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Michael Schumacher zum Formel 1-Streit

"Keine besonders erfreuliche Situation"

Michael Schumacher Foto: dpa

Rekordchampion Michael Schumacher hat die Beteiligten des Regelstreits kurz vor dem Tag der Entscheidung zu einer gemeinsamen Lösung aufgerufen, um eine Formel 1 ohne Ferrari und andere Hersteller zu verhindern.

10.06.2009

"Es kann jetzt nur darum gehen, dass man sich zusammensetzt und einen Kompromiss findet - und ich gehe davon aus, dass man diesen Kompromiss und damit eine Lösung finden kann und muss", sagte Schumacher auf seiner Internetseite.

Formel 1 in der Krise

"Es ist keine besonders erfreuliche Situation, der wir gegenüberstehen, in dem Sport, den ich die meiste Zeit meines Lebens ausgeübt habe und den ich wirklich liebe", meinte der siebenmalige Weltmeister in einem Video-Interview mit seinem Arbeitgeber Ferrari vor der mit Hochspannung erwarteten Bekanntgabe der maximal 13 Teams, die 2010 in der "Königsklasse" des Motorsports an den Start gehen dürfen: "Man kann sich keine Formel 1 ohne Ferrari oder die anderen Hersteller vorstellen, die so lange daran teilgenommen haben."

Beworben um einen Startplatz haben sich zwar auch alle aktuellen zehn Rennställe. Mit Ausnahme von Williams und Force India, für die in Nico Rosberg und Adrian Sutil zwei der insgesamt fünf deutschen Piloten fahren, haben sich acht Rennställe allerdings unter Vorbehalt eingeschrieben. Darunter auch Ferrari. Der Präsident des Internationalen Automobilverbandes (FIA), Max Mosley, hatte die acht rebellierenden Teams in einem Brief am Montag aufgefordert, die Bedingungen fallen zu lassen und sich entsprechend vorbehaltlos für die nächste Saison einzuschreiben. Am Freitag will die FIA die Teilnehmer 2010 bekanntgeben.

Keine Formel 1 ohne Ferrari

"Wenn man bedenkt, was Ferrari für die Formel 1 bedeutet, kann man sich doch nicht ernsthaft vorstellen, dass beide ohne einander existieren können", meinte Schumacher. Ferrari sei ohne Formel 1 nicht denkbar, und die Formel 1 ohne Ferrari auch nicht, so der Kerpener, der von 2000 bis 2004 fünf seiner sieben WM-Titel für die italienische Traditionsmarke eingefahren hatten.

Schumacher sprach sich auch für eine Reduzierung der Kosten aus. Allerdings in Maßen. Natürlich sei das in der heutigen Zeit ein großes Thema, "und darauf wollen ja auch alle Teams eingehen, aber man kann nicht von einem Extrem ins andere springen". So richtet sich der Hauptwiderstand der in der FOTA vereinigten Teams auch gegen die Budgetobergrenze von rund 45 Millionen Euro.

Sparen ohne Hauruck-Aktion

Man bedenke: Top-Teams wie Ferrari oder McLaren-Mercedes sollen Schätzungen zufolge angeblich etwa das sechs- bis siebenfache ausgeben. Ein derart drastischer Kostenschnitt würde auch Arbeitsstellen kosten, warnten Experten bereits. "Man kann von so großen Top-Teams nicht erwarten, dass sie sich von heute auf morgen an Regeln halten sollen, die alles auf den Kopf stellen. Veränderungen können nur ein Prozess sein, keine Hauruck-Aktion", meinte Schumacher.

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