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Michael Schumacher

Strafe nach drittem Singapur-Crash

Schumacher & Vergne - Formel 1 - GP Singapur  2012 Foto: dpa 57 Bilder

Michael Schumacher muss beim GP Japan zehn Plätze weiter hinten starten. Die FIA-Kommissare bestraften den Rekordchampion in Singapur für den Crash mit Jean-Eric Vergne. Es war nicht seine erste Kollision beim Nachtrennen.

23.09.2012 Tobias Grüner

Als Michael Schumacher beim GP Singapur 2011 in das Heck von Sergio Perez krachte, fragte die Bild: "Schumi, brauchst Du eine Brille?" Nach dem Missgeschick bei der 2012er Ausgabe des Nachtrennens werden die Schlagzeilen wohl ähnlich ungemütlich ausfallen. Den Spott der Boulevard-Presse dürfte der Routinier verkraften können. Dass die FIA-Stewards ihm zehn Startplätze für eines seiner Lieblingsrennen in Suzuka aufbrummten, dürfte ihm dagegen weniger schmecken.

Schumacher gibt Fehler zu

Der Unfall war genauso offensichtlich wie im Vorjahr. Kurz nach dem ersten Neustart nach der Safety-Car-Phase stopfte der Mercedes-Pilot seinen Silberpfeil in das Heck des Toro Rosso von Jean-Eric Vergne. Obwohl Schumi eindeutig schuld war, zeigte sich sein Crash-Gegner versöhnlich. "Auch ein erfahrener Pilot macht mal einen Fehler", erklärte der Franzose, nachdem sich Schumacher bei ihm entschuldigt hatte.

Auch bei der Befragung durch die FIA-Stewards nach dem Rennen gab der Deutsche seinen Fehler zu. Allerdings versuchte der siebenfache Champion strafmildernde Umstände geltend zu machen. Nach der Safety-Car-Phase sei der Reifendruck abgefallen. Das Auto habe deshalb beim Anbremsen auf einer Bodenwelle aufgesetzt und nicht wie erwartet verzögert.

Natürlich muss man an dieser Stelle fragen, ob Michael Schumacher in seinem 301. Grand Prix nicht hätte wissen können, dass der Reifendruck in einer Safety-Car-Phase nachlassen kann. Seinen teilweise deutlich unerfahreneren Konkurrenten unterlief dieses Missgeschick nicht.

Schumacher als Wiederholungstäter

Die FIA-Stewards begrüßten zwar, dass Schumi den Fehler zugab. An der Strafe änderte das aber nichts. In der Urteilsbegründung fügten die vier Schiedsrichter an, dass es sich nicht um den ersten Zwischenfall dieser Art in dieser Saison gehandelt habe. In Barcelona war Schumi in das Williams-Heck von Bruno Senna gekracht. Damals ging es fünf Startplätze in Monaco zurück. Nun erhöhte sich die Strafe für den Wiederholungstäter auf zehn Startplätze in Suzuka.

Der Nacht-Grand Prix von Singapur wird wohl nicht mehr das Lieblingsrennen von Michael Schumacher werden. Bei seiner Flutlicht-Premiere 2010 krachte er mit Nick Heidfeld zusammen. 2011 hieß sein Opfer Sergio Perez - wieder im Sauber. Beides Mal ohne Strafe. Der dritte Crash blieb nicht ohne Folgen.

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