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Montoya zu dick, Wurz zu groß

Foto: Daniel Reinhard

Wenn Formel 1-Piloten nach Gewicht eingekauft würden, wäre Juan Pablo Montoya für McLaren-Mercedes die beste Wertanlage. Der Kolumbianer hat sich für den Winterschlaf ein hübsches Polster angefuttert. Nun muss er büßen.

16.12.2004

Juan Pablo Montoya war immer schon ein propperes Kerlchen, doch dieses Mal hat der Neuzugang bei McLaren-Mercedes ein wenig übertrieben. Auf stolze 84 Kilogramm hat sich der Mann aus Bogota gemästet. Damit dürfte er in der Rangliste der aktuellen GP-Piloten klar auf Rang eins liegen.

Diskussionen um sein Geweicht sind so alt, wie Montoyas Formel 1-Karriere. Auch Williams-Mitbesitzer Patrick Head betrachtete die Pausbacken des Kolumbianers mit Argusaugen. "Wenn ich nach einem Rennen aus dem Auto steige, scheinen aber immer alle anderen deutlich geschaffter zu sein als ich", verteidigt sich Montoya.

Sieben Kilo runter

Um bei seinem neuen Arbeitgeber einen guten Eindruck zu machen, hat Montoya nun die Zügel angezogen. Durch eine Diät mit wenig Kohlehydraten und ein verschärftes Fitnessprogramm soll er bereits sieben Kilo abgenommen haben. Vier weitere Pfunde will Montoya noch abspecken, um sein perfektes Kampfgewicht zu erreichen.

Die Diät des WM-Fünften ist aber nicht ganz freiwillig. Das neue McLaren-Chassis ist so eng geschnitten, dass für Hüftgold kein Platz ist. Dazu ist Adrian Neweys neueste Kreation seit dem Abgang des über 1,80 Meter großen David Coulthard erheblich kürzer ausgefallen. Kimi Räikkönen ist nur 1,71 Meter groß, Montoya misst sogar lediglich 1,68 Meter.

Gerhard Berger: "Einbeinige Zwerge"

Mag sein, dass in der Kürze die Würze liegt, aber die neuen Cockpit-Maße versalzen Testfahrer Alexander Wurz die Suppe nachhaltig. Er kann im MP4-20 nicht sitzen. Zur Zeit absolviert der 1,86 Meter lange Österreicher lediglich Testfahrten im MP4-19B. Wurz hofft nun, dass Adrian Newey das Monocoque umbauen lässt, um dem langjährigen Testfahrer den Arbeitsplatz zu sichern.

Seit die Formel 1 den Gesetzmäßigkeiten der Aerodynamik immer mehr Aufmerksamkeit widmet, sind die Arbeitsplätze der Fahrer seutlich geschrumpft. Schon der ebenfalls hoch aufgeschossene Gerhard Berger prophezeihte noch während seiner aktiven Zeit: "Irgendwann nehmen sie nur noch einbeinige Zwerge."

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