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Michael Schumacher

Wettbewerb liegt Schumi im Blut

Michael Schumacher - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - 22. November 2012 Foto: xpb 153 Bilder

Vier Tage vor dem letzten Formel 1-Rennen seiner Karriere gibt sich Michael Schumacher cool. Emotional werde es frühestens bei der Zielflagge. Der mangelnde Speed seines Silberpfeils drückt auf die Erwartungshaltung. Nur Regen könnte für etwas Würze sorgen.

22.11.2012 Tobias Grüner

Zum 307. Mal schaut Michael Schumacher zu, wenn die Lichter der Startampel ausgehen. Es wird das letzte Mal sein. Zumindest in einem Formel 1-Auto. Was danach kommt, ist noch nicht klar. "Man denkt ja immer Formel 1-Fahrer seien Adrenalinjunkies. Das muss ich aber definitiv verneinen", erklärte Schumi vier Tage vor der Abschiedsvorstellung. "Aber es stimmt schon, dass ich Wettbewerb im Blut habe."

Was er genau machen wird, wollte der siebenmalige Meister noch nicht verraten. Vielleicht Markenbotschafter von Mercedes. Zu diesem Thema stehen im Winter Gespräche an. Ganz verloren geht er der Formel 1 wohl nicht. Er will sich auch 2013 ab und zu im Fahrerlager blicken lassen. "Ich werde sicher auftauchen. Aber nur bei den Events, die mir Spaß machen."

Sportliche Ziele mit Mercedes verfehlt

Vor dem Abschied zog Schumi eine gemischte Bilanz seines Comebacks bei Mercedes. "Persönlich bin ich sehr zufrieden. Ich konnte immerhin zeigen, dass ich mit fast 44 Jahren immer noch auf dem Niveau der Weltspitze mitfahren kann. Leider war ich nicht immer vom Glück verfolgt." Sportlich habe man die Ziele jedoch klar verfehlt, musste auch Schumacher zugeben.

Drei Jahre ohne Sieg. Nur ein Podiumsergebnis. Vom angepeilten WM-Titel blieb er weit entfernt. "Im ersten Jahr war das Auto nicht maßgeschneidert. Das wurde noch für Jenson (Button) entwickelt", entschuldigte sich der Kerpener. Auch anschließend habe man "Mühen" gehabt. Der Durchbruch blieb aus. Weder mit seinem Auto noch mit der Pirelli-Reifengeneration freundete sich Schumacher an.

Das wird sicher auch im Abschiedsrennen nicht anders werden. Große Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis hat der Silberpfeil-Pilot nicht. "Natürlich würde ich gerne mit einem Highlight gehen. Aber selbst bei einem guten Wochenende wird es nicht leicht, in die Punkte zu kommen." Zuletzt blieb Schumacher sechs Mal ohne Lohn auf dem Fahrer-Konto.

Abschiedsgala dank Interlagos-Regen?

Vor sechs Jahren, als Schumacher zum ersten Mal seinen Abschied feierte, sah das noch anders aus. Damals war der Ferrari siegfähig. Im letzten Rennen des Jahres gab es sogar noch eine Außenseiterchance auf den Titel. "Jetzt ist es noch nicht besonders emotional. Ich bin relaxt und ausgeglichen. Die Gemütslage kann sich aber noch ändern. Im Cockpit selbst denkt man da gar nicht dran. Frühestens bei der Zielflagge."

Den einzigen Hoffnungsschimmer liefert der Wetterbericht. Am Sonntag besteht erhöhte Regengefahr. Bei den letzten beiden Regen-Qualifyings in Hockenheim und Silverstone stellte Schumi seinen Mercedes jeweils auf Startplatz drei. "Das muss aber nichts heißen. Die Regenreifen sind zwar nicht so sensibel wie die Slicks, aber trotzdem müssen alle Bedingungen stimmen, um den richtigen Grip zu bekommen."

Vettel hat im WM-Duell mehr zu verlieren

Auch auf das WM-Duell könnte das Wetter entscheidenden Einfluss nehmen. Vettel will seine Führung verteidigen und wünscht sich ein normales Rennen. Schumacher weiß, wie schwer es sein kann, eine scheinbar komfortable Führung zu verteidigen. 2003 brauchte Schumi in Suzuka nur einen Punkt, um sicher Weltmeister zu sein. Nach einem chaotischen Rennen fuhr er auf Rang acht genau diesen einen Zähler nach Hause.

"In der Situation Jäger gegen Gejagten gibt es so gewisse Prinzipien", erklärt Schumi mit seiner geballten Erfahrung. "Es ist klar, dass Fernando (Alonso) voll fahren und nur gewinnen kann. Sebastian (Vettel) kann mehr verlieren. Wenn er im direkten Zweikampf mit Fernando ist, wird er in dieser Situation sicher irgendwann etwas zurückstecken. Das ist ja logisch."

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen noch einmal die wichtigsten Szenen aus der Karriere von Michael Schumacher.

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