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Michael Schumacher

"Ich stehe zu 100 Prozent hinter meinem Team"

Michael Schumacher - Mercedes - GP Europa - Valencia - 21. Juni 2012 Foto: xpb 153 Bilder

Es hat etwas von einer Seifenoper. Nach fünf Ausfällen in sieben Rennen entschuldigt sich zunächst sein Team Mercedes AMG bei ihm, nun stärkt Schumi wiederum dem Team den Rücken. Der Pechvogel nimmt die Misere gelassen.

21.06.2012 Bianca Leppert

Im Fahrerlager sagen viele, Michael Schumacher sei mit seiner Erfahrung auch gelassener geworden. Diese Charaktereigenschaft kann der siebenmalige Weltmeister im Moment nur allzu gut gebrauchen. Nach sieben Rennen hat er nur zwei Punkte auf seinem Konto. Vier Mal ließ ihn sein Mercedes W03 im Stich, einmal krachte er Bruno Senna ins Heck.

Höhere Macht im Spiel?

Einige seiner Fans glauben an böse Vodoo-Verschwörungen, da Teamkollege Nico Rosberg noch kein Date mit der Defekthexe hatte. Schumi selbst sitzt hingegen völlig entspannt in Valencia und wird zum Hobby-Philosophen: "Das ist natürlich nicht das, was wir wollten, aber es ist eben so."

Nach 293 Rennen ist Schumacher so etwas wie Ehrenmitglied im Rat der Formel 1-Weisen. "Wenn man nicht um die Meisterschaft fährt, dann versuchst du natürlich das Beste zu geben", sagt Schumi. "Wenn du dann Ausfälle und Momente wie ich in letzter Zeit erlebst, fühle ich mich deshalb aber nicht schlimm. Das ist die Natur der Formel 1."

Nach einer Zeit gefragt, in der er schon mal so eine lange Durststrecke erlebte, fiel Schumacher spontan die Saison 1996 ein. "Damals war sie aber nicht ganz so lang", meint er und grinst. "Aber ich stehe zu 100 Prozent hinter meinem Team und bin zu 100 Prozent überzeugt, dass jeder das Maximum gibt. Diese Autos sind Prototypen. Man darf diesen Punkt nicht unterschätzen. Da ist alles sehr diffizil."

Sieg nicht wahrscheinlich

Trotz der Pannenserie steigt Schumacher aber nicht mit einer anderen Herangehensweise ins Cockpit. Der siebenmalige Weltmeister spitzt in Valencia nicht etwa zusätzlich die Ohren, sondern blendet die negativen Erfahrungen aus. Stehen die Chancen also gut? "Wir hoffen natürlich in einer guten Position zu sein, aber ein Sieg wäre zu optimistisch nach den Erfahrungen, die wir in Kanada gemacht haben." Die Zieldurchfahrt würde Schumi zur Abwechslung sicher auch schon glücklich machen.

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