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Monaco - Rennen der Ausreden

Force India top, Williams flop

Valtteri Bottas - Williams - Formel 1 - GP Monaco - Samstag - 23. Mai 2015 Foto: xpb 56 Bilder

Force India ist die Überraschung der Startaufstellung. Sergio Perez startet vom siebten Startplatz. Williams enttäuschte. McLaren konnte die Vorschusslorbeeren nicht erfüllen. Die Beteiligten schoben 1000 Gründe vor. Monte Carlo ist der Grand Prix der Ausreden.

23.05.2015 Michael Schmidt

Wer hätte das gedacht. Ein Force India in den Top Ten. Es hätten zwei sein können, hätte Nico Hülkenberg nicht in der letzten Kurve im Q2 einen Fehler gemacht. Da gingen zwei Zehntel verloren. Und der Aufstieg ins Q3. Den schaffte Sergio Perez. Der Mexikaner startet beim Klassiker von Platz 7. Perez überraschte sich selbst.

"Mir sind zwei super Runden gelungen. Die im Q3 war eine der besten meines Lebens." Force India schaffte es, die Reifen im richtigen Moment auf Temperatur zu bringen. Das Auto wurde an der Vorderachse relativ weich abgestimmt. Und die Ingenieure schickten ihre Fahrer mit den Supersoft-Walzen auf einen Mini-Longrun. "Ich bin die schnellste Runde immer erst im dritten Anlauf mit einer Abkühlphase dazwischen gefahren", erklärte Perez. "Das war der Schlüssel. Erst da waren die Reifen richtig im Fenster." Max Verstappen verlor seine Position gegen den Force India-Piloten und bedauerte: "Bei uns musste die zweite fliegende Runde passen. Danach waren sie über den Berg."

Williams kam nie ins Reifenfenster

Force India nutzte seine Chance auf einer Strecke, auf der mechanischer Grip mehr ein Faktor ist als anderswo. Genau den vermissten die Williams-Piloten. Valtteri Bottas scheiterte schon an der Q1-Hürde. Felipe Massa fuhr nur die 14. schnellste Zeit. Dank der Strafversetzungen von Romain Grosjean (Getriebewechsel) und Carlos Sainz (Ignorieren der Wiegeprozedur) wird der Brasilianer vom 12. Startplatz aus ins Rennen gehen.

Auf diesen Moment ist Chefingenieur Rob Smedley besonders gespannt. Er glaubt, dass 80 Kilogramm Benzin im Tank das Problem lösen, mit dem Bottas und Massa zu kämpfen hatten. "Wir haben es einfach nicht geschafft, von innen Temperatur in die Reifen zu kriegen. Dabei haben wir alles probiert, die ganze Palette an Radsturz, Luftdruck, Aero-Balance, mechanischer Abstimmung durchgespielt. Aber die Reifen wollten einfach nicht in das Fenster kommen. Das Spritgewicht könnte uns wie im Vorjahr helfen."

Button kam die gelbe Flagge dazwischen

McLaren-Honda hatte sich ebenfalls mehr ausgerechnet als die Starplätze 10 und 13. Keiner der beiden Fahrer schaffte es wie gehofft ins Q3. Doch im Gegensatz zu Williams war der Speed vorhanden. Fernando Alonso rollte in seiner ersten Runde im Q2 zu Beginn der Steigung Richtung Casino mit einem Elektrikdefekt aus. "Plötzlich war der Motor tot." Jenson Button war zur falschen Zeit am falschen Platz. Just als er seine entscheidende Runde antreten wollte, wurde in der St. Dévote-Kurve die gelben Flaggen geschwenkt. Button nahm den Fuß vom Gas.

"Das hat mich eine halbe Sekunde gekostet. Am Ende fehlte nur ein Zehntel zum Aufstieg ins Q3. Es hätte locker gereicht." Alonso sieht deshalb für seinen Teamkollegen gute Chancen, die ersten WM-Punkte für McLaren-Honda einzufahren. Für sich selbst blickt er weniger hoffnungsfroh auf den Sonntag: "Ich will nicht pessimistisch klingen. Aber dieses Rennen hier wird am Samstag entschieden. Und dafür stehe ich in der Startaufstellung ein bisschen zu weit hinten."

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