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Formel 1: Michelin neuer F1-Reifenlieferant

Michelin kurz vor Einstieg in die Formel 1

Michelin Slicks Foto: xpb 17 Bilder

Die Frage, wer 2011 die Formel 1 mit Reifen beliefert, steht kurz vor einer Lösung. Michelin wird mit großer Wahrscheinlichkeit den Zuschlag bekommen. Der französische Reifenhersteller ist offenbar von seinen hohen Forderungen abgerückt.

06.05.2010 Michael Schmidt

Michelin, Pirelli oder Avon? Diese Frage stellt sich der Formel 1-Zirkus seit Wochen. Wer liefert nach dem Ausstieg von Bridgestone im nächsten Jahr die Reifen? Das größte Problem der Königsklasse steht kurz vor einer Lösung. Michelin wird den Zuschlag bekommen, meldet der Fahrerlagerfunk in Barcelona. Angeblich steht ein Dreijahresvertrag bis 2013 kurz bevor.

Konkurrenz drückt den Michelin-Preis

Die Franzosen hatten sich als erste für die Ausrüstung der Formel 1-Teams beworben. Allerdings zu einem Preis, der die Formel 1-Teams schockierte. Jedes Team hätte drei Millionen Euro für den Reifenservice bezahlen müssen. Dazu wollte Michelin die besten Werbeplätze auf den Autos und den Fahreroveralls. Gratis, versteht sich. Der Rechteinhaber hätte Bandenwerbung für rund 15 Millionen Euro auf den Rennstrecken bereitstellen müssen. Michelin wünschte sich 18 Zoll Felgen, weil man damit auch bei den Sportwagenrennen antritt. Alle Beteiligten waren sich einig: Dieser Vorschlag ist nicht akzeptabel.

Dann kam Konkurrenz ins Spiel. Avon meldete sich, bot Reifen für eine Million pro Team an bei null Werbefläche. Die Teams hätten beispielsweise die Kappen für die Siegerehrung an Sponsoren verkaufen und so den Preis für die Reifen refinanzieren können. Vor zwei Wochen meldete sich Pirelli. Ein Firmensprecher kündigte an, dass der italienische Hersteller Interesse hätte, die Formel 1 als Alleinausrüster zu beliefern. Pirelli deponierte allerdings keine Details bei der FIA.

18-Zoll Räder erst ab 2013

Die Wettbewerber haben Michelin dazu bewogen, die Forderungen zurückzuschrauben. Nun soll ein neues, günstigeres Angebot vorliegen. Die Teams würden demnach nur noch die Hälfte, also 1,5 Millionen Euro bezahlen. Es bleibt außerdem bei 13 Zoll-Rädern. Damit müssen die Teams nicht komplett neue Autos konstruieren. Das soll erst 2013 der Fall sein, der Saison, in der dem GP-Sport ein neues Motorenformat ins Haus steht. Dann würde Michelin auch seine 18-Zoll-Felgen bekommen. Die Formel 1 plant für 2013 einen kompletten Neuanfang mit umweltfreundlichen Technologien. Von KERS bis zu Reifen mit weniger Rollwiderstand.

120 Satz Reifen für jedes Team

Michelin will jedem Team 120 Satz  Reifen, aufgeteilt auf drei Mischungen "hart", "medium" und "soft" bereitstellen. Zieht man die Reifen für Testfahrten ab, stündem jedem Rennstall fünf Satz Reifen pro Wochenende zu. Das wäre die Hälfte des augenblicklichen Angebots. Die Teams könnten selbst entscheiden, welche Mischungen sie bei den Grand Prix einsetzen. Das wäre ein zusätzlicher Spannungsfaktor, da man mehr Variablen zum Spielen hätte.

Auch bei den Werbeflächen zeigt sich die Firma aus Clermont-Ferrand zu Konzessionen bereit. Auf den Fahreroveralls wird demnach nur noch der Platz auf den Schultern gefordert. Die Autos müssen nur noch auf der Nase das Michelin-Logo tragen. Der Schriftzug soll auf der Rückseite des Heckflügels stehen.

Kommt Pirelli in die GP2?

Unter den Bedingungen scheinen die Teams bereit, Michelin zu akzeptieren. Auch der Weltverband unterstützt die Bewerbung. Der Name steht der Formel 1 einfach besser zu Gesicht als Avon, die in der breiten Öffentlichkeit kaum bekannt sind. Pirelli ist nicht ganz aus dem Rennen. Der italienische Konzern könnte im nächsten Jahr die GP2-Serie beliefern.

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