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Formel 1: Hamilton und Button zu langsam

McLaren im Monte Carlo-Elend

GP Monaco 2010 - Qualifying Foto: xpb 23 Bilder

Die Monaco-Spezialisten McLaren-Mercedes spielten in der Qualifikation zum GP Monaco nur eine Nebenrolle. Die Startplätze fünf und acht sind eine Enttäuschung für das Team, das die Weltmeisterschaft anführt. Lewis Hamilton und Jenson Button hoffen nun aufs Rennen.

16.05.2010 Michael Schmidt

Die Statistik weist McLaren als Monaco-Könige aus. Kein anderes Team hat in den letzten 40 Jahren so oft gewonnen wie der englische Rennstall, der 1966 an gleicher Stelle auch sein Formel 1-Debüt feierte. In der Fabrik in Woking stehen 15 Siegerpokale aus Monte Carlo. Die Chancen, dass am Sonntag (16.5.) ein 16. dazukommt, sind relativ gering.

Lewis Hamilton und Jenson Button starten von den Plätzen fünf und acht. Es war der erwartet enttäuschende Auftritt der McLaren-Mercedes. Die Schwäche des Autos sind langsame Kurven, die Fahrbarkeit auf unebenen Strecken und die Traktion. Alle drei Disziplinen sind in Monte Carlo extrem wichtig.

Falsche Reifenwahl im Qualifying?

Jenson Button präzisierte die Probleme: "Ich hatte Untersteuern in langsamen und Übersteuern in schnellen Kurven und habe beides nicht weggebracht." Der Weltmeister war sich nicht einmal sicher, ob die weichen Reifen für ihn in der Qualifikation die richtige Wahl waren: "Mit den harten Reifen wäre es vielleicht besser gegangen. Ich habe mich damit wohler gefühlt. Das Auto fühlte sich stabiler an." Button war mit seiner Zeit von 1.14,637 Minuten am Limit: "Mehr ging mit der Balance, die ich mit meinem Auto hatte, nicht."

Lewis Hamilton war nur zwei Zehntel schneller, aber drei Plätze weiter vorne klassiert. Der Engländer suchte keine Ausreden: "Ich hatte immer freie Runden. Mehr war für uns nicht drin. Im ersten Streckensektor zählte ich zu den Schnellsten. Ich habe meine Zeit im Mittelabschnitt verloren. Dort wo die ganzen langsamen Kurven sind. Irgendwie haben wir es nicht geschafft, die Reifen optimal zu zum Arbeiten zu bringen."

McLaren als einziger mit F-Schacht

McLaren hielt als einziges Team an dem F-Schacht fest, der den Ingenieuren die Wahl lässt, den theoretischen Top-Speed-Vorteil entweder in Top-Speed oder in mehr Abtrieb umzumünzen. McLaren wählte Abtrieb. "Bringt pro Runde in Monte Carlo 0,05 Sekunden", rechnete Hamilton vor. Auf anderen Strecken sind es bis zu drei Zehntel.

Die McLaren-Piloten wollen sich mit dem bescheidenen Trainingsresultat nicht zufrieden geben. Sie bauen darauf, dass der Sonntag in den ersten fünf Grand Prix jedes Mal eine Steigerung brachte, und dass es diesmal wieder so sein wird. "Ich will hier auf keinen Fall Achter werden", kündigt Button an. "Die Tatsache, dass Alonso, mein nächster Verfolger in der WM, aus der Boxengasse startet, ist eine Einladung für mich. Die sollte ich besser nutzen, als mit nur ein paar Punkten." Auch Hamilton rechnet fest mit der Stärke der McLaren im Rennen. "Ich will gleich beim Start mindestens einen Platz gutmachen."

Whitmarsh hofft aufs Rennen

Teamchef Martin Whitmarsh macht seinen Piloten Mut. "Es gibt hier in Monte Carlo viele Möglichkeiten nach vorne zu kommen, auch wenn das Überholen fast unmöglich ist. Das Wetter wird uns kaum helfen. Wir müssen einfach beim Boxenstopp alles richtig machen. Der Zeitpunkt, an dem man die Reifen wechselt, kann entscheidend sein. Du musst genau berechnen, wo ins Feld du hineinfällst. Im Verkehr sind schnell ein paar Sekunden verloren."

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