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Montreal kein Reifenkiller

Riskiert Lotus einen Stopp?

Kimi Räikkönen GP Kanada 2013 Foto: xpb 105 Bilder

Die Longruns im Training lassen bereits ahnen, was uns am Sonntag erwartet. Ferrari und Red Bull haben die schnellsten Dauerläufe hingelegt und bereiten sich auf zwei Stopps vor. Lotus war überraschend langsam. Planen Kimi Räikkönen und Romain Grosjean ein Einstopprennen?

08.06.2013 Michael Schmidt

Montreal ist nach den Erfahrungen des ersten Trainingstages zum GP Kanada kein Reifenkiller. Pirelli-Sportchef Paul Hembery rechnet mit ein bis zwei Stopps. Auch Mercedes-Teamchef Ross Brawn hat keine Angst vor den 70 Runden am Sonntag: "Die Strecke zählt nicht zu den härtesten für die Reifen. Wenn es so kalt bleibt wie im Moment, werden wir etwas mit Körnen zu kämpfen haben. Nach einem Hitzerennen sieht es derzeit nicht aus." Sollten die Temperaturen am Sonntag wie erwartet auf 18 bis 20 Grad steigen, dann liegen beide Reifentypen exakt in ihrem Arbeitsfenster. Hembery rechnet damit, dass der Supersoft-Reifen 20 Runden hält.

Ferrari und Red Bull setzen auf zwei Stopps

Die Dauerläufe der zweiten Trainingssitzung lassen darauf schließen, dass Ferrari und Red Bull auf ein Zweistopp-Rennen setzen. Sebastian Vettel war mit seinen Zeiten zufrieden. Sie lagen im Mittel im hohen 1.18er Bereich. Ferrari fuhr im Durchschnitt tiefe 1.18er Zeiten. Doch von den Italienern weiß man, dass sie am Freitag in der Regel mit weniger Benzin unterwegs sind als Red Bull.

Andererseits drehte Fernando Alonso die schnellste Runde des Tages. Er brauchte dafür aber vier Runden Anlauf. "Die Temperaturen sind nicht ideal für uns", warf Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali ein. "Im Training haben wir es lieber wärmer, weil wir generell länger brauchen, um die Reifen auf Temperatur zu bringen."

Lotus trainiert für einen Stopp

Lotus hat die gleichen Sorgen. Der drittplatzierte Romain Grosjean bestätigte: "Der Kurs hat keine schnelle Kurven. Wir tun uns schwer, Energie in den Reifen zu bekommen." Die Rundenzeiten lassen vermuten, dass sich Lotus für ein Einstopp-Rennen vorbereitet hat. Bei Kimi Räikkönen lagen die Rundenzeiten im mittleren bis hohen 1.19er Bereich. Es wäre nicht das erste Mal, dass Lotus eine alternative Strategie probiert. Schon in Barcelona war Räikkönen mit einem Stopp weniger unterwegs als seine Gegner, musste sich allerdings Alonso geschlagen geben. Im Vorjahr fuhr Grosjean mit einem Stopp auf Rang zwei.
 
Mercedes hat sich offenbar noch nicht entschieden. Während Rosbergs Rundenzeiten ein Einstopprennen vermuten lassen, war Hamilton eher für zwei Stopps disponiert. Er konnte aber im Vergleich mit Vettel, Webber, Alonso und Massa nicht mithalten.

Entwicklungsreifen bekommt gute Kritiken

Romain Grosjean probierte im Verlauf des Trainings auch den neuen Entwicklungsreifen von Pirelli. "Ich kann vom Fahrgefühl keinen großen Unterschied feststellen. Es hat nur ewig gedauert, bis er auf Temperatur kam. Das hat aber daran gelegen, dass es die härtere Mischung war." Grosjean will aber noch kein endgültiges Urteil abgeben: "Um eine ehrliche Aussage treffen zu können, müssten wir diesen Reifentyp noch einmal bei Hitze fahren."

Hembery bezeichnet das Experiment als Erfolg: "Einige Teams sind fünf bis acht Runden mit dem Reifen gefahren. Wir konnten erkennen, dass die Laufflächentemperaturen um acht bis zehn Grad gesenkt wurden." Sebastian Vettel hatte sich an dem Reifentest übrigens nicht beteiligt. "Es war zu kalt, um da etwas herauszufinden", winkte der Weltmeister ab.

In unserer Fotogalerie haben wir die besten Bilder aus dem Training.

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