hülkenberg : "Ich weiß, dass der Nico sehr schnell ist, aber dass er gleich so hinlangt. Hut ab!" Er selbst habe bislang noch keinen Qualifikationsversuch unternommen. Auf die Frage, ob es gegen Ende der Testphase nicht langsam Zeit wäre, lacht Schumacher: "Es ist ja noch einen Tag Zeit." Soll heißen: Am Sonntag wird der Ex-Champion die Karten aufdecken.

Keine Gedanken über das Alter

Die Zeit hat sich geändert seit der Zeit, als er noch für Ferrari fuhr, lässt der Superstar die Vergangenheit Revue passieren. Die 15 Testtage von 2010 sind nichts gegen das unlimitierte Testen von vor fünf Jahren. "Wir haben 2005 bei Ferrari 95.000 Kilometer im Jahr abgespult, und es hat trotzdem nichts geholfen. Testen ist kein Garantieschein dafür, dass du schneller wirst. Wir müssen heute viel effizienter arbeiten als damals, was aber auch leichter fällt, weil sich die Infrastruktur verbessert hat. Viele Dinge lassen sich durch Simulationen oder Prüfstandsarbeit schon zuhause erledigen."

Den Rummel um seine Person sieht Schumacher gelassen: "Es ist einfach nur so, dass ein alter Knabe zurückgekommen ist. Wobei ich mir über das Alter keine Gedanken mache. Ich schaue nicht ständig in meinen Pass. Ich komme wegen der Herausforderung zurück und weil ich Spaß habe am Fahren. So richtig erklären lässt sich dieses Gefühl nicht. Das ist wie Fallschirmspringen. Du kannst diesen Kick auch keinem klarmachen. Wer es spüren will, muss es selber machen."

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