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Monaco-Favoriten

Wer wird der erste Doppel-Sieger?

Pastor Maldonado - Williams - GP Monaco 2011 Foto: Wolfgang Wilhelm 43 Bilder

Fünf Grand Prix, fünf Sieger. Es gibt noch Fahrer und Teams, die sich nicht in die Siegerliste 2012 eingetragen haben und in Monte Carlo gewinnen könnten. Unter den bisherigen Siegern hat Pastor Maldonado gute Chancen, als Erster den zweiten Sieg zu landen.

22.05.2012 Michael Schmidt

Es gibt noch Fahrer und Teams, die sich nicht in die Siegerliste 2012 eingetragen haben und in Monte Carlo gewinnen könnten. Unter den bisherigen Siegern hat Pastor Maldonado gute Chancen, als Erster den zweiten Sieg zu landen.

Wer hat schon gewonnen? Jenson Button, Fernando Alonso, Nico Rosberg, Sebastian Vettel, Pastor Maldonado. Und wer noch nicht? Lewis Hamilton, Mark Webber, Kimi Räikkönen, Romain Grosjean und Michael Schumacher. Denen würde man einen Monaco-Sieg zutrauen.

Monaco-Spezialist Maldonado

Und von denen, die in dieser Saison bereits ganz oben auf dem Podest gestanden sind? Vom Namen her tendiert man eher zu Alonso oder Vettel. Doch Pastor Maldonado ist aus zwei Gründen ein ganz heißer Kandidat, der erste zweifache Sieger in dieser Saison zu sein.

Monte Carlo ist seine Rennstrecke. Da lief der Venezolaner letztes Jahr zu großer Form auf. Startplatz acht, drei Positionen vor Monaco-Kenner Rubens Barrichello. Im Rennen kämpfte er mit Lewis Hamilton um Platz fünf und landete in den Leitplanken. Die Rennleitung entschied: Hamiltons Schuld.

Auch die GP2-Bilanz von Maldonado im Fürstentum liest sich gut. 2007 Pole Position und Sieg. 2008 Pole Position und Platz zwei. 2009 Sieg im Sprintrennen. 2010 Platz zwei. "Ich habe Monaco schon immer gemocht und nach dem Rennsonntag von Barcelona bin ich natürlich voller Selbstvertrauen", blickt Maldonado optimistisch auf den Grand Prix im Fürstentum.

Williams traditionell gut in Monaco

Der Williams ist ein Auto, das in Monte Carlo traditionell stark ist. Auch in schlechten Zeiten. Da spielt die Erfahrung eine große Rolle. Die Ingenieure bei Williams kennen alle Tricks einer guten Monte Carlo-Abstimmung. Diesmal stimmt aber auch die Basis. Der Williams FW34 ist einfach zu fahren und einfach abzustimmen. Im Leitplankenlabyrinth von Monte Carlo immer ein Vorteil.

Das Auto ist mechanisch gesund. Die Traktion exzellent. "Wenn der letzte Sektor von Barcelona ein Maßstab war, dann muss der Williams in Monte Carlo unschlagbar sein", unkte Red Bull-Berater Helmut Marko. Der Red Bull zählt ebenfalls zu den Autos mit einem guten mechanischen Grip. Doch gegen Maldonados Williams war er in Barcelona chancenlos.

Auch mit den Reifen geht das blau-weiße Auto pfleglich um. Nach Aussagen von Pirelli ist nur noch der Lotus E20 besser im Reifenverschleiß. Der Williams hat aber den Vorteil, dass er den Gummi schneller zum Arbeiten bringt. In Monte Carlo ist das die halbe Miete. Gegen einen Startplatz in den ersten zwei Reihen hilft auch das reifenschonendste Fahrzeug nichts.

Williams hat zuletzt hauptsächlich an der Balance des Autos gearbeitet. Der neue Heckflügel zielt genau in diese Richtung, wie Technikkoordinator Mark Gillan erklärt: "Er hat die Balance verbessert. Damit machst du Rundenzeit, weil es die Reifen schont und dem Fahrer Vertrauen gibt."

Williams setzt neue Technik-Standards

Der FW34 sieht gar nicht einmal so viel anders aus als der Vorgänger, es wurde nur um seine Schwachstellen bereinigt. Der neue Technikchef Mike Coughlan kramte seine McLaren-Erfahrung hervor und räumte mit alten Gewohnheiten im Technikbüro von Grove kräftig auf.

Bei Williams galt bis zum letzten Jahr für Toleranzen zwischen den einzelnen Bauteilen ein Maximalmaß von 0,8 Millimeter. Coughlan erklärte seinen Ingenieuren. "Ich will, dass dieser Wert auf null sinkt, gebe euch aber im ersten Jahr meiner Amtszeit 0,1 Millimeter Spielraum." Es geht dabei nicht um Kleinigkeiten, auch wenn es sich so anhört. Eines der Geheimnisse des Red Bull ist seit Jahren seine absolut makellose Oberfläche. Beim Thema Aerodynamik entscheiden Kleinigkeiten.

Der Williams ist auch unter der Verkleidung viel sauberer verarbeitet als seine Vorgängermodelle. Weniger Ecken, weniger Kanten, weniger Blockaden für den Luftstrom durch die Kühler. Ein Red Bull-Mechaniker, der die Fronten wechselte, erzählt, dass der Motor im Williams noch sauberer gekapselt ist als im Red Bull.

Renault-Motor mit besserer Laufkultur

Frank Williams erwähnt auch den Renault-Motor. Der hat zwar nicht mehr PS als der Cosworth V8 vom letzten Jahr, dafür eine viel bessere Laufkultur. Wenn die Fahrer aufs Gas steigen, kommt der Schub, den sie erwarten. Beim Cosworth kam erst nichts und dann alles auf einmal. Das war vor allem auf engen Kursen wie Monaco ein Problem.

Nicht nur Maldonado hat eine erfolgreiche Monaco-Vergangenheit. Auch Williams hat mit Monte Carlo-Siegen Erfahrung. Insgesamt drei Mal durfte ein Williams-Pilot in die Fürstenloge. Carlos Reutemann war 1980 der erste. Keke Rosberg folgte drei Jahre später. Der letzte Triumph datiert aus dem Jahr 2003. Damals gewann Juan Pablo Montoya im Williams-BMW ein Herzschlagfinale gegen Kimi Räikkönen und Michael Schumacher. Mit beiden wird Maldonado auch am kommenden Sonntag zu tun haben.

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