6 Ausgaben testen + attraktive Prämie sichern!

6 Ausgaben auto motor und sport mit 25% Preisvorteil zum Preis von nur 17,60 € (ggf. zzgl. 1 € Zuzahlung) testen.

Dazu eine unserer zahlreichen attraktiven Prämien sichern!

Weitere Infos und Bestellung HIER!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Monisha Kaltenborn im Interview

Ganz neues Sauber-Team 2017

Monisha Kaltenborn - Sauber - Formel 1 - 2016 Foto: sutton-images.com 32 Bilder

Monisha Kaltenborn hat Sauber durch die Krise gebracht. 2017 soll es für das Schweizer Rennstall wieder aufwärts gehen. Im Interview verrät die Teamchefin, warum sie optimistisch in die Zukunft blickt.

03.12.2016 Tobias Grüner 1 Kommentar
Sind Sie glücklich, dass die Saison endlich vorbei ist?

Kaltenborn: Wir sind vor allem glücklich, dass wir den zehnten Platz gesichert haben. Aber ich bin natürlich auch erleichtert, dass die Saison jetzt zuende ist.

Wir groß war das Kribbeln in Abu Dhabi und die Befürchtung, dass Manor doch noch einmal zurückschlagen kann?

Kaltenborn: Man hat ja gesehen, dass sie schneller sind als wir. Das galt nicht nur für das Qualifying sondern auch für das Rennen. Für uns war es das oberste Ziel, den Platz in der Teamwertung zu verteidigen. Es gab schon ein paar Situationen im Rennen, in denen man hoffen musste, dass sie nicht so weit nach vorne kommen, um bei einem Zwischenfall an der Spitze plötzlich zu punkten.

Warum konnte Sauber den Speed von Manor in Abu Dhabi nicht mitgehen?

Kaltenborn: Man hat gesehen, dass sie aufgrund der Motorenleistung viel stärker aus den Kurven herauskamen. Wir wissen, dass sie einen stärkeren Motor haben. Das konnten sie hier ausspielen.

Wie zuversichtlich sind Sie denn, dass es nächstes Jahr nicht wieder eine solche Zitterpartie wird?

Kaltenborn: Das wird es nicht. Man muss sich ja nur mal ansehen, warum es dieses Jahr so gekommen ist. Das Auto war bis in weit in die zweite Hälfte noch nicht einmal auf dem technischen Stand, mit dem wir eigentlich die Saison beginnen wollten. Das wird nicht noch einmal passieren. Wir haben durch den Eigentümerwechsel sofort Stabilität ins Team gebracht. Wir sind im Plan, was unser neues Auto betrifft. Wir machen da auch Fortschritte. Wir können das natürlich nur für uns sehen, aber wir sind sehr zuversichtlich, dass es ein gutes Auto wird.

Befürchten Sie nicht, dass andere Teams früher mit der 2017er Entwicklung begonnen haben und damit einen Vorteil haben – zumindest zu Beginn der neuen Saison?

Kaltenborn: Wir haben da nicht viel Zeit verloren. Unsere Techniker sind zuversichtlich. Da muss man nicht gleich wieder mit negativen Erwartungen kommen und irgendwelche Unterstellungen machen. Unser Aussage ist: Wir sind im Plan! Und wir glauben, dass es ein gutes Auto wird. Alles andere sind Spekulationen Dritter, die keine Ahnung haben, was wir tun.

Haben Sie denn schon ein spezielles Ziel für die kommende Saison ausgegeben?

Kaltenborn: Das haben wir. Aber das werde ich nicht verraten.

Aber es dürfte besser sein als Platz 10.

Kaltenborn: Natürlich. Das wäre ja für dieses Jahr auch nicht unser Ziel gewesen, wenn es nicht die bekannten Umstände gegeben hätte.

Es steht auch noch die Fahrerfrage im Raum. In der Startaufstellung hat Felipe Nasr mit seinen Mechanikern Abschiedsfotos gemacht. Ist die Entscheidung gegen ihn schon gefallen?

Kaltenborn: Nein, es ist noch gar keine Entscheidung gefallen. Wir werden auch nicht einzelne Namen kommentieren. Das haben wir die ganze Zeit schon nicht gemacht. Ich hoffe aber, dass wir bald zu einer Entscheidung kommen.

Spielen Geld und Sponsoren bei der Entscheidung eine Rolle?

Kaltenborn: Natürlich spielt das eine Rolle, aber das spielt es bei jedem Privatteam. Schauen Sie sich doch nur mal Williams an.

Gibt es einen Zeitplan, bis wann das Personal fix sein soll?

Kaltenborn: Möglichst schnell. Wir wollen das nicht weit hinauszögern. Ich hätte das am liebsten schon während der Saison gemacht. Aber das hat nicht ganz geklappt – was nicht nur an einer Seite lag. Ich hoffe also, dass es in den 2 Wochen nach dem Saisonende passieren wird.

Das Team ist wieder in ruhigem Fahrwasser. Können Sie uns jetzt vielleicht verraten, wie groß die Gefahr wirklich war, dass Sauber dicht machen muss?

Kaltenborn: Es war eine sehr kritische Situation. Deshalb ist es umso mehr ein Glücksfall und eine Erleichterung, dass wir einen Investor gefunden haben, der so stark ist und schnell Stabilität gebracht hat – und der auch eine Vision zur Zukunft mit uns teilt. Damit konnten wir auch wichtige technische Führungspersönlichkeiten überzeugen und für uns gewinnen.

Sind noch weitere Verpflichtungen geplant oder steht die Führungsstruktur jetzt?

Kaltenborn: Wir haben ja jetzt erst einmal intern eine Umstrukturierung gemacht. Wir werden aber sicher noch einige Leute dazuholen. Wir wollen uns in gewissen Bereichen strategisch vergrößern. Jetzt haben wir die Chancen dazu und sie werden auch ein ganz neues, anderes Team erleben.

Sauber musste in den letzten Jahren lernen, sehr effizient zu arbeiten. Kann das auch in der Zukunft hilfreich sein?

Kaltenborn: Es war für uns wichtig, dass wir effizient arbeiten konnten. Aber ich möchte nicht noch einmal solche Umstände erleben. In jedem Bereich sind Grenzen gesetzt, ab denen man einfach nicht mehr einsparen kann. Jetzt haben wir die Möglichkeiten, wieder mehr zu machen. Und das tun wir auch. Und da können wir diese Stärke, dass wir sehr effizient sind, mit den neuen Mitteln nutzen.

Neuester Kommentar

Positiv gesehen hatte Sauber anfangs 16 kein Geld um die technisch erarbeiteten Entwicklungen an den Boliden zu bringen. Darum wurde früh auf 17 umgesattelt.

Negativ gesehen war der C35 ein Konstruktionsfehler, der mit überaus bescheidenen Mitteln am Leben erhalten wurde, der Fortgang der Entwicklung entspricht dem aktuellen Know-how.

Ich mag Optimist genannt werden, dennoch vertraue ich auf die erste Variante.

Cuk 9. Januar 2017, 00:06 Uhr
Neues Heft
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden