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Michael Schumacher über die Pirelli-Reifen

"Das war wie Fahren auf Eis"

Valencia F1-Test 2011 Foto: xpb 22 Bilder

Michael Schumacher macht sich trotz des Sekunden-Rückstands noch keine Sorgen über die Konkurrenzfähigkeit seines Silberpfeils. Mehr Probleme bereiteten dem Rekordchampion einige der neuen Pirelli-Reifen. "Ich hatte einige heikle Momente", gab Schumi zu.

03.02.2011 Tobias Grüner

Michael Schumacher will 2011 mit Mercedes die Spitze angreifen. Podiumsplätze und wenn möglich auch Rennsiege sollen in der neuen Saison gefeiert werden. Doch Beobachter konnten den Optimismus in Valencia noch nicht nachvollziehen. Auch am letzten Testtag blieb Schumacher auf Rang neun 1,3 Sekunden hinter der Bestzeit von Robert Kubica zurück.

"Ich mache mir noch keine Sorgen", bleibt Schumacher unbeirrt. Vergleiche mit dem Vorjahr und mit der Konkurrenz seien noch nicht möglich. "Wir haben einen großen Tank. Von null bis Maximum besteht ein Unterschied von vier bis fünf Sekunden alleine durch die Spritmenge. Ich weiß nicht, was die anderen machen. Aber wir konzentrieren uns nur auf uns selbst."

Was hat Mercedes noch im Köcher?

Der siebenfache Weltmeister bleibt unbeirrt. "Wir müssen einfach an unsere Stärke glauben. Erst beim letzten Test in Bahrain kann man bessere Vergleiche ziehen." Schumacher vermutet, dass einige Teams schon mit dem Paket des ersten Rennens angetreten sind. Mercedes scheint dagegen noch etwas im Köcher zu haben.

Wichtiger als die Zeit, waren die Zuverlässigkeit und der Test der neuen Pirelli-Reifen. Mit 110 Runden habe das Team die Kilometerleistung erreicht, die man sich vorgenommen hat. Beim Thema Reifen gab es wichtige Erkenntnisse: "Von den Reifenmischungen, die uns zur Verfügung standen, waren einige konstanter als andere. Ich hatte einige heikle Momente auf der Strecke, als ich auf Reifen unterwegs war, die nicht sehr lange gehalten haben. Das war wie Fahren auf Eis."

Pirelli könnte noch nachbessern

Gefährlich seien die neuen Reifen aber nicht, betonte Schumi trotz der Erfahrungen auf der Strecke. Er glaubt, dass Pirelli noch nachbessern könnte. "Ich denke, dass Pirelli noch am Ausprobieren ist. Ich glaube, dass sie die Situation gut lösen."

Mehr Freude bereitete Schumacher das Fahren mit KERS. Am Donnerstag führte Mercedes den ersten Härtetest des Hybrid-Antriebs durch. "KERS ist sehr schön. Das ist eine tolle Erfindung", berichtete der Mercedes-Pilot später. "Du drückst aufs Knöpfchen und dann geht die Post ab. Das ist deutlich spürbar und macht Spaß." Über Erfolg und Misserfolg werde KERS aber nicht entscheiden. "Da es aber alle Top-Teams haben, werden die Unterschiede nicht so groß sein."

Beweglicher Heckflügel könnte nicht ausreichen

Auch die Einführung des beweglichen Heckflügels stößt bei Schumi auf Zustimmung. "Das ist eine gute Neuerung. Wir wissen, dass wir in der Formel 1 ein Problem damit haben, anderen Autos zu folgen. Wenn es keine dramatischen Änderungen im Verhältnis zwischen aerodynamischem und mechanischem Grip gibt, benötigt man etwas anderes, um näher an das vorausfahrende Auto heranzukommen. Das könnte dabei helfen."

Dass das Überholen mit der neuen Hilfe zu einfach wird, glaubt Schumacher nicht. Ganz im Gegenteil. "Es gibt kein Knopf der uns erlaubt, einfach am Gegner vorbeizuziehen. Man könnte nun aber vielleicht die Lücke schließen und in den Windschatten kommen, um überhaupt einen Kampf zu ermöglichen. Ich bin aber noch gar nicht sicher, ob es ausreicht. Es könnte auch zu wenig sein."

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