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Montezemolo für bessere Show

Verbesserungen ohne Regel-Änderungen

Luca di Montezemolo Foto: xpb 54 Bilder

Luca di Montezemolo hat seinem Ärger über die neue Formel 1 in Bahrain Luft gemacht. Er sei besorgt über den aktuellen Zustand der Formel 1. Kurzfristige Regeländerungen will der Ferrari-Präsident angeblich nicht. Irgendwas müsse sich aber ändern.

06.04.2014 Tobias Grüner

Kaum hatte Luca di Montezeomolo das Fahrerlager von Bahrain betreten, war er auch schon von Journalisten umringt. Der Ferrari-Capo hatte eine Message zu überbringen. Die Formel 1 sei in seiner aktuellen Form nicht nach dem Geschmack des Italieners - und der vielen Fans. Man müsse etwas ändern.

Montezemolo sieht 3 große Formel 1-Baustellen

"Es gibt 3 grundlegende Probleme", begann Montezemolo seine Ausführungen. "Wir dürfen keine Formel 1 haben, die energiesparend ist. Wir müssen von der ersten bis zur letzten Runde Vollgas geben. Wenn der Motor weniger verbraucht, dann ist das in Ordnung. Aber die Öffentlichkeit will keine Taxi-Fahrer sehen. Das ist nicht die Formel 1. Die Formel 1 muss extrem sein."
 
"Das zweite Problem ist die Musik, die der Motor macht - nicht der Lärm. Das müssen wir verbessern. Das dritte sind die Regeln, die viel zu kompliziert sind. Vor allem für die Leute auf den Tribünen. Wie sollen die das mit Benzinflussmengen-Sensoren verstehen? Wir müssen die Formel 1 unkomplizierter machen."

Ferrari-Kritik nicht erst jetzt

Den Vorwurf, dass Ferrari jetzt nur Kritik übe, weil man der Konkurrenz hinterherfährt, ließ Montezemolo nicht gelten. "Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ferrari muss mit den heutigen Regeln konkurrenzfähiger sein. Dafür kämpfe ich. Es geht auch nicht darum, die Regeln sofort zu ändern. Aber für die Zukunft sieht die Situation etwas anders aus."

Der 66-Jährige betonte, dass er schon lange vor der neuen Königsklasse gewarnt habe: "Weil das einfach nicht Formel 1 ist. Ich habe schon im Dezember vor Journalisten gesagt, dass ich befürchte, dass die Fahrer zu Taxi-Fahrern werden. Wir müssen die Anzeichen aus der Öffentlichkeit ernst nehmen und etwas ändern - ohne die Regeln selbst zu verändern."

Mercedes-Bedenken verständlich

Bei Ferrari habe man Verständnis für die Bedenken von Mercedes: "Wenn jemand in Führung liegt wie Mercedes, dann ist es absolut korrekt, nicht sofort die Regeln zu ändern." Man könne laut Montezemolo aber auch ohne neue Regeln verschiedene Dinge verbessern. Zum Beispiel durch die Erhöhung des Spritlimits, wie es von Bernie Ecclestone gefordert wurde. Damit würde man den Zuschauern den Eindruck verschaffen, dass die Fahrer immer Vollgas fahren, aber am Kräfteverhältnis selbst würde das angeblich nichts ändern.

"Ich denke es gibt Sachen zur Verbesserung der Show ohne die Regeln zu ändern. Ich verstehe die Position von Mercedes. Die Formel 1 ist aber wichtiger als nur die Regeln. Formel 1 ist unser Leben. Wir müssen gemeinsam über die Zukunft nachdenken. Wir teilen alle gemeinsam die gleichen Ziele. Momentan gibt es das Risiko, dass es nicht mehr die Formel 1 ist. Ich möchte gar nicht daran denken, dass es mit der Formel 1 abwärts gehen könnte."

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