Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Monaco-Bilanz

Mehr Verlierer als Gewinner

GP Monaco 2009 Foto: dpa 64 Bilder

Viele Teams konnten bei der 56. Ausgabe des GP Monaco nichts Zählbares mit nach Hause nehmen. Der Straßenklassiker im Fürstentum brachte nur zwei Gewinner, und dafür um so mehr Verlierer hervor.

25.05.2009 Michael Schmidt

Jenson Button rennt am liebsten in Freizeitkleidung herum. Der Monaco-Sieger ist ein lässiger Typ. Doch an diesem Abend holte der 29-jährige Engländer gerne den Anzug und die Krawatte aus dem Schrank. Der Triumphator des berühmtesten Grand Prix musste am Abend zum traditionellen Dinner bei Fürst Albert.
 
Button zählte wie sein Teamkollege Rubens Barrichello zu den Gewinnern der 78 Runden durch die Stadt. Die Erben von Honda sind so überlegen und perfekt wie Ferrari zu den besten Schumacher-Zeiten. In den ersten sechs Rennen kamen die weißen Autos sechs Mal ohne das geringste technische Problem ins Ziel.

Ferrari auf dem Vormarsch

Auch Ferrari durfte in Monte Carlo jubeln. Der Drittplazierte Kimi Räikkönen sprach es aus: "Ich will zwar immer gewinnen, muss aber mit dem dritten Platz zufrieden sein. Die Formkurve zeigt nach oben."

Auch Force India war ein heimlicher Gewinner. Zum ersten Mal schafften beide Autos den Sprung in die zweite Qualifikationsrunde. Monaco-Spezialist Giancarlo Fisichella verfehlte den achten Platz und damit einen WM-Punkt um 1,898 Sekunden. "Hätte ich beim Start nicht einen Platz verloren, hätte es vielleicht gereicht."

Lange Gesichter bei BMW und Toyota

In den anderen sieben Teams gab es lange Gesichter. BMW und Toyota stürzten total ab. Sie bekamen das Problem mit den Reifentemperaturen erst im Rennen halbwegs in den Griff. Einziger Trost: "Wir hoffen, dass Monte Carlo ein Einzelfall war", sagte Timo Glock.

McLaren-Mercedes hatte sich soviel ausgerechnet und stand am Ende des Rennens mit leeren Händen da. Schuld hatten die Fahrer. Vorjahressieger Lewis Hamilton brachte sich durch einen Trainingscrash um alle Chancen. Heikki Kovalainen feuerte seinen Silberpfeil auf Platz sieben liegend in der Schwimmbad-Passage in die Wand. "Ich habe in der Schwimmbad-Schikane den Randstein getroffen und konnte das Auto nicht mehr einfangen."

Verpasste Chance von Piquet

Renault holte dank Fernando Alonso zwei mickrige Punkte. Nelson Piquet hätte es nach Hochrechnungen des Teams auch in die Punkte geschafft, wäre ihm nicht Sebastien Buemi ins Heck gerauscht. "Ich hatte die bessere Strategie als Fernando, weil ich im ersten Turn bis Runde 38 hätte fahren konnte. Fernando hatte das Pech, das ganze Rennen im Verkehr zu stecken. Ich hätte meistens freie Fahrt gehabt", gab Piquet zu Protokoll. Das ist auch kein Trost: Sein Konto steht immer noch auf Null.

Red Bull riskiert zu viel

Red Bull träumte vom Sieg und wurde in die Wirklichkeit zurückgeholt. "Das war wohl unsere schlechteste Strecke", gab Teamchef Christian Horner zu. Das Team muss sich die unsinnige Strategie mit Sebastian Vettel ankreiden lassen, der Shanghai-Sieger den Crash in der Sainte Dévote-Kurve. Nur weil man von der Pole Position starten wollte, gab man Vettel Benzin für zwölf Runden mit, die er auch noch um zwei Runden verkürzen musste, weil seine weichen Reifen zu stark körnten. Die Taktik wäre nur gut gegangen, wenn gleich am Anfang ein Safety Car gekommen wäre. Mit Blickrichtung Titel hat Vettel mindestens vier Punkte verschenkt. Teamkollege Mark Webber zeigte, was mit einer konservativen Stategie möglich gewesen wäre.

Umfrage
Ist Jenson Button der WM-Titel noch zu nehmen?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden