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Monisha Kaltenborn erleichtert

Teamchefin mit Erfolg zum Jubiläum

Monisha Kaltenborn & Nico Hülkenberg - Sauber - GP Korea 2013 Foto: Sauber 32 Bilder

Nico Hülkenberg hat seiner Teamchefin mit Platz 4 in Korea das passende Geschenk zum Jahrestag gemacht. Mit auto motor und sport spricht die Teamchefin über die Väter des Erfolges, die Entwicklung von Esteban Gutierrez und den Kampf um Platz 7 in der Konstrukteurs-WM.

08.10.2013 Tobias Grüner
Ein vierter Platz durch Nico Hülkenberg und Toro Rosso in der Konstrukteurswertung eingeholt – war der GP Korea das perfekte Rennen für Sauber?

Kaltenborn: Das war ein sehr gutes Rennwochenende, würde ich sagen. Perfekt wäre es gewesen, wenn wir auch noch mit dem zweiten Auto gepunktet hätten. Das hat leider nicht ganz geklappt. Aber ich bin natürlich mit dem Wochenende sehr zufrieden und sehr stolz auf die Mannschaft.

Wie groß war der Anteil von Nico Hülkenberg an diesem Erfolg?

Kaltenborn: Es ist immer zuerst ein Teamerfolg. Es geht dabei nicht um Anteile, es muss einfach alles stimmen. Da hat nicht einer mehr oder weniger Anteil daran. Das beginnt schon damit, dass das Auto als Werkzeug so abgestimmt sein muss, dass solche Ergebnisse möglich sind. Natürlich braucht es auch den Fahrer, der es dann am Ende rausholt. Genauso wichtig ist aber die Mannschaft – nicht nur hier an der Strecke sondern auch zuhause.

War es eines der aufregendsten Rennen Ihrer Karriere als Teamchefin?

Kaltenborn: Mein erstes Rennen war ja zufällig genau hier in Korea vor einem Jahr. Das Jahr, das dann folgte, war ja nicht so einfach. Dann ist es doch besonders schön, wenn man hier nach genau einem Jahr so einen Erfolg feiern kann.

Haben Sie erwartet, dass sich Nico Hülkenberg so gegen etablierte Weltmeister in schnelleren Autos durchsetzen kann?

Kaltenborn: Wir sind nicht so vermessen und haben solche Erwartungen. Aber die Hoffnung ist natürlich schon immer ein bisschen da. Man kennt ja auch die Stärken des eigenen Autos und man weiß wie gut die anderen sind, die im Rennen hinter uns lagen. Deshalb dürfen wir jetzt nicht illusorisch werden. Wir wussten, dass wir eine Chance haben. Wir wussten auch, dass wir dafür kämpfen müssen. Einfach nicht aufgeben. Und es hat tatsächlich geklappt. Aber man muss immer realistisch bleiben.

Esteban Gutierrez ist knapp am ersten Punkt vorbeigeschrammt. Wie sehen Sie seine Leistung und seine Entwicklung in den letzten Rennen?

Kaltenborn: In den letzten Rennen konnte man schon sehen, dass die Kurve bei ihm nach oben geht. Man erkennt aber leider nach außen nicht, dass er in den letzten 4 Rennen bei der Abstimmungsarbeit am Freitag sogar der Leader gewesen ist. Da wurden vielfach seine Abstimmungen übernommen. Darin ist er sehr gut. Es soll keine Ausrede sein, aber man darf nicht vergessen, dass es sein erstes Jahr ist. Da muss man auch mal Fehler machen dürfen. Er hatte am Anfang des Rennens etwas Pech, als er nach hinten zurückgeworfen wurde. Danach hat man die fehlende Erfahrung bemerkt, als er in der Gruppe versucht hat zu überholen. Auf der anderen Seite hat Felipe Massas seine Erfahrung ausgespielt. Er weiß, wie man solche Situationen ausnutzt und vorbeifährt. So etwas kann man eben noch nicht im ersten Jahr. Man erwartet viel von Esteban, weil sein Teamkollege die Erfahrung hat und die Leistung bringt. Aber wir müssen ihm die Zeit geben.

Im kommenden Jahr haben Sie mit Sergey Sirotkin schon einen sehr unerfahrenen Mann. Zeigen solche Rennen nicht, wie wichtig es ist, einen reiferen zweiten Piloten zu besitzen, der die Punkte dann auch nach Hause fährt?

Kaltenborn: Das wäre natürlich ideal. Es ist immer ein wichtiger Faktor, wenn man auf der anderen Seite einen Fahrer hat, der wenig oder gar keine Erfahrung besitzt. Das hatten wir ja auch zum Beispiel 2010 so gemacht, als wir Pedro de la Rosa geholt haben. Es ist nie eine Garantie für den Erfolg, aber von den Voraussetzungen ist es der Idealfall.

Toro Rosso ist in der Konstrukteurswertung eingeholt. Wie zuversichtlich sind Sie, dass sie den Platz halten können?

Kaltenborn: Wir wissen, dass es sehr schwierig wird. Die Leistungsdichte ist momentan so eng. Da muss man sich nur einmal die Zeitenliste im Qualifying anschauen. Da liegt zwischen den hinteren Fahrern in den Top Ten und den Fahrern auf Platz 15 kaum ein Unterschied. Auf der anderen Seite kann im Rennen so viel passieren, dass wie man bei uns jetzt gesehen hat, ein Grand Prix plötzlich richtig viel Punkte gibt.

Wie wichtig ist es für das Team, auch am Ende dieser Saison auf diesem 7. Platz zu stehen?

Kaltenborn: Das ist natürlich sehr wichtig, auch wenn es für uns leider eine Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Aber vor allem finanziell macht es natürlich einen bedeutenden Unterschied, ob man 7. oder 8. wird.

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